Das Innere der Johanneskirche in Neuengeseke wird restauriert

Trockenes Sockelmauerwerk war Voraussetzung
 
An der Innenrestaurierung der Kirche St. Johannes der Täufer in Bad Sassendorf-Neuengeseke beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlücksSpirale sowie zahlreicher Spenden mit 75.000 Euro. Der Fördervertrag erreicht Kirchmeister Dr. Jürgen Buchbinder, den Vorsitzenden des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Neuengeseke, in diesen Tagen. Auf diese Weise leistet die DSD ihren Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und hochqualifizierten Handwerksbetriebe, um diese wichtigen Arbeitsplätze erhalten zu helfen. Die Johanneskirche gehört zu den über 470 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte. Bereits vor zehn Jahren unterstützte die DSD die Gemeinde bei der Dachsanierung mit rund 130.000 Euro.

Die evangelische Dorfkirche Johannes der Täufer entstand um 1220 mit deutlichem Bezug zur Soester Hohnekirche, die ebenfalls aus dem regionaltypischen grünlichen Glaukonitstein besteht. Vor dem steinsichtigen Mittelschiff erhebt sich im Westen der viergeschossige Turm aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, der somit als ältester Bauteil des Gotteshauses von einem Vorgängerbau stammt. Das Mittelschiff der Hallenkirche deckt ein Satteldach in altdeutscher Schieferdeckung, das zwei Quersatteldächer kreuzen.

Den Bau auf quadratischem Grundriss kennzeichnen Schießscharten, verstärkte Eisentüren sowie ein herausziehbarer Eichenbalken hinter dem Hauptportal als Fliehkirche. Die Außenfassade ist weitgehend schmucklos. An die Apsis schließt sich nach Süden hin die um 1400 angebaute Sakristei an. Die untere Fensterreihe der Seitenschiffe baute man 1876 zur zusätzlichen Belichtung ein. Weiterhin lässt sich die Kirche durch das Nordportal betreten, während das Südportal zu einem Fenster vermauert wurde.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche barock umgestaltet. Die Haupt- und Seitenaltäre schuf der Arnsberger Maler und Bildhauer Henning Strodtmann um 1661. 1712 erhielt die Kirche eine neue Kanzel mit allegorischen Tugenddarstellungen, die der Soester Tischler Martin Müller anfertigte. Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1691. Eine bewegliche Taufschale, die von zwei Engeln getragen wird, lässt sich bei Bedarf herunterziehen und der Deckel nach oben schieben. Das Bild über dem Hauptaltar zeigt die Kreuztragung Christi.
 
Pressemeldung vom 18. August 2020

Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 404


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