Villa Bauer in Merzig zeugt für die hohe Baukunst der Jahrhundertwende

Viel Liebe zur Substanz des Hauses
 
Für die Sanierung der Terrasse der Villa Bauer in Merzig – konkret den Unterbau, den Fliesenbelag, die Sandsteineinfassung und das Eisengeländer – stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 28.000 Euro bereit. Die denkmalgeschützte Villa gehört zu den über 60 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein im Saarland fördern konnte.

Um 1890 ließ sich der Fliesenfabrikant Nikola Bauer eine prächtige neubarocke Villa errichten als Ersatz für sein bisheriges Wohnhaus in der Bahnhofstraße, das fortan als Landratsamt diente. Die Villa entstand nahe von Saar und Stadtpark an der einstigen Kaiserstraße mitten in Merzig, zusammen mit weiteren Villen, die heute nicht erhalten sind. Ein auf einer niedrigen Mauerstehender schmiedeeiserner Zaun grenzt das Anwesen von der Straße ab. Direkt neben der Villa Bauer in der heute Hochwaldstraße heißenden Straße befindet sich die evangelische Friedenskirche aus dem Jahr 1865.

Der repräsentative zweistöckige Sandsteinbau auf L-förmigem Grundriss erhebt sich mit der asymmetrisch gegliederten Fassade, den Eckquaderungen und den von Segmentbögen überfangenen, hochrechteckigen Fenstern hinter einem schmalen Vorgarten. Ein seitlicher Erker im Erdgeschoss weist ebenfalls Eckquaderungen auf und bietet im Obergeschoss Platz für einen Balkon mit steinerner Balustrade. Ein umlaufendes, hohes Traufgesims mit hölzernen Konsolen leitet zum schiefergedeckten Walmdach über. Rückwärtig wurde später eine ursprünglich offene Loggia im Obergeschoss geschlossen, um den Wohnraum zu vergrößern. Die Rückseite des Baus ist schlichter gehalten und verputzt. Im Detail fallen die um die Jahrhundertwende beliebten okkulten Symbole auf, wie etwa die Lebensräder im Scheitel von Tür und Fenstern.

Die reich geschmückte Eingangstür befindet sich seitlich am Ende einer Treppe, dort blieb ein bauzeitliches Mosaik auf dem Treppenpodest erhalten. Im Inneren gibt es zahlreiche bauzeitliche Details, so die Originalfliesen aus der Fabrik Rieff & Bauer oder die Stuckdecken und Innentüren sowie die Holztreppe mit gedrechseltem Geländer. Bei vorausgehenden Instandsetzungsmaßnahmen wurde viel Wert darauf gelegt, die Substanz des Hauses zu bewahren, etwa den Stuck im Erdgeschoss und die beiden sich dort befindenden bauzeitlichen Öfen.
 
Pressemeldung vom 1. Juli 2021
 
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 404


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