DSD fördert erneut den Speyerer Dom

Gittertore der Vorhalle werden restauriert

In diesen Tagen erreicht Domkapitular Peter Schappert ein weiterer Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) für die Restaurierung der Gittertore in der Vorhalle des Speyerer Doms. Die Förderung in Höhe von 50.300 Euro wurde möglich dank zahlreicher zweckgebundener Spenden. Der größte romanische Kirchenbau Deutschlands zählt zu den Hauptwerken romanischer Baukunst. Er ist die Grablege des mittelalterlichen Herrschergeschlechts der Salier und zählt zu den über 190 Objekten, die die private DSD dank Spenden, Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Rheinland-Pfalz fördern konnte.

Der erste Dom in Speyer wurde von Konrad II. um 1025 begonnen und 1061 geweiht. Das frühromanische Gebäude kennzeichneten einfache Formen und der Verzicht auf ornamentale oder figürliche Bauplastik. Davon zeugen heute noch die Kreuzgratgewölbe in Krypta und Seitenschiffen. Den 1106 weitgehend beendeten zweiten Bau begann Heinrich IV. unter Einbeziehung des Kernmauerwerks des ersten Baus. Der durchgreifende Umbau bestimmt mit seinen Mauern und der durchgehenden Deckenwölbung den heutigen Dom. Man erneuerte die Ostteile oberhalb der Krypta, wölbte das Mittel- und Querschiff ein und setzte dem Außenbau die Zwerggalerie und die Türme auf. Die reiche Bauzier imitierte antike Muster. Nach einem Brand 1159 erneuerte man die Querschiffgewölbe. Die beiden Osttürme erhielten Anfang des 13. Jahrhunderts ihre jetzigen Helme. 1406 wurde eine Sakristei angebaut.

1697 überdachte man die weniger brandgeschädigten Ostteile und errichtete eine Abschlusswand. 1754 ließ der bischöfliche Baumeister den Westbau bis auf das Erdgeschoss abtragen und sicherte die anschließenden Ostteile durch Mauerwerksverstrebungen. 1773 ließ ein weiterer Dombaumeister das Langhaus in den alten Maßen und Formen wie bei den Ostjochen neu aufbauen und einen neuen Westbau errichten. Nach Verwüstungen in der französischen Revolutionszeit wurden 1818 der Kreuzgang und die Katharinenkapelle abgebrochen. 1854 rekonstruierte man den Westbau mit seinen Türmen.

Heute ist der Dom eine Basilika mit dreischiffigem Langhaus, Westbau, Querhaus, Chorgeviert und Apsis. Die fünfschiffige Krypta erstreckt sich unter dem Chor und dem Querhaus. Aufgrund der zahlreichen baulichen Veränderungen und Restaurierungen seit dem 19. Jahrhundert dokumentiert das Bauwerk auch die Geschichte der Denkmalpflege.

Pressemeldung vom 10. Juni 2020
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 404




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