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SCHWEIZER WAPPENSCHEIBEN. BUCHMALEREI

SCHWEIZER WAPPENSCHEIBEN. BUCHMALEREI
47. Baseler Wirkteppich um 1470: Minneszene. Schloß Thonon, Besitzer Herr Engel Groß

In der Handschriftenillustration, die ja auf die Kupferstichkunst von Einfluß war, stehen wiederum die oberrheinisch-schwäbischen Landschaften an erster Stelle, und auch auf diesem Gebiete beobachten wir um 1450-1460 den Umschwung zum naturalistischen spätgotischen Stil unter der Führung des Meisrers E S. Die Federzeichnung mit leichter Aquarellierung steht wieder im Vordergrunde. Zwei Handschriften aus diesem Jahrzehnt sind hier namentlich anzuführen, da sie im Thema Wiederholungen älterer, obengenannter Darstellungen sind: die späteren Illustrationen der Konstanzer Konzilschronik im Rosgartenmuseum in Konstanz (Abb. 48) von etwas flüchtiger Arbeit, und die künstlerisch höher stehende, 1467 für den Herzog Eberhard von Urach gefertigte Ausgabe des Talhofferschen Fechtbuches in Gotha (Abb. 49). Die energische Zeichnung der schlanken, stark bewegten Fechterpaare, die feine Schraffierung bekunden eine unleugbare Verwandtschaft mit den Stichen des Meisters E S. Von diesem sind auch einige Federzeichnungen erhalten.


Quelle:
Handbuch der Kunstwissenschaft, Die Deutsche Malerei
von Dr. Fritz Burger, Dr. Hermann Schmitz, Dr. Ignaz Beth
Copyright 1924 by Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion m.b.h.
Wildpark.Potsdam
Ohlenroth`sche Buchdruckerei Erfurt

Dieser Bereich ist über die Internet Adresse http://www.historische-buecher.de direkt erreichbar.


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