Archäologische Untersuchungen am Quellheiligtum Sudelfels

Wallerfangen besitzt ein antikes Heiligtum
 
Das Quellheiligtum Sudelfels in Wallerfangen nordwestlich von Saarbrücken ist eines der voraussichtlich acht Denkmale, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr im Saarland fördert. Dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale stellt die in Bonn ansässige DSD für Erd-, Sondierungs- und Sanierungsarbeiten sowie für weitere archäologische Untersuchungen 30.000 Euro zur Verfügung. Das antike römische Heiligtum gehört zu den über 60 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein im Saarland fördern konnte.

Nur einen Kilometer Luftlinie von der französischen Grenze entfernt befindet sich in einem Wander- und Waldgebiet der Gemeinde Wallerfangen die frei zugängliche Ausgrabung eines gallorömischen Quellheiligtums. Die hier aus dem Fels sprudelnde Quelle gab dem Ort seinen Namen: Sudelfels. Das Wasser wurde im 1. Jahrhundert in einem Brunnen gefasst, später entstanden das Brunnenhaus – Nymphäum – und weitere Tempelchen. An drei Seiten umfasste den Tempelbezirk eine Mauer.

Eines der drei Tempelchen im Zentrum der Anlage war der Quellnymphe Sirona geweiht. Den sechseckigen Brunnentempel schützt heute ein Pavillon. Eine Wasserleitung führte das Quellwasser in den Bau, dessen Eichenholz dendrochronologisch auf das Jahr 267 n. Chr. datiert werden konnte.

Die südlich sich anschließende Villa Rustica mit mehreren Wirtschaftsgebäuden diente der Versorgung des Pilgerbetriebs. Das Hauptgebäude ist eine Risalitvilla, die einen bescheidenen Wohlstand bezeugt. Es gab in römischer Tradition einen kleinen Badebereich, der an dem im Grundriss apsisförmigen Frigidarium erkennbar ist, sowie eine – in den 1980er Jahre teilweise rekonstruierte – Hypokaustenheizung.

Über vier Jahrhunderte lang wurde die Pilgerstätte aufgesucht, wie Münzen und Schmuck bezeugen. Bei einer Grabung fand man auch bruchstückhaft erhaltene Statuen von Jupiter, Apollo und Merkur sowie eine wertvolle geschliffene Glasschale aus dem 2./3. Jahrhundert.
 
Pressemeldung vom 25. Juni 2021

Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 404




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