Auf dem Friedhof Dreifaltigkeit II in Berlin werden Mausoleen gesichert

Prunkvolle Grabbaukunst des 19. Jahrhunderts
 
Für die Dach- und Fassadeninstandsetzung der Grabhalle von Krause, des gegenüberliegenden Mausoleums und der Mausoleen Süersen und Horkenbach auf dem Friedhof Dreifaltigkeit II in Berlin-Kreuzberg stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden und der Lotterie GlücksSpirale in diesem Jahr 45.000 Euro zur Verfügung. Die Grabmäler gehören zu den 200 Objekten, die die private in Bonn ansässige Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank zahlreicher Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Rentenlotterie von Lotto allein in Berlin fördern konnte. Der Dreifaltigkeitsfriedhof II in der Bergmannstraße ist einer der ältesten und bedeutendsten in Berlin. Charakteristisch für den Friedhof der Dreifaltigkeitsgemeinde ist die große Anzahl von alten Erbbegräbnissen und prunkvollen Mausoleen aus dem 19. Jahrhundert.

Das Erbbegräbnis der Familie von Krause wurde zwischen 1877 und 1881 aus kostbaren Materialien für etwa 300.000 Goldmark errichtet. Es zählt zu den prächtigsten Grabbauten auf deutschen Friedhöfen. Nach dem Tod von Flora von Krause, die durch ihr soziales Engagement bekannt war, erwarb der erfolgreiche Großunternehmer, Bankier, Kommerzienrat und Rittergutsbesitzer Friedrich Wilhelm von Krause das gut 26 Meter breite und fast 6 Meter tiefe Grundstück als Erbbegräbnis für sich und seine Familie. Tätig waren hier Friedrich Hitzig, Schüler und Mitarbeiter Karl Friedrich Schinkels, und Johann Friedrich Drake, Mitarbeiter und Schüler Christian Daniel Rauchs. Julius Moser schuf für die Grabhalle die überlebensgroße Figur eines segnenden Christus, eine Zweitausführung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Christusfigur vom Hauptaltar der Dreifaltigkeitskirche nach dem Vorbild einer Figur von Bertel Thorvaldsen in der Frauenkirche in Kopenhagen. Die Entwürfe der prächtigen Goldmosaiken in der Mittelkuppel wurden im Atelier von Antonio Salviati in Murano bei Venedig gearbeitet. Die teilweise noch erhaltenen aufwendigen Gitter im Stil der Renaissance wurden bei der damals bekannten Gießerei Eduard Puls gefertigt.

Bei dem Mausoleum gegenüber der Grabhalle für die Familie von Krause handelt es sich um einen Backsteinbau mit einer Gliederung und Bauplastik in schlesischem Sandstein im Stil des Neoklassizismus. Das Mausoleum der Familie Süersen-von Walther-Süersen ist in der Art eines byzantinischen Sakralbaus gestaltet, wobei die Kuppel über hohem Tambour die äußere Erscheinung dominiert. Das Mausoleum Horkenbach stößt unmittelbar an die Brandmauer des westlich davon stehenden Mietshauses. Es ist ein kastellartiger, kubischer Bau mit Putzquaderung und kräftigem Konsol-Kranzgesims.
     
Kontakt
 
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 402


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