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Bronze für Schloss Cappenberg in Selm
Zur Erinnerung an die private Spendentätigkeit   An der Restaurierung von Schloss Cappenberg in Selm beteiligte sich vor zwei Jahren dank großzügiger Spendenbereitschaft auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit 500.000 Euro. Nun überbringt Karin Lehmann, Ortskurat [...]


Bronze für Schloss Cappenberg in Selm

Zur Erinnerung an die private Spendentätigkeit
 
An der Restaurierung von Schloss Cappenberg in Selm beteiligte sich vor zwei Jahren dank großzügiger Spendenbereitschaft auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit 500.000 Euro. Nun überbringt Karin Lehmann, Ortskuratorin Bochum/Dortmund der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 3. März 2020 um 14.00 Uhr an Graf Sebastian von Kanitz von der Verwaltung Graf von Kanitz Cappenberg eine Bronzeplakette mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz“. Die Plakette soll auch nach Abschluss der Fördermaßnahmen an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung erinnern und zugleich für weitere Unterstützung werben. Schloss Cappenberg ist eines von über 470 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Das ursprünglich 1122 als Prämonstratenserkloster erbaute Schloss Cappenberg erhebt sich landschaftsprägend auf dem Cappenberg, einer von Buchenwäldern umgebenen Anhöhe im südlichen Münsterland. Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Klostergebäude neu errichtet, bevor sie durch die Säkularisation 1803 zur Gutsdomäne wurden.

Ab 1699 wandelte man die große, unregelmäßige Dreiflügelanlage der ehemaligen Konventgebäude, die die Kirche von Süden her umschließen, zum Schloss um, beginnend mit dem Westflügel, dann dem Hauptflügel und bis 1720 dem Ostflügel mit den Wohnräumen der Stiftsherren. Die Gebäude sind verputzte zweigeschossige Bruchsteinbauten mit regelmäßigen hochrechteckigen Fensterachsen in schlichten Barockformen. Eckquaderungen sowie werksteinerne Portal- und Fenstergewände gliedern die Fassaden. Hofseitig akzentuiert das Hauptgebäude ein Mittelrisalit, der im Giebelfeld Akanthusdekorationen, Büsten und das Chronogramm 1708 trägt. Dem gartenseitigen Risalit wurde 1839 ein Altan auf einer hohen Rundbogenkonstruktion vorgebaut. Der Gartensaal wurde 1925/1927 verkleinert, um das Vestibül zu vergrößern. Die Stuckdecken der Säle im Erdgeschoss sind sehr qualitätvoll.

1816 kaufte der preußische Staatsmann Freiherr vom Stein die Anlage als Alterssitz. Cappenberg wurde mit den Gütern des Klosters Scheda zu einer Standesherrschaft erhoben und ging später in den Besitz der Grafen von Kanitz über, denen es bis heute gehört. 1985 mietete der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit dem Kreis Unna das Hauptgebäude des Schlosses, um es als Museum zu nutzen. Das Schloss, in dem regelmäßig Kulturveranstaltungen stattfinden, ist Teil der Route der Industriekultur. Die ehemalige Stiftskirche ist heute Pfarrkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes.

Pressemeldung vom 29. Februar 2020
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 404

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