Romoe Restauratoren Netzwerk

Neu aufgemauert, verfugt und vernadelt

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert erneut Burg Tannenberg in Nentershausen

Nachdem die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Mauerwerkssanierung von Burg Tannenberg in Nentershausen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bereits in den Jahren 2007 und 2010 mit insgesamt 60.000 Euro unterstützt hat, stellt die Stiftung in diesem Jahr für die Arbeiten an der Zwingermauer, den Mauern "Erbenstein" und am Kapellenerker weitere 40.000 Euro zur Verfügung. Den Fördervertrag überbringen Dr. Hilka und Hartmut Steinbach vom Ortskuratorium Bad Sooden-Allendorf der DSD, im Beisein von Martin Staudtmeister von Lotto Hessen am Montag den 24. Juni 2013 um 10.00 Uhr vor Ort an den Ersten Vorsitzenden des Vereins der Freunde des Tannenberg e.V., Marc von Baumbach. Der Vertrag ist zugleich eine Anerkennung für das Engagement des Vereins, der sehr viel Eigenleistung in die Erhaltung des historischen Baudenkmals einbringt.

Auf einer Bergnase südlich des Dorfes Nentershausen erbaute Ludwig von Baumbach um 1349 eine Burg auf langrechteckigem Grundriss mit schmalem Innenhof. Die Anlage sicherten auf der östlichen Angriffsseite ein Halsgraben, eine Ringmauer und ein Flankenturm.

Der Zugang zur Burg lag im Westen. Vom einstigen Zuggatter des Portals sind noch die Steinklammern erhalten. An der Südostseite des Burghofes erhebt sich seit dem 14. Jahrhundert ein ursprünglich fünf-, heute viergeschossiger Wohnturm. An der Ostseite ist ein mehreckiger Kapellenerker mit fünfteiligem Rippengewölbe erhalten, das Wanddienste trägt.

An die Burg grenzt im Westen noch die Ruine eines Gebäudes, dessen Portal auf das Jahr 1543 datiert. Darunter befindet sich ein Keller mit Gratgewölben, die auf einer Mittelsäule ruhen. Zum Hof hin ist ein Bau mit einer Fachwerkfront aus dem Jahr 1690 erhalten. Auf der anderen Seite des Hofes liegt der einstige Marstall, ein Steinbau aus dem Jahr 1546. Ruinen von weiteren Gebäuden sind auf dem Gelände erkennbar.

Zunehmender Bewuchs schädigt die Außenmauern inzwischen bereits stark. An der landschaftsprägenden Burganlage musste daher das Mauerwerk saniert werden. Dies erfolgt schrittweise, wobei mit dem Abschnitt der Zwingermauer bis zum Burgtor begonnen wurde. Bei diesen Arbeiten wird das Mauerwerk freigelegt, von Pflanzenbewuchs befreit, neu aufgemauert, verfugt und vernadelt.

Burg Tannenberg gehört zu den über 130 Projekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Hessen fördern konnte.

Bonn, den 20. Juni 2013/tkm

Pressemitteilung - Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1
53113 Bonn
www.denkmalschutz.de



Sie haben eine Frage? Wir helfen Ihnen gerne.

Unser Team hilft Ihnen bei der Auswahl der Services, unterstützt den Profil Aufbau und erstellt für Sie individuelle Angebote.


Jetzt Kontaktieren
 

Kostenlose Registrierung

Sie können sich jederzeit kostenlos in unserem Restauratoren Netzwerk registrieren. Die Anmeldung ist einfach und unverbindlich.


Jetzt Registrieren


Fachartikel und Referenzen von Restauratoren

Evangelisch - Lutherische Kirche Waldau
Nahetal-Waldau - Thüringen, Deutschland

Evangelisch - Lutherische Kirche Waldau

Anlass zur restauratorischen Voruntersuchung auf historische Farbfassung waren die geplanten Renovierungsarbeiten. Sondierend untersucht wurden die Wände, die Decke, die Ausstattungsteile.

Dipl. Designer / Restaurator, Rolf Möller
Hessenhof - Raum- und Malereikopie / Iwein-Zyklus
Schmalkalden - Thüringen, Deutschland

Hessenhof - Raum- und Malereikopie / Iwein-Zyklus

Hessenhof - Erstellung einer 1:1 Raum- und Malereikopie des Iwein-Zyklus im Hessenhof zu Schmalkalden. Die Kopie befindet sich im Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden.

Dipl. Designer / Restaurator, Rolf Möller
Jugendstil-Bleivergl. / Zieglerstrasse, Veranda Bern
Bern - Bern, Schweiz

Jugendstil-Bleivergl. / Zieglerstrasse, Veranda Bern

Sanierung Jugendstil-Bleiverglasungen integriert in Fensterfronten /inkl. Füllungen in Doppel-Türe. Ost-, Süd- und Westfront

Martin Halter
Haus Cleff
Remscheid - Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Haus Cleff

Das Museum "Haus Cleff" ist ein altbergisches Patrizierhaus aus dem Rokoko in Fachwerkbauweise mit Schieferverblendung, Die Gebrüder Hilger (Kaufleute) ließen es in selbigem Stil 1778/79 erbauen. (siehe Wikipedia unter Haus Cleff)

staatlich geprüfter Restaurator für Möbel und Holz, Christoph Tölke

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen Schließen