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Allgemein

Als Schinkels frühestes Hauptwerk gilt inzwischen gemeinhin das ehemalige Molkenhaus in Bärwinkel, etwa 10 km nördlich von Neuhardenberg, im Landkreis Märkisch Oderland.

Das um 1800 dem Gut Neuhardenberg zugehörige Vorwerk1 umfasste neben diesem in Architektur und Funktion herausragenden Bau, weitere umliegende Nutzbauten. Ställe und Scheunen waren in einem kleinteiligen, nach dem Vorbild englischer Landschaftsgartengestaltung kultivierten Areal eingebunden. Die Idee von der „ornamented farm“ wurde hier in der zweifachen Zweckbestimmung des Vorwerkes als Milchvieh- und Agrar- Produktionsstätte aber auch als zweckfreie, schmückende, sich selbst gefälliges Ensemble, welches der Erholung in der Funktion eines Ausflugszieles für die herrschaftlichen Kreise aus „Quilitz“ (dem heutigen Neuhardenberg) diente, Realität.



Das 1803 fertiggestellte Molkenhaus wurde von Schinkel im Bautypus einer dreischiffigen Basilika entworfen, mit erhöhtem Mittelschiff/ Langhaus, zwei seitlichen Schiffen und einem östlichen Querhaus. Rundbogige Fenster- und Türöffnungen, sowie runde Okuli- Fenster belichten und erschließen den Bau.

In seiner Architektursprache und nach seiner Entstehungszeit wird dieser vermeintlich unscheinbare Zweckbau kunsthistorisch mittlerweile als Initialzündung für das Bauen in neo- romanischer Manier in Deutschland angesehen.

Erdgeschoß und Obergeschoß des Mittelschiffes werden in verschieden große Räume untergliedert, die der derzeitigen Doppelnutzung geschuldet sind, aber teils auch bauzeitlichen Raumgrenzen entsprechen.

Das südliche Seitenschiff ist ein einziger Raum, welcher mit einer aus einzelnen Segmentbögen bestehenden Decke überwölbt ist.

Im Bereich des nördlichen Langhauses erfuhr der Bau nach wie vor sichtbare Umbauten im Außen- und Innenbereich. Der schon zur Bauzeit für Wohnzwecke geplante und genutzte Bereich ist heute zweigeschossig.

Nach Westen ist der Bau um einige Meter verlängert worden.

1 Der Begriff Vorwerk bezeichnet eine Alternative zur direkten, ortsnahen Gutserweiterung nämlich dem eigentlichen Gut entfernt liegende, „vorgelagerte“ Agraranlage


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