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Friedrichs Kolonnade in Sanssouci wieder komplett

Die letzten zwölf Skulpturen kehren nach ihrer Restaurierung zurück

Mit einem 50-Tonnen-Kran wurden am 21. November 2012 die letzten zwölf von 62 Sandsteinskulpturen auf den nördlichen Säulengang der Kolonnade am Neuen Palais, Potsdam Sanssouci, gehoben. Damit kann die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) die sechsjährige und 1,2 Millionen Euro umfassende Restaurierung des gesamten Skulpturenschmucks abschließen. Finanziert werden die Arbeiten aus Mitteln des Sonderinvestitionsprogramms für die preußischen Schlösser und Gärten (Masterplan).

Die 62 überlebensgroßen Sandsteinskulpturen schmücken die halbrunde Kolonnade, die die beiden Commungebäude am Neuen Palais verbindet. Sie sind Bestandteil eines triumphalen Bauensembles, das den Park Sanssouci im Westen abschließt und zugleich durch die Kolonnade hindurch den Blick in die weite Landschaft eröffnet.

Im Auftrag Friedrichs des Großen haben der Baumeister Carl von Gontard und mehrere Bildhauerwerkstätten in nur wenigen Jahren zwischen 1765 und 1769 ein prachtvolles Bauwerk geschaffen, in dem nach dem Siebenjährigen Krieg das große Vorbild der Antike mit den aktuellen politischen Ambitionen des siegreichen Herrschers verbunden wurde.

Im Zuge des Masterplans kann die SPSG die Kolonnade sanieren bzw. restaurieren. Konstruktive Probleme und Kriegsschäden nach 1945 hatten dem Bau zu schaffen gemacht und seine Standfestigkeit gefährdet. Im Frühjahr 2013 wird der gesamte Bau frei von Gerüsten sein. Im Herbst 2014 können dann auch die Arbeiten im Umfeld der Kolonnade abgeschlossen werden.

Zu den Arbeiten am Skulpturenschmuck gehörten die Reinigung und Restaurierung der Originale, die Anfertigung von Kopien sowie in zwei Fällen die Rekonstruktion nach bildlicher Überlieferung verlorener Werke. Dabei mussten spezielle Herausforderungen wie die Reinigung der dunklen Oberflächen, die Entsalzung, die sichere Verankerung der Skulpturen oder die Rekonstruktion gemeistert werden.

Die Restaurierung der 62 Skulpturen sowie Reliefs, Kartuschen und Girlanden wurde durch die Mitarbeiter der SPSG-Skulpturenrestaurierung unter der Leitung von Kathrin Lange und der Kustodin der Skulpturensammlung der SPSG, Saskia Hüneke, betreut.

Der Masterplan
Mit dem Sonderinvestitionsprogramm für die preußischen Schlösser und Gärten (Masterplan) retten der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg wesentliche Denkmäler der Berliner und Potsdamer Schlösserlandschaft vor dem Verfall. Das Abkommen sieht vor, dass die SPSG bis 2017 insgesamt 155,03 Millionen Euro in die Rettung nationaler Kulturgüter zusätzlich investieren kann. Der Bund trägt 77,5 Millionen Euro (50%) bei, das Land Brandenburg 53 Millionen Euro (2/3 von 50%) und das Land Berlin 24,53 Millionen Euro (1/3 von 50%).

www.spsg.de/masterplan

21.11.2012, Pressemitteilung SPSG





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