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Berlin-Mitte Berliner Dom

Restaurierung der beiden Königskronen

Simone Helmich
 
 



Objektbeschreibung

Objekt: Berliner Dom -" Kuppel
Königskronen
Datierung: Ca. 1905
Baumeister: Julius Carl Raschdorff
Standort: Am Lustgarten, 10178 Berlin - Mitte
Maße: 1,85 m hoch, ca.180 kg
originale Materialien: Kupfer, Eisen, Messing, Beton
verwendete Materialien: Kupfer, Edelstahl, Messing, Lötzinn, Edelstahl Gewindestangen
M12, UPAT 2K Mörtel UKA 3
Objektbeschreibung:
Die beiden Königskronen bilden den oberen Abschluss
der Portaltürmchen des Hauptportals an der Westfassade
des Berliner Doms Sie wurden aus 1- 3 mm dickem Kupferblech
gefertigt und sind mit grüner Patina bzw. schwarzen
fest haftenden Schmutzauflagen überzogen. Jede
Krone hat einen Kronenreif, acht Kronenbügel mit Blütenblattornamenten,
acht Birnperlen und einen Reichsapfel
mit Kreuz. Diese Teile wurden aus Einzelteilen als Kupfertreibarbeit
gefertigt und mit Nieten oder Schrauben
miteinander verbunden. Ein Innengerüst aus verschiedenen
miteinander verschraubten Flacheisen sowie der
Verguss mit Beton sorgt für die Stabilität und den formschlüssigen
Anschluss an den Baukörper.

Erhaltungszustand/Schadensbefund in 08/2007:
Die beiden Königskronen wurden im zweiten Weltkrieg
durch Bombensplitter stark beschädigt. Beim Wiederaufbau
wurden an den Königskronen Reparaturmaßnahmen
durchgeführt. Um die /ffnungen zu schließen, wurden
Löcher verschweißt bzw. Flicken aufgeschweißt die kaum
einen Bezug zum Bestand haben. An den Schweißstellen
ist die Patina verbrannt und es haben sich so genannte
Hitzeringe abgezeichnet. Diese Reparaturen wurden vor
Ort ausgeführt, so dass die Innenkonstruktionen mit dem
Betonverguss noch Originalbestand sind. Die Birnperlen
wurden aus Sicherheitsgründen alle demontiert und eingelagert.

Schadensursachen:
Der konstruktive Aufbau in Verbindung mit den Bestandsmaterialien
und den Witterungseinflüssen führte zu
starken Korrosionsschäden bis hin zur völligen Auflösung
der Materialstrukturen, so dass die Standfestigkeit und
Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war.


Maßnahmen

Konzept/Aufgabe:
Zielsetzung der Restaurierung ist die statische Ertüchtigung,
der Erhalt und die Wiederherstellung des künstlerischen
Gesamteindruckes.

Durchgeführte Maßnahmen:
Die beiden Kronen wurden vom Dom in die Werkstatt
transportiert. Anschließend wurden die Kronen in ihre
Einzelteile zerlegt und der Betonverguss vorsichtig herausgestemmt.
Die Altreparaturen wurden in Abstimmung
mit dem Bauherren entfernt und durch neue, in traditioneller
Handwerkstechnik gefertigte Teile ersetzt. Die historische
Innenkonstruktion wurde entfernt. Eine neue
Konstruktion wurde dem Bestand und den statischen Erfordernissen
entsprechend aus Edelstahl gefertigt und
eingebaut. Die Oberfläche wurde gereinigt und die
schwarzen Schmutzkrusten wurden entfernt bzw. ausgedünnt.
Um eine natürliche Patinierung zu ermöglichen
wurde auf eine Farbretusche und Konservierung verzichtet.
Die Kronen wurden antransportiert und am Baukörper
mit Edelstahlankern und Reaktionsharz befestigt.

Hinweise:
Es sind keine turnusmäßigen Pflegearbeiten erforderlich.
Es sollten jedoch im Abstand von ca. 5 Jahren Reinigungsarbeiten
ausgeführt werden, bei denen auch eine
Kontrollsichtung vorgenommen werden kann.



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