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Ausstellungsvorschau der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Ausstellungen im November, Dezember 2016 und Januar 2017

Bis 19.02.2017
Barock – Nur schöner Schein?
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Zeughaus C5


Die Sonderausstellung "Barock – Nur schöner Schein?" beweist, dass das Zeitalter weit mehr zu bieten hat als Puder, Pomp und Dekadenz. Bis 19. Februar 2017 stellen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen die Epoche erstmals in ihrer ganzen Vielschichtigkeit vor und hinterfragen gängige Klischees. Die Jahre zwischen 1580 und ca. 1770 waren eine Zeit voller Widersprüche: Neben üppigen "Rubensweibern" gab es ein klassisch-antikes Schönheitsideal und religiöser Wunderglaube stand wissenschaftlicher Rationalität gegenüber. Während die einen rauschende Feste feierten, litten andere an den katastrophalen Folgen verheerender Kriege. Bisher widmeten sich Barock-Ausstellungen einzelnen Künstlern und Genres, regionalen Kulturlandschaften oder spezifischen Phänomenen. Die Mannheimer Präsentation verfolgt einen umfassenderen Ansatz und vereint erstmals Kunst, Wissenschaft, Literatur, Musik, Geschichte, Religion und Alltag zu einem Kaleidoskop der Barockzeit.
Im Barock herrschte Aufbruchsstimmung. Zahlreiche Entwicklungen und Neuerungen bereiteten den Weg zur Aufklärung und zum Klassizismus. Sie bildeten das Fundament der heutigen Gesellschaft. Bahnbrechende Erfindungen wie das Fernrohr, mit dem Galilei die Gestirne erforschte, oder das Mikroskop, mit dem van Leeuwenhoek die Bakterien entdeckte, stammen aus dieser Zeit. Die immer gewagteren Reisen der Händler und Missionare veränderten die Weltsicht nachhaltig, unbekannte Länder wurden erschlossen, Exotisches gelangte nach Europa.  
Sechs Themenkomplexe machen die faszinierende Barockepoche greifbar. Unter den Überschriften "Raum", "Körper", "Wissen", "Ordnung", "Glauben" und "Zeit" stellt die Sonderausstellung die wichtigsten Charakteristika des Zeitalters vor. Anhand von rund 300 herausragenden Exponaten präsentiert die Ausstellung den Barock als europäisches Phänomen, schlägt aber stets auch eine Brücke nach Mannheim und in die Region. Der Facettenreichtum der Epoche spiegelt sich auch in der Vielfalt der gezeigten Objekte wider: Das Spektrum reicht von prachtvollen Gemälden, Grafiken und Büsten über seltene Bücher, fragiles Porzellan und außergewöhnliche Möbelstücke bis hin zu wissenschaftlichen Instrumenten, Globen und Alltagsgegenständen.
www.barock2016.de


Bis 30.07.2017    
Versunkene Geschichte. Archäologie an Rhein und Neckar
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Zeughaus C5


Die Sonderausstellung "Versunkene Geschichte. Archäologie an Rhein und Neckar" lädt zu einer spannenden Zeitreise ein, die anhand außergewöhnlicher Originalfunde von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter führt. Neue Bereiche zur Bronze- und Eisenzeit sowie zur Römerzeit ergänzen die bereits bestehenden Abschnitte und schließen den Rundgang im Museum Weltkulturen D5. Die Präsentation vereint mehr als 3.000 Schätze aus den reichen archäologischen Sammlungen der Reiss-Engelhorn -Museen. Viele davon sind jetzt erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Aufwändige Inszenierungen, Mitmachstationen und Filme lassen die Vergangenheit lebendig werden.
Die Ausstellung erzählt die "Versunkene Geschichte", die archäologische Grabungen ans Tageslicht gebracht haben. Die Funde sind oft die einzigen Quellen, die etwas über die Lebenswelt der Menschen vor Tausenden von Jahren verraten: Wie sah der Alltag unserer Vorfahren in der Rhein-Neckar-Region aus? In welchen Behausungen haben sie gelebt? Wie haben sie sich ernährt? Wie haben sie ihre Verstorbenen begraben? Die Besucher erleben Archäologie als ein Abenteuer voller spannender Fragen und geheimnisvoller Rätsel. Die Sonderausstellung "Versunkene Geschichte" ist bis 30. Juli 2017 sehen.
www.rem-mannheim.de


Bis 30.07.2017
Ägypten – Land der Unsterblichkeit
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen D5


Noch bis zum 30. Juli 2017 präsentieren die Reiss-Engelhorn-Museen Schätze aus ihrem neuen Sammlungsbestand altägyptischer Kunst und Kultur in der Sonderausstellung "Ägypten – Land der Unsterblichkeit". Spektakulärer Mittelpunkt der Ausstellung ist ein mehr als neun Meter langer Papyrus – das rund 3500 Jahre alte Totenbuch des Amenemhat, das nach aufwendiger Restaurierung erstmalig ausgestellt wird.
Die Mannheimer Ägypten-Ausstellung öffnet dem Besucher die Pforten zur faszinierenden Welt der Hochkultur am Nil. Die bis zu 6000 Jahre alten Exponate stehen im Mittelpunkt einer Schau, die mit eindrucksvollen Inszenierungen und Themenwelten einen kulturhistorischen Überblick in die Alltagswelt im Land der Pharaonen und in die ganz eigenen Jenseitsvorstellungen gibt. Anhand hochwertiger Originale zeigt die Ausstellung das Leben an den fruchtbaren Ufern des Nils in allen wichtigen Epochen des Alten Ägyptens.
Die Exponate stammen aus den neuen Sammlungsbeständen der Reiss-Engelhorn-Museen und dem Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim sowie aus ausgewählten Privatsammlungen. Insgesamt werden über 500 Objekte präsentiert – darunter aufwendig gestaltete Papyri, Särge, Reliefs, Skulpturen, Metallarbeiten und Schmuck. Sie erzählen vom Alltag am Nil, der gottgleichen Stellung der Pharaonen, der Bedeutung des Beamtenstaats, den vorherrschenden Glaubensvorstellungen und von der Vielfalt der Götterwelt sowie künstlerischen und kulturellen Errungenschaften wie der Schrift.
www.rem-mannheim.de

Stand: 21.10.2016, Änderungen vorbehalten

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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