Studium fertig – was nun?

Wie gelingt der Start ins Berufsleben von Restauratoren?

Das Ende des Studiums ist für viele erst der Anfang: Neue Situationen kommen hinzu und es stehen eine Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten zur Verfügung, die einen überfordern können. Doch der Übergang vom Studium muss nicht immer herausfordernd sein. Damit dir dieser Weg etwas leichter fällt, haben wir für dich einige hilfreiche Informationen gesammelt, mit welchen du erfolgreich in deine Zukunft starten kannst.

  1. Eine Auszeit
  2. Weiterbildung und Fortbildung
  3. Der Berufseinstieg

1. Eine Auszeit

Ein Studium ist oftmals verbunden mit jahrelangem Lernen, einer hohen Eigenmotivation, viel Durchhaltevermögen und wenig Freizeit. Ist der Studienabschluss erst einmal geschafft wünschen sich viele eine Auszeit, um Energie sammeln zu können und sich über ihren weiteren Berufsweg klar zu werden. Vielleicht wäre auch für dich eine kleine Auszeit verbunden mit einem Auslandsaufenthalt genau das richtige, um herauszufinden wo du aktuell stehst und wo du hin möchtest? Eine tolle Möglichkeit ergibt sich beispielweise durch Work-and-Travel. Hierbei kannst du für ein paar Wochen oder auch Monate die Welt entdecken, neue Kulturen kennenlernen und gleichzeitig durch verschiedene Tätigkeiten deinen Lebensunterhalt absichern.

Du willst noch mehr? Dann wäre ein Gap Year sicher eine tolle Option für dich. Dieses bietet dir die Möglichkeit aufbauend zu deinem Studium viel Berufserfahrung im Ausland oder auch Inland zu sammeln. Darüber hinaus kann die Auszeit auch genutzt werden, um Fachpraktika im Bereich Restaurierung und Konservierung zu absolvieren, die es dir ermöglichen mehr über den Arbeitsalltag von Restauratoren zu erfahren und potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen. Dadurch kannst du zugleich dein im Studium erlerntes Wissen mit der beruflichen Praxis verbinden.

Hier im Romoe Restauratoren Netzwerk findest du spannende Fachpraktika im Bereich Restaurierung und Konservierung.



Auszeit nehmen - Die Welt entdecken - Work-and-Travel




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Du suchst einen Überblick zu Fachhochschulen, Studium, Aus- und Weiterbildung im Bereich Restaurierung, Kunst und Denkmalpflege?

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2. Weiterbildung und Fortbildung

Eine Auszeit ist nichts für dich und du möchtest gleich voll durchstarten und direkt im Anschluss an dein Studium einen Master abschließen, um dein erlerntes Wissen weiter auszubauen und zu vertiefen? Auch hier ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise kannst du einen Master in:

  • Konservierung und Restaurierung mit Schwerpunkt
    • Kunst und Kulturgut
    • Neuer Medien und digitaler Information
    • Gemälden und gefassten Skulpturen
    • Kunstwerke auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut oder in
  • Konservierungs- und Restaurierungswissenschaft absolvieren.

Folgende Hochschulen geben dir einen Einblick in das Masterstudium im Bereich Konservierung und Restaurierung:

Gerade wenn du deine Karriere schnell vorantreiben oder sogar promovieren möchtest ist ein Masterabschluss unabdingbar. Möchtest du gleichzeitig erste Berufserfahrungen sammeln könntest du auch einen berufsbegleitenden Master oder ein Master im Fernstudium in Erwägung ziehen.

Bevorzugst du es lieber innerhalb kurzer Zeit mehr Wissen zu erlangen, so können auch verschiedene Fortbildungen wahrgenommen werden. Ist dir dabei besonders eine örtliche Unabhängigkeit wichtig, lohnt sich ein Blick in die Online-Kurse des Hornemann Instituts. Im Fokus steht hierbei neben der Förderung des globalen Austauschs des Kulturerbeerhalts auch die Fortbildung von Restauratoren.

3. Der Berufseinstieg

Mit dem direkten Einstieg in die Berufswelt stehen dir als Restauratorin und Restaurator zugleich vielfältige und spannende Berufsaussichten zur Verfügung. Dies zeigt sich bereits an der Vielzahl an potenziellen Arbeitgebern, bei welchen du deine Tätigkeit ausüben kannst. Dein Wissen und deine Fachkenntnisse kannst du beispielsweise in:

  • Museen, Bibliotheken und Archiven
  • Denkmalschutzeinrichtungen und Ämter für Denkmalpflege
  • Einzelhandel mit Antiquitäten oder Kunstgegenständen
  • Forschungseinrichtungen
  • Restaurierungswerkstätten oder in
  • Ausbildungsinstitutionen einbringen.

Als Restauratorin und Restaurator hast du jedoch auch neben dem Bereich der Materialarbeit die Möglichkeit Ausstellungen zu betreuen, Kurierbegleitungen bei Objektverleihungen durchzuführen oder auch Konzepte am Computer zu erstellen. Üblicherweise arbeiten Restauratoren in Zusammenarbeit mit Kunsthistorikern, Denkmalpflegern, Archivaren und Naturwissenschaftlern.





Restauratoren in Zusammenarbeit

Traineeprogramme für Restauratoren

Für den Berufseinstieg bieten sich insbesondere Traineeprogramme an, welche dich darin unterstützen dein Wissen noch weiter zu vertiefen und eine umfassende Ausbildung innerhalb eines Unternehmens zu erhalten. Ein solches Traineeprogramm umfasst eine Dauer von 12 bis 24 Monaten und erhöht deine Chance auf einen leichteren Einstieg in das Berufsleben und in eine Festanstellung, da viele Unternehmen bevorzugt Absolventen von Traineeprogrammen einstellen.

Bevor du dich jedoch für ein Traineeprogramm entscheidest solltest du genau überprüfen, ob dieses eine hohe Ausbildungsqualität aufweist. Eine solche erkennst du daran, dass eine ausreichende Förderung und Fortbildung sichergestellt wird und du für deine Tätigkeit eine Vergütung erhältst. Weiterhin kannst du von vielen Vorteilen profitieren: Du kannst nicht nur dein eigenes Netzwerk mit Gleichgesinnten aufbauen und dein theoretisches Wissen aus dem Studium in die Praxis umsetzen, sondern dich weiterentwickeln und erhältst auch die Möglichkeit im Anschluss an das Traineeprogramm in eine Festanstellung übernommen zu werden.

Direkteinstieg in die Festanstellung

Natürlich kannst du nach deinem Studium auch ohne Traineeprogramm den direkten Einstieg in die Berufswelt und in eine Festanstellung finden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Du bist bereits vollständig im Unternehmen integriert und kannst dich aktiv an der Entwicklung des Unternehmens beteiligen. Dadurch kannst du nicht nur viel Verantwortung übernehmen und wertvolle Berufserfahrung sammeln, sondern erhältst auch bereits zu Beginn eine volle Vergütung.

Wo ist eine Festanstellung möglich?
Ein paar Beispiele:

  • Museen
  • Bestandserhaltung in Archiven und Depots
  • Forschung und Wissenschaft
  • Öffentlicher Dienst nach Tarif (TVöD)
  • Öffentlicher Dienst für den Bereich Verwaltung (TVöD-V)
  • Unternehmen
Aktuelle Jobs und Stellenangebote gibt es auch in unserem Stellenmarkt.





Direkteinstieg in die Festanstellung




Der Schritt in die Selbstständigkeit

Schritt in die Selbstständigkeit

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist unter Restauratoren sehr beliebt und erfreut sich großer Aufmerksamkeit. Gerade wenn du dich auf einen bestimmten Aufgabenbereich spezialisiert hast oder eine besondere Technik und Materialen verwendest kannst du dich von anderen Restauratoren abheben und dein eigenes Alleinstellungsmerkmal bilden. Doch auch ohne Spezialisierung kann der Weg in die Selbstständigkeit durchaus sinnvoll sein. Bereits parallel zum Masterstudium kannst du für Kunden tätig werden.

Für die Selbstständigkeit kannst du beispielsweise ein neues Unternehmen gründen, dich an einem bereits bestehenden Unternehmen beteiligen oder dieses sogar komplett übernehmen. Bevor du in die Existenzgründung startest empfiehlt sich insbesondere eine Rechtsberatung, um zu sehen, welche Betriebsform am besten zu dir passt. Dies kann beispielsweise eine Einzelunternehmung, eine Arbeitsgemeinschaft oder insbesondere für größere Betriebe eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) sein. Darüber hinaus kannst du auch auf bundesweite sowie regionale Beratungsangebote zugreifen, welche dich auf deinem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen. Erste Informationen kannst du dir zum Beispiel von der für dich zuständigen Industrie- und Handelskammer einholen.

Die Freiberuflichkeit

Wichtiger Hinweis: Die Berufsbilder des „Restaurators im Handwerk“ und des „Restaurators“ als solchem sind zu differenzieren. Restauratoren führen keinen gewerblichen Betrieb, weil diese durch die akademische Ausbildung für den freien Beruf qualifiziert sind.

In den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt hat der Gesetzgeber dies klargestellt und auch die Bezeichnung "Restaurator" geschützt. Freiberufler unterliegen nicht der Pflicht zur Anmeldung beim Gewerbeamt.

Der Weg in die Selbstständigkeit kann jedoch auch mit Hürden verbunden sein. Oft reichen die finanziellen Rücklagen nicht aus, um sich sofort selbstständig zu machen. Damit du dir ein finanzielles Polster aufbauen kannst, könntest du zunächst eine Teilzeitstelle ausüben oder dir finanzielle Unterstützung einholen. Es liegen zahlreiche Fördermittel, Zuschüsse und Kreditmöglichkeiten vor, welche dich deinem Vorhaben in die Existenzgründung ein Stück näherbringen können. Dabei gibt es verschiedene Finanzierungsmodelle, die auf deine Situation zugeschnitten werden oder auch miteinander kombiniert werden können.





Die Freiberuflichkeit




Beispiel Local SEO Google Maps - Restaurator Möller

Marketing für Restauratoren

Auch die Selbstvermarktung ist wichtiger Bestandteil der Selbstständigkeit. Dabei sollte ein professioneller Außenauftritt und eine perfekte Positionierung der Arbeitsgebermarke sichergestellt werden. Besonderes Augenmerk ist insbesondere auf die Kundenakquise zu richten, denn nur durch Kunden kann der Unternehmenserfolg sichergestellt und aufrechterhalten werden.

Für Existenzgründer mit einem geringen Startkapital bieten sich vor allem auch Online-Werbemaßnahmen an, wie das Erstellen einer eigenen Website oder auch die Vermarktung des Unternehmens über verschiedene Social-Media-Kanäle.

Es zeigt sich, dass es eine Vielzahl an Möglichkeiten gibt, wie es für dich nach dem Abschluss deines Studiums weitergehen kann. Es ist nicht immer leicht aus dieser Vielzahl das Richtige auszuwählen. Doch auch wenn deine Entscheidung zunächst nicht die Richtige sein sollte, so kannst du dich immer noch für einen anderen Weg entscheiden und so deinem beruflichen Ziel näherkommen.



Restaurierung und Konservierung - Referenz




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