REM - Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

REM - Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Ausstellungsvorschau der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Die Reiss-Engelhorn-Museen (rem) haben sich in den letzten Jahren als international agierender Museumskomplex, herausragender Ausstellungsstandort und bedeutendes Forschungszentrum behauptet.

Aktuelle Ausstellungen 2019


REM - Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Alles mit der Zeit
30.5.2019 - 2.2.2020
Eine Mitmach-Ausstellung für kleine und große Zeitgeister
Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen D5


Wann ist endlich die Schule aus, wie lange dauert es noch bis zum nächsten Geburtstag und warum sind Ferien immer so schnell vorbei? Mal dehnt sich die Zeit wie ein Kaugummi, mal zerrinnt sie zwischen den Fingern. Doch was ist eigentlich Zeit? Ab dem 30. Mai 2019 widmen sich die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim dieser interessanten Frage und präsentieren in Kooperation mit dem Grazer Kindermuseum FRida & freD die spannende und abwechslungsreiche Mitmach-Ausstellung "Alles mit der Zeit". Die von der Klaus Tschira Stiftung ermöglichte Schau bietet Kindern die Gelegenheit, sich nach Lust und Laune aktiv mit dem vielseitigen Thema "Zeit" zu beschäftigen. Sie ist in zwei Bereiche gegliedert, die sich an unterschiedliche Altersstufen richten. So kommen kleine und große Zeitgeister gleichermaßen auf ihre Kosten. 

Das kleine Städtchen Jederzeit – von 4 bis 7 Jahren
Im kleinen Städtchen Jederzeit lernen Kinder von 4 bis 7 Jahre anhand von Berufen, in denen die Zeit eine wichtige Rolle spielt, das Thema spielerisch kennen. Auf sie warten viele spaßige Aufgaben: schnell sein wie die Feuerwehr, den Bäcker früh wecken, gärtnern durch die Jahreszeiten oder als Dirigent den Takt vorgeben.

Expedition Zeit – ab 8 Jahren
Kinder ab 8 Jahren begegnen den vielfältigen Zeitthemen auf einer außergewöhnlichen Entdeckungstour von den Tiefen eines Urwaldes über den Trubel einer Stadt mit Uhrmacherwerkstatt und Zeitmaschine bis in die Weiten des Weltalls. Sie erforschen Zeitgeist und Körper, springen von der Vergangenheit in die Zukunft und erkunden Urknall und Lichtgeschwindigkeit. Durch Ausprobieren und Mitmachen gelingt es, dem Geheimnis der Zeit auf die Schliche zu kommen. 
Die Schau "Alles mit der Zeit. Eine Mitmach-Ausstellung für kleine und große Zeitgeister" ist vom 30. Mai 2019 bis 2. Februar 2020 im Museum Weltkulturen der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim zu sehen. Es handelt sich um eine gemeinsam mit dem Grazer Kindermuseum FRida & freD entwickelte Ausstellung, ermöglicht durch die Klaus Tschira Stiftung. Mit dem Projekt knüpfen die Partner an die erfolgreiche Mitmach-Ausstellung "Total genial!" an, die 2017 Kinder und Familien in die aufregende Welt der Erfindungen entführt hat. 
Gaston Paris, Die unersättliche Kamera
Eine Ausstellung des Centre Pompidou, Paris und der Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim

23.3.2019 – 30.6.2019
Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
Museum Zeughaus C5
Forum Internationale Photographie


Gemeinsam heben die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (rem) und das weltberühmte Centre Pompidou ab 23. März 2019 einen Schatz der Fotografie-Geschichte. Mit "Die unersättliche Kamera" widmet sich erstmals eine Ausstellung dem facettenreichen Werk des Fotografen Gaston Paris (1905-1964). Die Schau ist Auftakt zu einer engen Kooperation zwischen den beiden Institutionen und feiert in Mannheim Premiere, bevor sie in der französischen Hauptstadt zu sehen ist. Die Schirmherrschaft übernimmt Ihre Exzellenz, Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik. Zur Schau erscheint mit freundlicher Unterstützung des Fördererkreises für die Reiss-Engelhorn-Museen im Verlag Walther König ein reichbebilderter Katalog.

Gaston Paris war einer der populärsten Reporter im Paris der 1930er Jahre und fing als Chronist das Lebensgefühl der pulsierenden Seine-Metropole ein. Er war ein Meister der unterschiedlichen Themen und Blickwinkel. Ob die Tänzerinnen der Folies Bergère oder die Akrobaten im Zirkus, die Armen der Pariser Vorstädte oder die Mannequins der Surrealisten, moderne Stahlarchitekturen, Zuchthäuser oder Stars des französischen Chansons wie Edith Piaf – Gaston Paris setze alles mit derselben formalen Perfektion in Szene. Scheinbar mühelos beherrschte er den Spagat zwischen den verschiedenen Genres. Wie ein Schwamm saugte der Autodidakt die Stilrichtungen seiner Zeit auf, spielte als Hommage auf das "Neue Sehen" mit extremen Perspektiven und lichtete mit seiner Mittelformatkamera immer wieder surrealistisch anmutende Motive ab.

Mit seinen zahlreichen Reportagen in französischen illustrierten Zeitungen schuf Gaston Paris ein schillerndes Bild von Paris und der französischen Gesellschaft vor dem Zweiten Weltkrieg. Seine Aufnahmen prägten das Gesicht des legendären und stilbildenden Magazins "VU", für das viele namhafte Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Brassaï oder Robert Capa arbeiteten. Die Ausstellung gewährt einen faszinierenden Blick in das noch junge Feld des Bildjournalismus. Gaston Paris erzählte mit seinen Bildern Geschichten, er war ein Fotograf des Spektakels, immer auf der Suche nach Sensationen, die am Kiosk das Interesse des potentiellen Lesers weckten. Nach dem Zweiten Weltkrieg führten ihn Reportagen ins besetzte Deutschland und Österreich.

Einem Kaleidoskop gleich nähert sich die Ausstellung dem Fotografen Gaston Paris an, über dessen Lebensgeschichte kaum etwas bekannt ist. Vintage-Abzüge, Pressebilder, Veröffentlichungen in der "VU" und Projektionen verbinden sich Facette um Facette zum eindrucksvollen Schaffen einer der großen Figuren der Fotografie-Geschichte, die dank der Kooperation zwischen dem Centre Pompidou und den Reiss-Engelhorn-Museen der Vergessenheit entrissen wurde und von den Besuchern wiederentdeckt werden kann.

Der Bereich Fotografie ist ein wichtiger Schwerpunkt der Reiss-Engelhorn-Museen. Mit dem Forum Internationale Photographie und ZEPHYR – Raum für Fotografie befinden sich gleich zwei renommierte Ausstellungsforen zu diesem Thema unter dem Dach der rem. Wechselnde Ausstellungen beleuchten spannende Aspekte von der Pionierzeit des Mediums bis hin zu zeitgenössischen Positionen.

Die Sonderausstellung "Gaston Paris: Die unersättliche Kamera" ist vom 23. März bis 30. Juni 2019 im Forum Internationale Photographie der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim zu sehen.

www.gaston-paris.de
 

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