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Zum Erhaltungszustand

Die bauliche Substanz und deren Erhaltungszustand des Baus ist momentan als gut zu bezeichnen.2 Die optisch dominierenden Schäden am Stahlbeton sind oberflächlicher Art, d.h. sie betreffen die Abblätterungen von Farbschichten auf dem Beton. Abplatzungen sind nur in geringem Ausmaß festzustellen. Dort, wo Armierungen frei liegen, sind diese von Korrosion angegriffen.

Das Mauerwerk der Fassade ist von Salzausfällungen mehr oder weniger überzogen. Der Verputz an der Außenfassade ist in weiten Teilen erhalten. Scheinbar am stärksten geschädigt ist der Dachbereich. Dieser erfuhr nach dem Krieg und dem Verlust des Dachgeschosses keine Rekonstruktion, bzw. Wiederaufbau. Eine fachgerechte, detaillierte Bestandsaufnahme mit Schadensanalyse blieb bisher aus.

Problematisch bei den frühen Stahlbetonkonstruktionen ist die Bemessung und Ausführung der Bewehrungen. Häufig ist die Armierung statisch nicht ausreichend, da z.B. Bügel, ohne ins Armierungssystem eingebunden zu sein, im Beton liegen.

Die Zusammensetzung und Dichte des Betons war durch die noch handwerkliche Verarbeitung nicht homogen und damit von unterschiedlicher Qualität.

2 Hierbei orientiere ich mich an den Aussagen zur derzeitigen Materialqualität von Herrn Dieter Pommer, der selbst Jahrzehnte die Stahlbetonfirma Pommer leitete, sich mit Stahlbetonsanierung und Stahlbeton im Denkmalbereich befasste, dies immer noch tut und der mir bei der Objektbegehung zur Seite stand.


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