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UNESCO-Welterbekomitee tagt in Bonn

Deutsche Nominierungen und gefährdete Welterbestätten in Syrien und Irak auf der Tagesordnung

Das UNESCO-Welterbekomitee tagt vom 28. Juni bis 8. Juli 2015 in Bonn. Es berät über Neueinschreibungen in die Welterbeliste, über Welterbestätten in Gefahr und künftige Strategien für eine nachhaltige Entwicklung des Welterbes. Rund 2.000 Delegierte werden zu der Konferenz erwartet. In diesem Jahr sind 36 Stätten für die Welterbeliste nominiert. Deutschland hat die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus in Hamburg sowie den Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut, Sachsen-Anhalt, zur Aufnahme in die Liste vorgeschlagen. Außerdem steht die Nominierung der Wikingerstätten in Europa mit Beteiligung Deutschlands auf der Tagesordnung. Erstmals kandidieren Jamaika und Singapur für die Welterbeliste.

"Es ehrt uns, dass Deutschland in diesem Jahr Austragungsort für wichtige Entscheidungen des UNESCO-Welterbekomitees ist. Die Welterbekonvention ist das erfolgreichste internationale Instrument zum Schutz des Kultur- und Naturerbes, das es jemals gab. Das gilt trotz der barbarischen Zerstörungen unschätzbarer Kulturgüter des Welterbes, die wir aktuell beobachten müssen", sagt Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

Das UNESCO-Welterbekomitee entscheidet jährlich über die Aufnahme von neuen Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste. Es berät auch über gefährdete Welterbestätten, in diesem Jahr unter anderem über Stätten aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und der Demokratischen Republik Kongo. Am 29. Juni soll in Bonn eine Erklärung zum Schutz von gefährdetem Welterbe verabschiedet werden. "Die gezielte und irreversible Zerstörung von Welterbestätten im Nahen Osten durch Extremisten ist ein unerträglicher Angriff auf das kulturelle Gedächtnis der gesamten Menschheit. Der Zerstörung und Plünderung kultureller Stätten als Instrument der Kriegsführung müssen wir uns entgegenstellen", so Metze-Mangold.

Dem Welterbekomitee gehören 21 Staaten aus allen Kontinenten an, darunter seit 2011 auch Deutschland. Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, ist derzeit Vorsitzende des Welterbekomitees. Die UNESCO hat das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt 1972 verabschiedet. Inzwischen haben es 191 Staaten unterzeichnet. Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen aktuell 1.007 Kultur- und Naturerbestätten in 161 Ländern. Deutschland verzeichnet bislang 39 Welterbestätten.

Weitere Informationen:
Ablauf der 39. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees
Webseite der 39. Sitzung des Welterbekomitees 
FAQ zum Welterbe    
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Kontakt:
Deutsche UNESCO-Kommission
Pressesprecherin
Katja Römer
Telefon: 0228-60497-42
vom 28. Juni bis 8. Juli 2015




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