Die Glocken der St. Philippuskirche in Kleinwerther werden wieder klingen

Turmsanierung kann abgeschlossen werden
 
An der Herstellung und dem Einbau der Schallluken im Turm der Philippuskirche in Kleinwerther beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale mit 15.000 Euro. Das Gotteshaus gehört zu den über 500 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen fördern konnte.

Inmitten des Ortes Kleinwerther liegt in einer Senke in der vorgelagerten Hügellandschaft der Hainleite seit 1572 die weithin sichtbare Philippuskirche. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Landkreises Nordhausen. Der heutige Saalbau wird im Westen von einem Turm mit verschieferter, von einer Laterne bekrönten Welschen Haube aus dem 18. Jahrhundert überragt. Im Erdgeschoss aus Bruchstein ist das achteckige Obergeschoss aus Backstein. Im Inneren ist der Turm mit einer Bogenöffnung über die gesamte Raumbreite mit dem Langhaus verbunden.

Die Kirche ist im Grundriss ein längsrechteckiger Saal mit einem vielseitigen Chorabschluss im Osten, den drei weit heruntergezogene Fenster mit Spitzbogen ohne Maßwerk beleuchten. Zur qualitätvollen barocken Innenausstattung unter der flachen stuckierten Holzdecke zählen unter anderem die reich verzierte Patronatsloge und die dreiseitige, zum Teil zweigeschossige Empore. Das Altarretabel aus Sandstein und vollplastische Statuetten aus der Zeit des frühen 17. Jahrhunderts verschönern das Innere. Die Kanzel mit reliefierten Brüstungsfeldern und Treppenbrüstung ruht auf der gebückten Gestalt des Moses.

Nicht zuletzt durch den in den 1980iger Jahren katastrophalen Bauzustand des Daches und der Decke musste die Kirche wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Die Sicherung des Daches war der erste Schritt der 1992 beginnenden Sanierungsarbeiten. Durch einen Spendenaufruf in der DSD-Zeitschrift Monumente konnte die Fertigstellung der Turmsanierung sichergestellt und somit die Innenausstattung gerettet werden.

Nach der Rettung der Kirche folgte zunächst die Instandsetzung der Außenhülle. Oben am Turm beginnend wurde das freiliegende Natursteinmauerwerk aus Sandstein und Gipsmörtel durchrepariert und mit einem Gipsputz versehen. Der untere Abschluss der Fläche in Form eines Simses aus rotem Sandstein soll jetzt bearbeitet werden.
 
Pressemeldung vom 6. Juli 2021
 
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 404




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