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Göttingen, Mathematische Fadenmodelle

Mathematische Fadenmodelle dienen seit Ende des 19. Jh. dem Visualisieren von komplexen geometrischen Körpern. Anfangs für Universitäten zu Studienzwecken hergestellt, besitzen sie heute neben ihrer wissenschaftlichen Bedeutung einen historischen Wert.

M.A. Kerstin Heitmann
 
 



Restauratorische Maßnahme

Die durchgeführte Maßnahme dient dem Erhalt, der Funktion und der Lesbarkeit der Mathematischen Fadenmodelle. Dabei sind die Ausrichtung und die Vollständigkeit der Fäden elementarer Bestandteil der geometrischen Körpermodelle. Aus diesem Grund werden alle gelösten Fäden in Ihre Ursprungsposition zurückgeführt. Lückenhafte Bereiche, in denen kein originaler Faden erhalten ist, werden mit feinem Haspelseidenfaden geschlossen. Der Seidenfaden dient der optischen Rekonstruktion und unterscheidet sich deutlich vom Original.
Entlang aller Rissstellen wurden Fadenbrücken aus eingefärbter Haspelseide gespannt, welche die herabhängenden Fäden stützen und in Position halten. Die Fixierung erfolgte mittels punktueller Klebungen der gerissenen Bereiche entlang der Fadenbrücke. Dabei konnte die Fadenspannung nicht mehr voll aufgebaut werden, da jede mechanische Belastung mit neuen Faserbrüchen verbunden gewesen wäre.
Die Verklebung verbleibt flexibel und erscheint etwas dunkler als die umgebenden Seidenfäden (siehe Fotodokumentation).


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Abbildung 1



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