Der Abschluss der Arbeiten in St. Martin in Meßkirch wird gefeiert

Einmalige Decken- und Wandgemälde sind restauriert
 
Mit 150.000 Euro beteiligte sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) an der Restaurierung der Decken- und Wandgemälde in der St. Martinskirche in Meßkirch. Den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten mit der Wiedereröffnung des Gotteshauses feiert die Gemeinde am Sonntag, den 15. November 2020 mit einem Festgottesdienst, den Erzbischof Stephan Burger unter Coronabedingungen zelebriert.

Das spätgotische Gotteshaus aus dem 16. Jahrhundert ist eines der über 360 Objekte, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden, Erträge ihrer Treuhandstiftungen und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Die katholische Pfarrkirche St. Martin befindet sich dem Schloss gegenüber im Zentrum von Meßkirch. Ihre Ursprünge reichen bis in die Mitte des 8. Jahrhunderts zurück, wobei der heutige spätgotische Neubau 1526 einem bereits erneuerten fränkischen Bau aus dem 13. Jahrhundert folgte. 1676 wurde das Turmachteck aufgesetzt.

St. Martin ist eine breite Saalkirche mit stark eingezogenem vieleckigem Chor. Ein wuchtiger Chorflankenturm mit achteckigem Aufsatz steht im Norden, ihn bekrönt eine welsche Haube. Südlich wurde die Sakristei angefügt. Nordwestlich kam eine Rundkapelle hinzu, die sogenannte Nepomukkapelle. Die 1732 in barocker Formensprache von Johann Kaspar Bagnato errichtete Kapelle stuckierte Egid Quirin Asam, sie wurde von Cosmos Damian Asam ausgemalt.

Zwischen 1769 und 1773 gestaltete man die Kirche im Stil des Spätrokoko um. Die Deckenfresken stammen von Meinrad von Au, die Stuckierungen von Johann Jakob Schwarzmann. Das reich ausgestattete Kircheninnere ist mit einer westlichen Doppelempore versehen. Obschon die Ausstattung noch weitgehend dem Rokoko verhaftet ist, klingen in der Architektur des hellen, feierlich geweiteten Innenraums bereits frühklassizistische Formen an.

Die katholische Pfarrkirche St. Martin zählt mit ihrer bemerkenswerten Architekturgestaltung und Ausstattung zu den bedeutendsten Baudenkmälern Oberschwabens. In ihrem Inneren waren Risse und Ausbrüche in den Stuckaturen und Malereien festzustellen, darüberhinaus starke Verschmutzungen, die zu beheben bzw. zu reinigen waren.
 
Pressemeldung vom 13. November 2020
  
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 404




Restaurierung und Konservierung - Referenz




Sie sind eine Restauratorin oder ein Restaurator?

Zeigen Sie sich und Ihre Arbeit und erstellen Sie Ihren kostenlosen Profileintrag

  • Mit ausführlichen Beschreibungen und Referenzen
  • Kein Aufnahmeverfahren
  • Keine Pflichtgebühr mit Jahresbeitrag

Jetzt registrieren

Warum sich Romoe für Sie lohnt: Vorteile, Service und Preise



Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen Ja, ich akzeptiere.