Schloss Wiehe wird erneut gefördert

DSD hilft diesmal bei der Restaurierung des Maurischen Zimmers und des Zimmers der Baronin
 
Mit 15.000 Euro unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale weitere Restaurierungsarbeiten in Schloss Wiehe. Konkret stehen die Aufarbeitung des Parketts, der Lambrie und Deckenbemalung im sogenannten Maurischen Zimmer an sowie die Wiederherstellung der historischen Tapete, der Wände, des Fußbodens und der Decken im Zimmer der Baronin sowie die Konservierung der Deckenfassung im Haupteingang und der Einbau der historischen Windfanguhr. Auf diese Weise leistet die DSD ihren Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und hochqualifizierten Handwerksbetriebe, um diese wichtigen Arbeitsplätze erhalten zu helfen.

1996 erwarb die Kommune die "Stadtkrone von Wiehe". Sie kooperiert seit 2016 mit der Fachhochschule Erfurt und nutzt das Schlossgebäude als Lern-, Forschungs- und Veranstaltungsort. Schloss Wiehe gehört seit 1997 zu den über 500 Objekten, die die private DSD dank Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen fördern konnte. Zwischen 1997 und 2002 half die spendensammelnde Denkmalschutzstiftung mit insgesamt rund 180.000 Euro bei der Dach-, Fassaden- und Fensterrestaurierung sowie bei der statischen Sicherung des Nordosterkers.

Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Renaissanceschloss umgibt ein kleiner Landschaftspark. Die aus Bruchstein errichtete, dreigeschossige Vierflügelanlage, die ein verschiefertes Walmdach mit Gauben deckt, schmückt an der der Stadt zugewandten Schauseite, der man sich durch ein als Triumphbogen gestaltetes Tor nähert, ein viergeschossiger Treppenturm mit verschieferter Schweifhaube. Profilierte Sandsteingewände rahmen die hochrechteckigen Fenster. Die Gebäudeecken prägen diagonal gestellte, rechteckige Ausbauten. Teile der zu einem Innenhof gerichteten Flügelfassaden bestehen aus Fachwerk, das man mit Werksteinen verblendet hat.

Um 1870 wurde der im Hof umlaufende Arkadengang geschlossen und das Innere im Sinne des Historismus repräsentativ verändert. Ein Treppenhaus wurde ebenso wie die Empfangsräume aufwendig neugestaltet. Zu dieser Zeit wurde auch das Haupttreppenhaus repräsentativ umgebaut und das „Maurische Zimmer“ neu arrangiert. Die Räume des ersten und zweiten Obergeschosses zeigen teilweise noch originale, in unterschiedlichen Mustern verlegte Parkettböden und Stuckdecken. In den Obergeschossen haben sich bauzeitliche Raumfluchten erhalten. Auch eine der Jugendbauhütten der DSD kam beim Maurischen Zimmer bereits zum Einsatz.

Weitere Informationen: www.denkmalschutz.de/denkmal/Schloss-Wiehe.html
 
Pressemeldung vom 15. Juni 2020
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 404


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