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Jobmöglichkeiten in Kunst und Kultur

Die Kunst- und Kulturbranche umfasst nicht nur Berufe die kreativ gestalten oder kunstschaffend sind. In der Branche gibt es viele Aufgaben und selbst freischaffende Künstler müssen sich mit Vorschriften, Regeln, Steuern und Buchhaltung beschäftigen oder diese Aufgaben outsourcen, um mit ihrer Kunst Geld verdienen zu können.

Arbeitsbereiche in Kunst und Kultur

Neben der Schaffung von Kunst und Kultur, gibt es zahlreiche Aufgaben, die nicht zu unterschätzen sind. Je nachdem in welcher Größenordnung Veranstaltungen stattfinden oder auch in welchem Wert die Kunst gehandelt wird, die sich in Ausstellungen präsentiert, sind Fragen zu Transport, Lagerung, Versicherung zu klären. Kindern und Jugendlichen soll Kunst nahegebracht werden. Hierfür braucht es neben dem Fachwissen auch eine gewisse pädagogische Eignung und die Kreativität auch komplexe Inhalte kindgerecht aufzuarbeiten und zu präsentieren.

Die beruflichen Voraussetzungen sind nicht unbedingt ausschlaggebend für eine erfolgreiche Arbeit in der Branche. Mit der richtigen Weiterbildung, die teilweise sogar staatlich gefördert werden kann, haben auch Quereinsteiger gute Chancen, sich Künstleragenturen, eine Galerie oder ähnliches aufzubauen oder mit Vereinsarbeit ein Stück Heimatkultur und Kunstgeschichte zu erhalten und zu vermitteln.

So tragisch die Pandemie für Kulturschaffende auch war. Viele nutzten die Zeit und haben sich ihrer Weiterbildung gewidmet.

Management und Organisation

Wer im Kulturmanagement tätig ist, plant Konzertreihen, Lesungen, Ausstellungen oder andere kulturelle Highlights. Im weitesten Sinne gehören hier auch Volksfeste und Heimatmuseen zu den Arbeitsschwerpunkten der Kulturmanager.

Qualifiziert für die Aufgaben sind Personen, die ein gewisses Organisationstalent mitbringen, ggf. kaufmännische Kenntnisse haben, damit die Kosten im Blick bleiben und Kalkulationen aufgehen. Eine Affinität zum Umgang mit EDV, Internet und sozialen Netzwerken und Kenntnisse im Marketing sind ebenfalls gefragt. All dies wären auch Themen für Fortbildungen die besucht werden können.

Künstlern wird nachgesagt, dass sie charakterlich nicht immer pflegeleicht sind. Der Umgang mit Menschen sollte daher professionell sein. Hier würden Kommunikationstrainings, Seminare zu Themen wie Konfliktmanagement und Krisenbewältigung helfen.

Für den Organisator ist es unerlässlich, dass er sich mit Kunst- und Kulturgattungen auskennt. Der Besuch von Vorträgen oder Fortbildungen in dem Bereich ist daher auch sehr zu empfehlen.

Kultur und Pädagogik

Kulturpädagogik ist ein Studiengang, doch auch interessierte aus anderen Bereichen können im kulturpädagogischen Einsatzfeld tätig werden. So betreuen Sozialpädagogen ggf. Kunstprojekte, um Jugendliche für etwas zu begeistern oder sie künstlerisch in schwierigen Situationen in der Bewältigung zu unterstützen.

Stadtführungen oder die Erklärung der Exponate in Museen für Schüler sorgen für viel Abwechslung in der Arbeit. Workshops, begleitete Wanderungen oder Stadtführungen können den Arbeitsalltag ebenso mitgestalten, wie Pressearbeit oder die Bearbeitung von Anträgen für Fördergelder etc.

Rechtliche Themen

Kunst und Kultur sind mit vielen juristischen Themen behaftet. Sich hier auszukennen ist gar nicht so einfach, zumal sich Vorschriften und Gesetze auch gelegentlich ändern oder nach Grundsatzurteilen neu bewertet werden müssen. Von der Haftung für Kunstwerke oder Sicherheit von Personen bis hin zum Urheberrecht sollten Mitarbeiter in der Branche die Vorschriften kennen.

Allein die vielen unterschiedlichen Versicherungen zu überblicken erfordert Knowhow, dass sich in Fortbildungen angeeignet werden muss.

Die Kunst an sich

Künstler befassen sich mit sehr unterschiedlichen Themen. Sänger, Schauspieler oder Comedians suchen eher nach Seminaren zur Präsentation, Stimmbildung oder Persönlichkeitsentwicklung. Maler oder Bildhauer hingegen, buchen Kurse zur Verbesserung des Kunstverständnisses und der Technik oder auch für die Bedienung von bestimmten Werkzeugen, für die fachliche Unterweisungen sogar vorgeschrieben sind. Um ein Beispiel zu nennen: Die Schaffung von Skulpturen aus Baumstämmen mithilfe einer Motorsäge sind sehr beliebt geworden. Der Umgang mit der Säge soll jedoch nur nach einer Unterweisung erfolgen.

Autoren interessieren sich für Schreibseminare oder Workshops in denen sie ihre Texte verbessern können oder auch professionelles Feedback dazu bekommen. Es gibt eine Vielzahl an Autorensoftwares. Ggf. sind auch Seminare nachgefragt, zum Umgang mit den Programmen. Denn die Tools, die in Schreibprogrammen enthalten sind, sind sehr umfangreich. Um sie effektiv nutzen zu können, bedarf es ggf. Erklärungen.

Der Erhalt von Kunst oder historischen Bauten wird durch Restauratoren vorgenommen. Diese wiederum werden je nach Projekt von Helfern unterstützt.

Projekte und Wettbewerbe

Mit dem Geprüften Fachwirt für Büro- und Projektorganisation (IHK) gibt es eine Aufstiegsqualifizierung, die Bildung, Kunst, Kultur und Wirtschaftlichkeit zusammenbringt. Diese Weiterbildung kann beispielsweise gefördert werden und richtet sich an Interessenten, die in ihrer Region Projekte auf den Weg bringen möchten, die Kunstgeschichte oder Kunstobjekte in die Öffentlichkeit bringt.

Kunstprojekte können das gesellschaftliche Leben in einer Region bereichern und sogar den Tourismus ankurbeln. Inzwischen werden immer mehr gesellschaftskritische Themen für solche Projekte herangezogen. Das Häkeln von Korallen gegen das Korallensterben und den Klimawandel machte kürzlich von sich reden und die künstlerische Aufarbeitung von Abfällen ist seit Jahren schon im Trend.

Die Organisation von Kunstwettbewerben zur Akquise junger Künstler oder auch Preisausschreibungen für gestandene Künstler sind ebenfalls weit verbreitet. Die Durchführung und Auswertung erfordert ein breites Kompetenzprofil.

Kunst, Handwerk und Hobby

Kunst und Handwerk spielen schon immer zusammen. Historisch gesehen galten Glasmaler, die die kunstvollen Kirchenfenster gestalteten ebenso als Künstler wie Kannenmacher (Töpfer) die neben dem Gebrauchsgeschirr bald anfingen dekorative Objekte herzustellen.

Mit der Entwicklung des Drucks konnten Kunstwerke oder Schriften leichter vervielfältigt werden und inzwischen ist es sogar möglich, sein eigenes Buch als Einzelexemplar drucken zu lassen.

Berufe des Kunsthandwerks sterben teilweise aus, doch das Kunsthandwerk an sich ist als Hobby beliebt. So bieten Goldschmiede ihre Kurse an oder in heimischen Gärten stehen Brennöfen für Töpfer.

Bühnenbild und Requisitenbau für Film und Bühne erfordern oft ebenso künstlerisches Können wie die Erschaffung eines Gemäldes oder einer Installation. Doch finden sie selten die Anerkennung wie ein Kunstwerk, das ausgestellt wird.

Galt Fotografie vor einigen Jahren noch als hohe Kunst, betätigen sich immer mehr Privatpersonen als Fotografen, die es zu erstaunlich guten Ergebnissen bringen. Professionelle Ausrüstung ist zwar nach wie vor teuer, doch die Spiegelreflexkamera begleitet viele Naturfreunde oder Touristen auf ihren Ausflügen und Wanderungen.

Fazit: Die Arbeit in der Kulturbranche ist sehr facettenreich. Um hier mitarbeiten zu können, ist es nicht erforderlich künstlerisch begabt zu sein. Denn letztendlich leben vor allem bekannte Künstler in erster Linie davon, ein gutes Marketing und Management zu haben. Gerade die Kulturarbeit im Kleinen wird über Vereine oder private Kunstliebhaber geleistet. Oft gehen kunstinteressierte Quereinsteiger den Weg, sich mit Weiterbildungen für die Arbeit in der Kulturbranche fit zu machen. Teilweise erfüllen sie sich damit einen Lebenstraum, teilweise unterstützen sie aber auch Künstler, die einen Förderer brauchen, der die Aufgaben rund um Management, Marketing und Verwaltung übernimmt.

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