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DSD fördert die Barbarakapelle in der Liebfrauenkirche in Halberstadt

Verlässliche Unterstützung durch Treuhandstiftung
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Foto: Liebfrauenkirche in Halberstadt © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Mertesacker

Bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 24. April 2019 um 14.00 Uhr überbringt Claus Mangels, Ortskurator Magdeburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank der treuhänderischen Curt Richter-Gedächtnis-Stiftung in der DSD und zweckgebundener Spenden einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von exakt 5.272,79 Euro an Thomas Handrick, den Vorsitzenden des Presbyteriums, für die Beseitigung von Wasserschäden an den Innenwänden und am Altar der Barbarakapelle in der Liebfrauenkirche in Halberstadt. Die DSD unterstützt mit ihren Treuhandstiftungen die Restaurierung des Halberstädter Gotteshauses bereits seit 1993 mit bislang insgesamt rund 900.000 Euro. Die Liebfrauenkirche ist eines von über 580 Objekten, die die private DSD dank Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.

Die Halberstädter Liebfrauenkirche wurde für das 1005 von Bischof Arnulf gegründete Augustiner-Chorherrenstift errichtet. Aus der Anfangszeit haben sich die Untergeschosse der Westtürme erhalten. Unter Bischof Rudolf wurde das Gotteshaus im 12. Jahrhundert umgebaut. Es entstand der heutige Kirchenbau, der ganz dem Hirsauer Baugedanken verpflichtet ist. Die Apsis der kreuzförmigen, dreischiffigen Pfeilerbasilika ist nur wenig eingezogen und wird beidseitig flankiert von apsidial abschließenden Nebenchören. Die Doppelturmfront im Westen akzentuiert den Außenbau. Im Inneren sind die überlebensgroßen stuckierten Chorschranken zu nennen. Sie entstanden nach einem Brand Ende des 12. Jahrhunderts in der heute noch existierenden figürlichen Form, vermutlich zwischen 1200 und 1220. Die Reliefs von Christus, Maria und den 12 Aposteln sind überaus qualitätvoll und gelten als bedeutendes Werk sächsischer Plastik. Auch die Farbigkeit der Spätromanik blieb bei ihnen bewahrt.

Die DSD hat die Liebfrauenkirche erstmals 1993 mit rund 750.000 Euro gefördert. Seit 2004 unterstützt sie regelmäßig Restaurierungsarbeiten dank zweckgebundener Spenden, der Lotterie GlücksSpirale und der treuhänderischen W.-A.-H.-Meyer-Stiftung und der treuhänderischen Curt Richter-Gedächtnis-Stiftung in der DSD.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat über 240 Stiftungen treuhänderisch unter ihr Dach aufgenommen. Die auf Dauer angelegte Unterstützung der Treuhandstiftungen hat sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Förderinstrument entwickelt, das nicht mehr aus der deutschen Denkmallandschaft wegzudenken ist.

Pressemeldung vom 24. April 2019
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1
53113 Bonn
www.denkmalschutz.de




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