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UNESCO Termine 2014: Konferenzen, Initiativen, Preise

Jahresvorschau der Deutschen UNESCO-Kommission

Der bundesweite Gipfel zur inklusiven Bildung im März, der zehnte UNESCO-Welterbetag im Juni und die nationale Abschlusskonferenz zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) im September zählen zu den Höhepunkten der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) für das kommende Jahr. Die Hauptversammlung der DUK wird sich im Oktober den entwicklungspolitischen Schwerpunkten der Post-2015-Agenda widmen.

Die Terminvorschau gibt einen Überblick über weitere wichtige Aktivitäten und Veranstaltungen der UNESCO und der Deutschen UNESCO-Kommission im Jahr 2014:

2. Januar: Start der Initiative "HelferHerzen". Um das ehrenamtliche Engagement in Deutschland zu würdigen, startet der dm-drogerie markt gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission, dem Naturschutzbund Deutschland und dem Deutschen Kinderschutzbund die Initiative "HelferHerzen – Der dm-Preis für Engagement". Für die Initiative stellt dm mehr als eine Million Euro Preisgeld bereit. 1000 ehrenamtlich Engagierte sollen mit je 1000 Euro ausgezeichnet werden.

20. Januar: Auftakt des Internationalen Jahrs der Kristallographie in Paris. Die Vereinten Nationen haben 2014 zum "Internationalen Jahr der Kristallographie" erklärt. Es soll an den hundertsten Jahrestag der Entstehung der modernen Kristallographie erinnern und ihre Bedeutung für das Verständnis der materiellen Beschaffenheit der Welt bewusst machen. Die UNESCO hat die Federführung für das Wissenschaftsjahr. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 20. Januar am Sitz der UNESCO in Paris statt.

23. Januar: Verleihung des Jakob Muth-Preises für inklusive Schule. Mit dem Preis zeichnen der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Deutsche UNESCO-Kommission, die Bertelsmann Stiftung und die Sinn-Stiftung Schulen aus, die den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung vorbildlich gestalten. Die Preisverleihung findet am 23. Januar in einer der Preisträgerschulen statt.

29. Januar: Launch des UNESCO-Weltbildungsberichts 2013/2014 in Addis Abeba, Äthiopien. Der Weltbildungsbericht steht unter dem Titel "Teaching and learning: Achieving quality for all". Der Weltbericht wird im Auftrag der UNESCO von einem unabhängigen Team verfasst. Er liefert jährlich einen Zwischenstand zur Umsetzung des weltweiten Aktionsprogramms "Bildung für alle".

14. März: Verleihung des DUK-Sonderpreises "Schönste Buchproduktion" in Leipzig. Seit 1991 verleiht die Deutsche UNESCO-Kommission in Kooperation mit der Stiftung Buchkunst den Sonderpreis für ein herausragend gestaltetes Buch aus einem Land mit schwierigen Produktionsbedingungen. Der Sonderpreis ist ein Beitrag zur Umsetzung der UNESCO-Konvention zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und durch Deutschland. Der Preis wird auf der Leipziger Buchmesse verliehen.

19. bis 20. März: Gipfel "Inklusion – Die Zukunft der Bildung" in Bonn. Die Deutsche UNESCO-Kommission veranstaltet mit neun Partnern den Gipfel "Inklusion – Die Zukunft der Bildung". Die Konferenz richtet sich an Politiker, Schulträger, Bildungsakteure, Schüler, Studierende, Eltern, Lehrkräfte und Experten aus Wissenschaft und Verbänden. Ziel ist es, eine Selbstverpflichtung der Teilnehmer und praktische Leitlinien für die weitere Umsetzung der inklusiven Bildung in Deutschland zu erarbeiten.

22. März: Launch des UNESCO-Weltwasserberichts. 2014 lautet das Thema "Wasser und Energie". Internationale Zusammenarbeit ist für eine faire Wassernutzung und die Verhinderung von Konflikten der beste Weg. Verantwortlich für den Bericht ist das World Water Assessment Programm (WWAP), für das die UNESCO federführend ist und in dem 19 weitere UN-Organisationen mitarbeiten. Er erscheint zum Weltwassertag am 22. März.

26. März: UNESCO-Tag auf der Bildungsmesse didacta in Stuttgart. Bildungsexperten diskutieren, welche Reformen notwendig sind, um das Thema Nachhaltigkeit noch stärker im Bildungssystem zu verankern. Im Anschluss zeichnet die Deutsche UNESCO-Kommission Beispiele guter Praxis als "Offizielle Projekte der UN-Dekade" aus. Während der gesamten didacta vom 25. bis 29. März präsentiert die DUK die Sonderschau "Brücken in die Zukunft".

26. April: Zehnter Internationaler Projekttag der UNESCO-Projektschulen. Der Projekttag steht in diesem Jahr unter dem Motto "Welterbe Erde – mach dich stark für Vielfalt". Im Mittelpunkt bundesweiter Aktionen stehen drei zentrale Themen: Erforschen, Erkunden und Bewahren von Natur- und Kulturerbestätten; Erkennen, Wertschätzen und Nutzen der kulturellen Vielfalt; nachhaltiger Umgang mit unserer Erde. Die deutschen UNESCO-Projektschulen laden alle interessierten Schulen und Bildungseinrichtungen zur Teilnahme am Projekttag ein.

22. bis 23. Mai: Konsultation der Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt in Mannheim. Mit einem Rückblick und Ausblick auf die Umsetzung der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen wird das zehnjährige Bestehen der Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt gefeiert. Die Koalition vereint die Expertise deutscher Kulturorganisationen und begleitet die Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens in Deutschland. Es stärkt den Reichtum kultureller Vielfalt angesichts fortschreitender Deregulierung der Märkte.

23. Mai: Tagung des Arbeitskreises "World Heritage Education" im Nationalparkzentrum Kellerwald-Edersee. Thema der Tagung sind die "Vermittlung und Vernetzungsansätze im Kontext der UNESCO-Schutzprogramme". In dem Arbeitskreis "World Heritage Education" entwickeln UNESCO Chairs, andere Lehrstühle und die UNESCO-Projektschulen gemeinsam mit den Welterbestätten neue Projekte zur Welterbebildung.

1. Juni: Zehnter bundesweiter UNESCO-Welterbetag. 2014 steht der Welterbetag unter dem Motto "UNESCO-Welterbe ohne Grenzen". Gastgeber der zentralen Veranstaltung ist der Muskauer Park in Sachsen. Bundesweit sind alle 38 UNESCO-Welterbestätten aufgerufen, sich mit Sonderführungen und Aktionen am UNESCO-Welterbetag zu beteiligen. Mit altersgerechten Aktionen soll der Welterbetag vor allem auch bei Kindern und Jugendlichen Interesse für das kulturelle Erbe wecken.

2. bis 5. Juni: Konferenz der Vertragsstaaten der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes in Paris. Die Generalversammlung der Vertragsstaaten ist das souveräne Organ des Übereinkommens. Sie wählt die Mitglieder des Zwischenstaatlichen Ausschusses der Konvention und beschließt über die Richtlinien zur Durchführung des Übereinkommens. Deutschland ist der Konvention 2013 beigetreten und nimmt erstmals an der Generalversammlung teil.

4. bis 6. Juni: Jahrestagung der deutschen Welterbestätten in Maulbronn. Die Tagung ist eine Plattform für den Austausch zwischen Vertretern der deutschen Welterbestätten, Experten aus Politik, Bildung, Denkmalpflege und Tourismus sowie Vertretern auf kommunaler, regionaler und Landesebene. 2014 steht die Jahrestagung unter dem Motto "UNESCO-Welterbestätten – touristische Leuchttürme und Brücken internationaler Verständigung".

10. bis 13. Juni: Tagung des Koordinierungsrats des UNESCO-Programms "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB) in Jönköping, Schweden. Der MAB-Rat entscheidet jährlich über die Anerkennung neuer Biosphärenreservate. Deutschland hat beantragt, das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön um ein großflächiges Gebiet im Bundesland Bayern zu erweitern. Biosphärenreservate sind repräsentative Kulturlandschaften mit einer Vielfalt an Ökosystemen.

15. bis 25. Juni: Tagung des UNESCO-Welterbekomitees in Doha, Katar. Das Komitee beschließt auf seiner jährlichen Tagung über die Aufnahme von Kultur- und Naturstätten in die UNESCO-Welterbeliste. Deutschland hat 2014 das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey in Höxter für die Welterbeliste nominiert. Unter dänischer Federführung wurde ein Antrag auf Erweiterung der grenzüberschreitenden Weltnaturerbestätte Wattenmeer eingereicht.

29. September bis 12. November. Bundesweite Aktionstage "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Lernen und Erleben, was Nachhaltigkeit bedeutet – das können Besucher der Aktionstage "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE). Engagierte Menschen zeigen, was jeder Einzelne für eine lebenswerte Zukunft tun kann. Seit 2008 finden die bundesweiten Aktionstage jährlich statt. Zahlreiche Menschen setzen sich öffentlichkeitswirksam für eine sozial, ökologisch und wirtschaftlich ausgewogene Entwicklung in ihrer Region ein. Im Abschlussjahr der UN-Dekade BNE wird der Aktionszeitraum verlängert und schlägt die Brücke zwischen der nationalen Abschlusskonferenz zur Dekade und der Weltkonferenz BNE in Nagoya, Japan.

29. bis 30. September: Konferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) in Bonn. Zum Ende der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) zieht die Konferenz ein Resümee über die deutsche Umsetzung und diskutiert die Zukunft der BNE in Deutschland. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission richten die Konferenz gemeinsam aus. Es werden 450 Teilnehmer aus Politik und Zivilgesellschaft erwartet.

20. bis 21.Oktober: Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission in Frankfurt am Main. Die 74. Hauptversammlung berät über den Beitrag Deutschlands zum Programm der UNESCO. In der öffentlichen Veranstaltung sollen die entwicklungspolitischen Schwerpunkte der Post-2015-Agenda diskutiert werden. Im Jahr 2000 hatten die UN acht Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) verabschiedet, in deren Mittelpunkt die Überwindung der globalen Armut bis 2015 steht. In dem Nachfolgeabkommen sollen auch die Bildung und die kulturelle Dimension stärker berücksichtigt werden. Bis Herbst 2014 wird eine Arbeitsgruppe der UN zudem Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) erarbeiten. Deutsch­land ist an dieser Arbeitsgruppe beteiligt.

10. bis 12. November: UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Aichi-Nagoya, Japan. Die Weltkonferenz markiert den Abschluss der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014). Die Konferenz wird die Erfolge der Dekade unter der Federführung der UNESCO bilanzieren und internationale Folgeaktivitäten einleiten. Unter anderem wird über die Ausgestaltung eines möglichen "Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung" beraten.

24. bis 28. November: Tagung des Zwischenstaatlichen Ausschusses zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes in Paris. Der Ausschuss berät auf seiner jährlichen Tagung unter anderem über Neuaufnahmen in die beiden internationalen Listen des immateriellen Kulturerbes sowie in das Register guter Praxisbeispiele der UNESCO. Das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes fördert die Weitergabe der weltweit vorhandenen Kulturpraktiken und Alltagskulturen. Deutschland ist seit dem Juli 2013 Vertragsstaat des Übereinkommens.

6. Dezember: Verleihung des deutschen Menschenrechts-Filmpreises in Nürnberg. Der Preis wird zum neunten Mal in der Nürnberger Tafelhalle vergeben. Ab April 2014 können Produktionen in den Kategorien Profifilm, Amateurfilm, Filmhochschule und Kurzfilm eingereicht werden. Die Gewinnerfilme werden von der Deutschen UNESCO-Kommission, dem Deutschen Institut für Menschenrechte, Amnesty International und 15 weiteren Organisationen auf der Nürnberger Menschenrechts-Filmnacht präsentiert.

9. bis 11. Dezember: Sitzung des Zwischenstaatlichen Ausschusses der Konvention zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in Paris. Der Zwischenstaatliche Ausschuss, der einmal jährlich zusammentrifft, überwacht die Durchführung des UNESCO-Übereinkommens und diskutiert die Umsetzungspraxis in den Mitgliedstaaten. Das UNESCO-Übereinkommen ermöglicht allen Unterzeichnerstaaten das Recht auf eine eigenständige Kulturpolitik.

UNESCO-Welttage

21. Februar: Internationaler Tag der Muttersprache

13. Februar: Internationaler Tag des Radios

21. März: Welttag der Poesie

23. April: Welttag des Buches und des Urheberrechts

30. April: Internationaler Tag des Jazz

3. Mai: Welttag der Pressefreiheit

21. Mai: Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung

27. Oktober: Welttag des audiovisuellen Erbes

21. November: Welttag der Philosophie

Eine Gesamtübersicht mit Kurzinformationen zu Veranstaltungen und Events der UNESCO und der Deutschen UNESCO-Kommission 2014 finden Sie unter www.unesco.de/termine.html


Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.
Redaktion: Farid Gardizi, Colmantstraße 15, 53115 Bonn
Telefon: 0228-60497-0 • E-Mail: gardizi@unesco.de • Internet: www.unesco.de
Die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) ist Deutschlands Mittlerorganisation
für multilaterale Politik in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.




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