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VERGLEICHENDE DARSTELLUNG
DER
ARCHITECTONISCHEN ORDNUNGEN
DER
GRIECHEN UND R/MER
UND DER
NEUEREN BAUMEISTER

HERAUSGEGEBEN UND GEZEICHNET
VON
Carl Normand
ARCHITECTEN UND EHEMALIGEM PENSIONAIR
AN DER FRANZ/SISCHEN ACADEMIE ZU ROM

ERSTE DEUTSCHE BERICHTIGTE AUSGABE
VON
M.H Jacobi.
K/NIGL. PREUSS. REGIERUNGS-BAU-CONDUCTEUR

MIT FÜNF UND SECHSZIG KUPFERTAFELN.

POTSDAM, 1830. VERLAG VON FERDINAND RIEGEL.
VORREDE

VORREDE

Durch diese neue vergleichende Darstellung beabsichtigen wir, Künstlern, angehenden Architecten und Dilettanten die genauen Verhältnisse der architectonischen Ordnungen vor Augen zu legen, welche die berühmtesten Denkmähler alter und neuerer Zeit schmücken, und in einem einzigen Bande die Grundsätze dieser Ordnungen zu vereinigen, welche sich zerstreut in einer großen Anzahl seltener und kostbarer Werke vorfinden.
EINLEITUNG

EINLEITUNG

Um die Vergleichung der verschiedenen Säulenordnungen zu erleichtern, haben wir alle nach einem, gewöhnlich in dreißig Partes eingetheilten Modul aufgetragen. Vignola's Eintheilung des Modul in zwölf Partes ist allen Ordnungen dieses Meisters beigefügt. Die Säulenordnungen bestehen aus der Säule und ihrem Capitäl, einer Basis, wenn die Ordnung eine hat, und dem Gebälk. Bisweilen stehen die Säulen auf Postamenten oder Säulenstühlen, bisweilen auf einem einfachen Sockel, häufig aber nur auf fortlaufenden Stufen.
ERKLÄRUNG DER GLIEDER

ERKLÄRUNG DER GLIEDER

Die Glieder sind nach ihrer Bestimmung größer oder kleiner. Zu den größeren kann man den Rinn- oder Glockenleisten, den Viertelstab oder Wulst, die Hohlkehle, den Kehlleisten, den Pfühl und die Einziehung rechnen. Die kleinern sind der Riemen und das Plättchen, der Ring oder das Stäbchen, der Astragal oder Rundstab und der Ab- und Anlauf. Die kleinern Glieder dienen dazu, die größern zu krönen, sie von einander zu trennen, ihnen mehr Ausladung zu verschaffen und sie besser hervorzuheben.
DIE TOSKANISCHE ORDNUNG

DIE TOSKANISCHE ORDNUNG

Mit der toskanischen, als der einfachsten der fünf Säulenordnungen, beginnen die Zöglinge gewöhnlich das Studium der Architectur, und deshalb steht sie auch hier an der Spitze dieses Werkes. Der Name dieser Ordnung bezeichnet hinlänglich ihren toskanischen Ursprung. *) Man findet ihre regelmäßigen Verhältnisse nur von vier neuern Meistern, nämlich von Palladio, Scamozzi, Serlio und Vignola angegeben, aber keiner dieser berühmten Architecten scheint ein noch vollständig erhaltenes Denkmal dieser Ordnung unter den andern antiken Ueberresten gefunden zu haben. Nur Palladio behauptet 1), in den Amphitheatern zu Verona und zu Pola in Istrien Fragmente davon entdeckt zu haben 2).
TOSKANISCHE ORDNUNGEN (SERLIO, VIGNOLA)

TOSKANISCHE ORDNUNGEN (SERLIO, VIGNOLA)

Weitere Toskanische Ordnungen von Serlio, von Jacob Barozzio von Vignola und die Benennung der Glieder, welche die Toskanische Ordnung von J.B. von Vignola bilden.
DIE GRIECHISCH - DORISCHE ORDNUNG.

DIE GRIECHISCH - DORISCHE ORDNUNG.

Wenn auch Griechenland nicht die Wiege der Baukunst ist, so ist doch in diesem klassischen Lande aller schönen Künste, besonders sie zu der grössten Vollkommenheit gediehen. Unter den griechischen Monumenten hat man die reinsten Muster gesucht und sie auch da nur gefunden. Dorther entnehmen wir also die ersten Beispiele der antiken dorischen Ordnung, welcher wir die römisch-dorische und die hiernach gebildeten Ordnungen der neuern Meister folgen lassen.


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