Münster als Gastgeber der Eröffnung des Tags des offenen Denkmals®

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags, Foto: Michael C. Moeller (DSD)

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags, Foto: Michael C. Moeller (DSD)

Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, und Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags * Foto: Michael C. Moeller

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Stadt Münster machen Denkmalschutz erlebbar

Leipzig hat den Staffelstab an Münster weitergegeben: Hier findet am 10. September 2023 die bundesweite Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals statt. Nach Münsters erfolgreicher Bewerbung um die Eröffnung des Aktionstages bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit Sitz in Bonn kamen am Freitag, den 9. Dezember 2022 Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Münster und der Stiftung im Krameramtshaus zum Pressegespräch zusammen.

Oberbürgermeister Markus Lewe und Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der den Tag des offenen Denkmals koordinierenden Stiftung, gaben einen Vorgeschmack auf den Tag des offenen Denkmals im 375. Jubiläumsjahr des Westfälischen Friedens. Sie stellten die Gründe für die Bewerbung sowie die Wahl Münsters zur Eröffnungsstadt vor. „Münster ist ein wichtiger Standort für Europa, eine Stadt, die ein Sinnbild für Zusammenhalt und Friedensstiftung ist. Auch der Tag des offenen Denkmals stellt einen wichtigen Impuls für den europäischen Kulturgedanken dar, der uns alle verbindet“, erklärte Dr. Steffen Skudelny.

Mit der Eröffnungsveranstaltung wird Münster Zentrum der größten Kulturveranstaltung Deutschlands. Der Aktionstag wird die facettenreichen Beiträge der Denkmale zur Erinnerungskultur in den Blick rücken. Das Motto des Tages ist dazu passend gewählt: „Talent Monument“. In Münster stehen dafür der gelebte Friede von Münster und Osnabrück und eine Stadt des Wiederaufbaus mit besonderem Flair - gelungen aufgrund bürgerschaftlichen Engagements.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bringt die hochkarätig besetzte Eröffnungsveranstaltung nach Münster, die städtische Denkmalbehörde im Stadtplanungsamt füllt sie gemeinsam mit Münster Marketing mit Leben: Bauliche und historische Zeugnisse, die für die Beendigung eines verheerenden Krieges durch diplomatische Verhandlungen stehen, rücken in den Mittelpunkt – schließlich ist Münsters Rathaus mit seinem Friedenssaal seit 2015 ausgezeichnet mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel. Es trägt die historische Bedeutung der Friedens-Rathäuser in Münster und Osnabrück in die heutige Zeit und hält sie auch für die Zukunft lebendig.

Aber auch als Stadt, in der Erinnerungskultur trotz oder sogar wegen der fast kompletten Zerstörung im zweiten Weltkrieg eine bedeutende Rolle spielt, hat Münster die Deutsche Stiftung Denkmalschutz überzeugt. Deswegen wird Münsters „gute Stube“ – der Prinzipalmarkt zwischen Rathaus und Lambertikirche mit seinen in den Nachkriegsjahrzehnten wiedererstandenen Gebäuden – zum Veranstaltungsort der feierlichen Eröffnung und für den traditionellen Markt der Möglichkeiten. Der Prinzipalmarkt ist Symbol für Frieden und die baukulturelle Leistung des Wiederaufbaus. Hier wird es ein Programm für viele Sinne geben – zum Sehen, Hören und Ertasten. Mit Unterstützung zahlreicher Fachleute können Gäste Baugeschichte vor Ort erleben.

„Die aktive und lebendige Auseinandersetzung mit unserer gemeinsamen europäischen Geschichte und Kultur ist wichtiger denn je. Als Träger des europäischen Kulturerbe-Siegels will Münster die Besucherinnen und Besucher als Gastgeber für die bundesweite Eröffnungsfeier zum Tag des offenen Denkmals dazu einladen, der Frage nachzugehen, wie wir aus unserer gemeinsamen Vergangenheit Kraft für eine gemeinsame Zukunft schöpfen können“, so Oberbürgermeister Markus Lewe. „Dass wir die Eröffnung im 375. Jubiläumsjahr des Westfälischen Friedens nach Münster holen konnten, freut uns dabei besonders.“ Beispielhaft für das lebendige Weiterwirken der Geschichte in Gegenwart und Zukunft ist auch das Krameramtshaus selbst: Es war Versammlungshaus und Lagerort der Kramergilde, einzigartiges Zeugnis der Renaissancebaukultur, Ort der Verhandlungen um den Westfälischen Frieden, als es die niederländische Delegation beherbergte, in Zeiten des Wiederaufbaus Notkirche der Lambertikirchengemeinde und bis 1993 auch Standort der Stadtbücherei. Heute ist das Gebäude aus dem späten 16. Jahrhundert bekannt als Haus der Niederlande der Universität Münster und damit Symbol für die historisch gewachsene und auch in der Gegenwart sehr aktive Verbindung zu den westlichen Nachbarn.

Am Tag des offenen Denkmals soll das Krameramtshaus eine Schaubaustelle werden. An den sogenannten Schaubaustellen führt die DSD aktuelle Fördermaßnahmen vor, lassen sich Restauratoren und Handwerkern live bei ihrer denkmalpflegerischen Arbeit über die Schulter blicken. Geöffnet sind zum Tag des offenen Denkmals natürlich auch zahlreiche weitere Denkmale, die sonst nicht zugänglich sind. Schon jetzt laden die Stadt Münster und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz alle Denkmaleigentümer, Initiativen und ehren- sowie hauptamtlich Engagierte dazu ein, sich mit ihrem Denkmal einzubringen. Interessierte, die ihr Denkmal am Aktionstag öffnen oder sich anderweitig engagieren wollen, können sich schon jetzt melden – und zwar unter der E-Mail-Adresse tag-des-offenen-denkmals@stadt-muenster.de.

Seit 1998 wird der Tag des offenen Denkmals am zweiten Sonntag im September bundesweit in wechselnden Städten feierlich eröffnet. Eine hochkarätig besetzte Open-Air-Veranstaltung ist dabei nur eines der vielen Highlights, die die jeweilige Eröffnungsstadt erwartet. Dazu gehören zahlreiche geöffnete Denkmale, die sonst nicht zugänglich sind. Der Gewölbekeller im Krameramtshaus gehört dazu. Das Haus bietet sich auch als Schaubaustelle am Tag des offenen Denkmals an, an dem sich Restauratoren und Handwerker bei ihrer denkmalpflegerischen Arbeit über die Schulter schauen lassen. Ein erster Eindruck von den zu erwartenden spannenden Überraschungen des sich mit dem heutigen Tag ankündigenden Großereignisses ließ sich bereits an diesem Freitag hier erahnen.

Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die DSD ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich, legt das jährliche Motto fest und stellt ein umfassendes Online-Programm sowie zahlreiche kostenlose Werbemedien zur Verfügung. Sie unterstützt die Veranstalter mit bundesweiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie einem breiten Serviceangebot. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days. Mit diesem Tag schafft die private Denkmalschutzstiftung große Aufmerksamkeit für die Denkmalpflege in Deutschland. Vor Ort gestaltet wird der Tag von unzähligen Veranstaltern – von Denkmaleigentümern, Vereinen und Initiativen bis hin zu hauptamtlichen Denkmalpflegern –, ohne die die Durchführung des Tags des offenen Denkmals nicht möglich wäre. Der Tag des offenen Denkmals ist eine geschützte Marke der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Pressekontakt für Rückfragen:
Team Tag des offenen Denkmals,
Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Schlegelstraße 1, 53113 Bonn,
Tel.: 0228 9091-443,
www.tag-des-offenen-denkmals.de,
www.facebook.de/tagdesoffenendenkmals,
www.instagram.com/tagdesoffenendenkmals

Pressemeldung vom 9. Dezember 2022

Kontakt
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1, 53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle
Tel. 0228 9091 - 402
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