denkmal - Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung

denkmal - Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung

denkmal: Treffpunkt der nationalen und internationalen Fachwelt

Der Erhalt des kulturellen Erbes ist eine Aufgabe, der sich Menschen und Unternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen widmen – von spezialisierten Herstellern über Handwerker und Restauratoren bis hin zu ehrenamtlichen Akteuren und politischen Stakeholdern.

 
Die denkmal 2022 steht unter besonderen Vorzeichen. Denn die gesamte Branche blickt in freudiger Erwartung auf die diesjährige Auflage der europäischen Leitmesse, nachdem die Veranstaltung 2020 pandemiebedingt nicht stattfinden konnte.

Die Aufbruchstimmung und der Tatendrang sind überall spürbar: Bereits jetzt verzeichnet die Ausstellung einen sehr guten Anmeldestand und im Fachprogramm zeichnen sich erste Schwerpunktthemen und Highlights ab.

„Bei all unseren nationalen und internationalen Partnern und Ausstellern herrscht eine große Vorfreude auf die denkmal 2022. Denn es gibt viel nachzuholen – von wichtigen Geschäftsanbahnungen über den persönlichen Austausch untereinander bis hin zu intensiven Fachdiskussionen. Als europaweit bedeutendste Plattform rund um den Erhalt des Kulturerbes ist und bleibt die denkmal unverzichtbar“, erklärt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

Ausstellung: Die Kompetenz der Denkmalpflege und Restaurierung in all ihren Facetten

Die denkmal wird in diesem Jahr erneut die gesamte Bandbreite der Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung abdecken. Hersteller zeigen besondere Materialien und Werkzeuge, spezialisierte Handwerksbetriebe und Restauratoren informieren über ihre Dienstleistungen und angesehene Institutionen stellen ihre Projekte vor. Hinzu kommen die „Lebenden Werkstätten“, in denen traditionelle Handwerkskünste spür- und erlebbar werden. Auch die Fachmesse Lehmbau wird wieder im Rahmen der denkmal stattfinden. Interessierte Unternehmen und Institutionen profitieren noch bis zum 2. Mai 2022 von den günstigen Frühbucherkonditionen bei der denkmal.

Bereits jetzt haben sich viele namhafte Aussteller angemeldet, darunter all-color F. Windisch, Attenberger Bodenziegel, Beeck‘sche Farbwerke, Conluto, Glasatelier Weber, HAGA Naturbaustoffe, Hiss Reet, KRAMP & KRAMP, Kreidezeit Naturfarben, Kremer Pigmente, Paul Lorenz, PaX, RECKLI, SCHÜCO, Sievert (TUBAG), Uretek, Xella und Zahna Fliesen. Ebenfalls vertreten sind die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Bundesverband deutscher Steinmetze und, der Verband der Restauratoren im Handwerk und die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger. Seine Premiere feiert der „Spezialistenpark“, in dem seltene Handwerksberufe im Rampenlicht stehen.

Weiterbildung im großen Stil: Das denkmal-Fachprogramm

Das Fachprogramm der denkmal gilt zu Recht als umfangreichste Weiterbildungsveranstaltung der gesamten Branche. Besucher dürfen sich auch in diesem Jahr auf über 200 Fachvorträge, Workshops, Seminare, Symposien, Konferenzen und Diskussionsrunden freuen. Die Herzstücke des Fachprogramms sind das denkmal Forum und das neue Kulturerbe Forum, doch auch im Congress Center Leipzig (CCL) und an den verschiedenen Messeständen finden zahlreiche Veranstaltungen statt.

Ein Schwerpunktthema wird in diesem Jahr der Klimawandel und davon ausgehende Bedrohungen für Baudenkmale sein. In seinem täglichen Veranstaltungsblock im Kulturerbe Forum wird das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) verschiedene Aspekte vertiefen und das Fraunhofer IRB plant bereits eine Veranstaltung mit dem Titel „Kulturerbe in Gefahr – Auswirkungen des Klimawandels, Chancen der Digitalisierung“. Außerdem findet erstmals die internationale Generalversammlung der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA) im Rahmen der denkmal statt.

Messeakademie und Preisverleihungen: Ehrungen für besondere Leistungen

Die 12. Auflage des bundesweiten studentischen Architekturwettbewerbs Messeakademie wird in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) realisiert. Unter dem Motto „Entwerfen im historischen Umfeld. Altbau. Umbau. Neubau“ stehen Nutzungskonzepte für vier erhaltenswerte historische Objekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg im Fokus. Die zehn besten Entwürfe werden auf der denkmal ausgestellt und im Rahmen des Messeakademie-Fachkolloquiums am zweiten Messetag erfolgt die Prämierung der drei Preisträger.

Zahlreiche weitere Preisverleihungen, die Verdienste in der Denkmalpflege und Restaurierung würdigen, erwarten die Besucher. Dazu zählen etwa die begehrte denkmal-Goldmedaille, der Bernhard-Remmers-Preis für herausragende Leistungen in der handwerklichen Baudenkmalpflege und der Peter Parler-Preis für hochwertige Steinmetzkunst selbständiger Steinmetzmeister und Steinbildhauer.

denkmal und MUTEC: Einzigartiger Messeverbund für den Erhalt des Kulturerbes

Zum sechsten Mal findet parallel zur denkmal die MUTEC statt. Die internationale Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik widmet sich den vielfältigen Anforderungen an Museen, Archive und Bibliotheken. In der Ausstellung präsentieren nationale und internationale Unternehmen ein spartenübergreifendes Angebot aus den Bereichen Museumstechnik, Ausstellungsgestaltung, Besucherservice, mediale Präsentation, museale Infrastruktur sowie Archivierung und Digitalisierung. Das Fachprogramm hält spannende Themen für Kulturbetriebe bereit.

Gemeinsam bilden die denkmal und MUTEC einen europaweit einzigartigen Messeverbund, der eine Brücke zwischen den verschiedenen Branchen schlägt und den interdisziplinären Dialog rund um den Erhalt des Kulturerbes vorantreibt.
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Kulturerbe-Erhalt trifft Nachwuchsförderung


Als europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung hat sich die denkmal den Erhalt des kulturellen Erbes auf die Fahnen geschrieben. In diesem Bestreben verknüpft die Messe seit vielen Jahren das Thema Nachwuchsförderung und die Rettung historischer Bauwerke in Form der Messeakademie, eines bundesweiten studentischen Architekturwettbewerbs. In diesem Jahr findet die 12. Auflage der Messeakademie statt, die in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) realisiert wird. Unter dem Motto „Entwerfen im historischen Umfeld. Altbau.Umbau.Neubau“ stehen Nutzungskonzepte für vier erhaltenswerte historische Objekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg im Fokus.

Für die diesjährige Messeakademie haben sich zahlreiche Studierende aus ganz Deutschland angemeldet. In der vergangenen Woche fanden die Exkursionen statt, auf denen sich die über 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 18 Hochschulen vor Ort ein Bild von den vier Objekten machen konnten. Alle Bauwerke eint eine bewegte Geschichte und ein großes Potenzial, mithilfe einfallsreicher Nutzungskonzepte in neuem Glanz erstrahlen zu können.

Schloss Senftenberg (Brandenburg, Landkreis Oberspreewald-Lausitz)

Die zitadellenförmige Festung Senftenberg mit Schlossanlage aus dem 16. Jahrhundert ist fast vollständig von Erdwällen umschlossen. Im Inneren befindet sich an der Südkurtine das sogenannte Kommandantenhaus, das als Verwaltungsstandort für die Mitarbeiter der Museen des Landkreises genutzt wird. Eines davon ist in der Anlage selbst untergebracht. Die gesamte Festungsanlage ist Bestandteil der Denkmalliste des Landes Brandenburg. In Verlängerung des Kommandantenhauses soll ein Neubau entstehen, den man unter anderem für die Durchführung von Ausstellungen, Lesungen, Versammlungen und Familienfeiern nutzen will. Der Entwurf soll unter anderem die Architektur der umgebenden Bausubstanz berücksichtigen und ökologische Aspekte wie Energieeffizienz, Verminderung von Umweltbelastungen und Optimierung der gebäudebezogenen Lebenszykluskosten beachten.

Schloss Schnaditz, Bad Düben (Sachsen, Landkreis Nordsachsen)

Das Schloss Schnaditz liegt in dem kleinen ruhigen, gleichnamigen Dorf innerhalb des Landschaftsschutzgebietes“ Mittlere Mulde“. Durch die Novelle „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist ging es sogar in die Weltliteratur ein. Bis 1992 wurde es als Wohnbau, Gemeindeamt und Kindergarten genutzt. Inzwischen ist das denkmalgeschützte Anwesen stark sanierungsbedürftig. Sicherungsmaßnahmen wurden durch die Stadt Bad Düben insbesondere in den Jahren 2000 bis 2007 durchgeführt. Nun soll es als Ortsmittelpunkt eine seiner historischen und landschaftsprägenden Bedeutung gemäße Wiederherstellung erfahren. Gesucht werden Ideen, Gedanken und Entwürfe für eine im weitesten Sinne öffentliche und denkmalverträgliche Nutzung. Denkbar sind Ausstellungs- und Veranstaltungsräume für kulturelle Veranstaltungen. Auch ergänzende gesundheitsfördernde Angebote zu den vorhandenen Einrichtungen in der Kurstadt Bad Düben sind möglich. Weitere Nutzungsoptionen sind die Einrichtung öffentlicher Verwaltungen des Landes oder des Bundes bzw. die Ansiedlung von überregionalen Fachämtern.

Schachtanlage Paul II (Sachsen-Anhalt, Burgenlandkreis)

„Paul II“ in Naundorf stellt die letzte erhaltene Tagesanlage einer Braunkohlentiefbaugrube (1898-1927 in Förderung) in Sachsen-Anhalt dar und steht exemplarisch für das Mitteldeutsche Braunkohlerevier. Ihre Fördertechnik ist weitgehend erhalten. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) als Denkmaleigentümerin und der Burgenlandkreis mit der Kulturstiftung Hohenmölsen und der Dachverein „Mitteldeutsche Straße der Braunkohle“ suchen nach Möglichkeiten, dieses Kulturdenkmal der Braunkohle-Ära zu erhalten. Gefragt sind hier sowohl Ideen zur hochbaulichen Sicherung und Nachnutzung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wie auch zur Vermittlung der bergbaulichen Geschichte. Aufgrund des schlechten Zustands der Bausubstanz, der beeinträchtigten Statik der Gebäude sowie der untertägigen Grubenbaue sind kreative und innovative Ideen zur Sanierung der Gebäude zu entwickeln. Wichtigstes Ziel aller zukünftigen Maßnahmen ist, möglichst viel der vorhandenen Bausubstanz, der Erscheinungsform und der Denkmal auszeichnenden Strukturen zu erhalten und wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige Nutzungskonzepte zu entwickeln.

Marstall / Schönhaus Altenburg (Thüringen, Landkreis Altenburger Land)

Im Frühjahr 2017 hat das Lindenau-Museum Altenburg eine Neukonzeption mit dem Titel „Der Leuchtturm an der Blauen Flut – Das neue Lindenau-Museum und die Altenburger Trümpfe“ vorgelegt. Dieser Masterplan sieht die grundlegende Sanierung des historischen Gebäudes von 1876 vor und eine Erweiterung um den Herzoglichen Marstall („Neue Remise“) am anderen Ende des Schlossparks. Zusätzlich ist das ehemalige Schönhaus in den Blick geraten, heute nicht mehr als eine Ruine mit wenigen Mauerresten auf halbem Weg zwischen Lindenau-Museum und Marstall. Dem Neubau der Remise als Werkstatt und Depot könnte zukünftig ein lokaler wie überregional wirkender Stellenwert mit Identifikationspotential zukommen. Gesucht werden realisierungsfähige denkmalgerechte Konzepte für einen zukünftigen Depot- und Werkstattneubau. Bei der Ruine Schönhaus ist ebenfalls ein moderner Neubau unter Wahrung der historischen Relikte erwünscht.

Nachdem in der vergangenen Woche die Exkursionen zu den vier Objekten stattfanden, haben die Studierenden nun bis zum 31. August 2022 Zeit, ihre Entwürfe einzureichen. Die Jury, die aus namhaften Experten der Denkmalpflege und Restaurierung besteht, wählt daraus am 11. Oktober die zehn besten Arbeiten und die drei Preisträger aus. Die zehn besten Entwürfe werden auf der denkmal ausgestellt und im Rahmen des Messeakademie-Fachkolloquiums am 25. November erfolgt die Prämierung der drei Preisträger.


Merkmale

LandDeutschland
RegionEuropa
ThemenDenkmalpflege, Handwerk, Restaurierung, Altbausanierung
TypisierungFachmesse
Websitewww.denkmal-leipzig.de
Wikipediade.wikipedia.org/wiki/Denkmal_(Messe)
 
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