Kunstraub im Historischen Grünen Gewölbe in Dresden

Der spektakuläre Kunstraub im Historischen Grünen Gewölbe in Dresden: Am 25. November 2019 entwendeten Kriminelle mehrere Kunstwerke und Juwelen aus dem sogenannten Grünen Gewölbe.

 

Dieses befindet sich im Residenzschloss Dresden und beinhaltet eine historische Museumssammlung der Schätze der Wettiner Fürsten. Der Fall sorgte für großes Aufsehen und noch immer konnte die Polizei nicht alle Verdächtigen festnehmen. Von den gestohlenen Kunstwerken und Juwelen fehlt jegliche Spur.

Was geschah?

Es war am frühen Montagmorgen des 25. Novembers, als sich der Diebstahl ereignete. Einer der Täter setzte einen Stromkasten in Brand, der sich in den Katakomben unter der Augustusbrücke befand. Dies verursachte einen Stromausfall auf dem Theaterplatz, der nun nicht mehr ausreichend beleuchtet wurde. Die Täter durchtrennten die Streben eines Fenstergitters zum Grünen Gewölbe und stiegen durch das Fenster hinein. Zwar bestand dieses aus Sicherheitsglas, das hielt sie jedoch nicht ab. Von dort liefen sie zum Juwelenzimmer. Die Überwachungskamera zeigt, wie sie eine der Vitrinen mit einer Axt zerschlugen. Daraus entwendeten sie einen Teil ihrer Beute. Zuletzt entleerten sie einen Feuerlöscher über weiteren Kunstobjekten und verschwanden.

Bisheriger Stadt der Ermittlungen

Zunächst gingen Ermittler davon aus, dass vier Wachschutzbedienstete in den Diebstahl involviert seien. Einer sollte den Tätern Unterlagen zum Grünen Gewölbe verschafft haben. Doch nachdem es keine Beweise hierfür gab, kam der festgenommene Wachmann frei. Im März 2020 veröffentliche die Polizei das erste Phantombild eines Verdächtigen. Insgesamt gehen die Ermittler von sieben Tätern aus, die den direkten Einbruch durchführten. Bei einem Mann auf einem Fahndungsfoto sollte es sich um denjenigen handeln, der den Fluchtwagen vorher in Magdeburg abholte. Im September 2020 stellten die Beamten bei Durchsuchungen in einem Internetcafé im Berliner Stadtteil Neukölln sowie einer Privatwohnung mehrere Beweise sicher. Diese führten dazu, dass die Polizei am 17. November 2020 drei Tatverdächtige festnahm, die Mitglieder des Remmo-Clans sein sollen. Auf Aufnahmen, die Ermittler und Staatsanwaltschaft am 11. März 2021 veröffentlichten, seien nun weitere mutmaßliche Helfer zu sehen.

Was wurde entwendet?

Der Wert der entwendeten Objekte lässt sich insgesamt nicht genau beziffern. Das liegt daran, dass solche Schmuckstücke im Kunsthandel kaum zu finden sind. Da es sich um einzigartige Juwelen und Kunst handelt, nimmt dies vor allem Einfluss auf die Höhe des ideellen Schadens. Die Besonderheit besteht hier vor allem darin, dass die Garnituren August des Starken vollständig erhalten blieben. Das verleiht dem gesamten Schatz einen hohen kulturhistorischen Wert. Bei den gestohlenen Objekten handelt es sich um Teile der Diamantrosengarnitur, der Brillantgarnitur und des Schmucks der Königinnen. Darunter sind verschiedene Schmuckstücke wie Schuhschnallen, Knöpfe oder Hutschmuck. Außerdem entwendeten die Diebe einen Degen sowie ein Collier und eine Brustschleife von Königin Amalie Auguste.

Folgen des Kunstraubs für die Staaten Kunstsammlungen Dresden

Nicht nur dem Diebstahl fielen Juwelen und Kunst zum Opfer. Darüber hinaus verteilten die Täter Löschpulver über die verbliebenen Objekte. Diese zu reinigen scheint zwar vollständig möglich, wird allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen. Des Weiteren bleibt das Historische Grüne Gewölbe zunächst für Besucher geschlossen. Ein Termin zur Wiedereröffnung steht noch nicht fest. Und einen weiteren Umstand legte dieser spektakuläre Kunstraub dieses Schatzes offen: Die Objekte waren nicht durch eine Kunstversicherung abgesichert. Dementsprechend hat das Museum keine finanzielle Entschädigung zu erwarten. Solche Versicherungen schließen hauptsächlich private Sammler ab. Bei Museen in öffentlicher Hand verhält es sich allerdings anders. Zwar würden ihnen ebenfalls Versicherungen angeboten, doch nur Institutionen in Bayern schließen diese ab. Bei allen anderen gilt die Staatshaftung, wo entweder Bund, Land oder Kommune eintreten. Einen Raub in diesem Wert hatte hierbei niemand einberechnet.

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