Bürgerhaus am Grudenberg 8 in Halberstadt erhält erneut Fördervertrag

Restaurierung von Innentüren und Innenputzen am energetisch-ökologischen Modellprojekt
 
Für die Außensanierung des denkmalgeschützten Bürgerhauses im Grudenberg 8 in Halberstadt stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) bereits 2014 und 2015 rund 125.000 Euro zur Verfügung. Nun unterstützt sie in diesem Jahr die Stadt dank weiterer zweckgebundener Spenden bei der Restaurierung der Innentüren und Innenputzen mit rund 30.336 Euro. Der entsprechende Fördervertrag erreicht Oberbürgermeister Andreas Henke in diesen Tagen. Das denkmalgeschützte Anwesen gehört zu den über 590 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.

Die Fachwerkbauten Grudenberg 8/Hühnerbrücke 4 stehen in markanter Ecklage am westlichen Rand der Halberstädter Altstadt. Die zweigeschossigen, traufständigen Gebäude mit Krüppelwalmdächern entstanden 1697 zeitgleich im typischen Barockstil mit gemauerter Zierausfachung, Rauten und Fußbändern. Bis 1820 beherbergten die beiden Bauten mit der Städtischen Lateinschule den ältesten erhaltenen Schulkomplex in Halberstadt. Dann wurden sie zu Wohnzwecken genutzt.

Das Haus im Grudenberg 8 besaß im Erdgeschoss ursprünglich zwei Fensterachsen, im Obergeschoss drei. Die bauzeitlichen Gefache bestehen aus Stakenhölzern mit Strohlehmputz. Die Stadt hat mit der modellhaften Restaurierung durch das Fachwerkzentrum Quedlinburg in Fragen der Energieeffizienz, Ressourcenschonung und ökologischen Nachhaltigkeit Maßstäbe gesetzt, an die weitere Arbeiten an den benachbarten Gebäuden anknüpfen können. Hier wird an einem Modellprojekt zur energetisch-ökologischen Ertüchtigung gezeigt, dass sich Sanierung im Denkmal und energetische Sanierung nicht ausschließen. Erfreulicherweise ist das Objekt auch Einsatzstelle der Jugendbauhütte Quedlinburg der DSD.

Das Stadtbild von Halberstadt wurde bis vor wenigen Jahrzehnten flächendeckend vom Fachwerkbau geprägt. Trotz schwerer Verluste durch die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg blieben die Fachwerkbauten von der Gotik bis zum Klassizismus insbesondere in den Straßenzügen nördlich und westlich des Domes bestimmend. Als Ende der 1980er Jahre großangelegt der Flächenabriss begann, widersetzte sich der Verein "Rekonstruktion statt Abriß" diesem staatlichen Ansinnen des DDR-Regimes vehement.

Pressemeldung vom 14. September 2020
 
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 404




Restaurierung und Konservierung - Referenz




Sie sind eine Restauratorin oder ein Restaurator?

Zeigen Sie sich und Ihre Arbeit und erstellen Sie Ihren kostenlosen Profileintrag

  • Mit ausführlichen Beschreibungen und Referenzen
  • Kein Aufnahmeverfahren
  • Keine Pflichtgebühr mit Jahresbeitrag

Jetzt registrieren

Warum sich Romoe für Sie lohnt: Vorteile, Service und Preise



Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen Ja, ich akzeptiere.