REM - Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

REM - Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Aktuelle Ausstellungen und Ausstellungsvorschau der Reiss-Engelhorn-Museen

Die Reiss-Engelhorn-Museen (rem) haben sich in den letzten Jahren als international agierender Museumskomplex, herausragender Ausstellungsstandort und bedeutendes Forschungszentrum behauptet.

 
REM - Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Wegen der Corona-Pandemie kommt es zu Verschiebungen im Ausstellungsprogramm. So wird die Ausstellung "Tutanchamun: Sein Grab und die Schätze", die ursprünglich am 30. Mai 2020 starten sollte, erst ab Herbst 2021 gezeigt.

Aktuelle Ausstellungen und Vorschau:
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Von den Normannen über den Rhein bis in die Welt des Unsichtbaren


Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim präsentieren 2022 ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm

Die Normannen haben die Geschichte Europas nachhaltig geprägt. 2022 nehmen sie Kurs auf Mannheim. Die Reiss-Engelhorn-Museen präsentieren die große kulturhistorische Sonderausstellung „Die Normannen“ (18.9.2022 – 26.2.2023). Diese illustriert anhand hochkarätiger Leihgaben den beispielslosen Aufstieg der „Männer aus dem Norden“. Dabei spielen Aspekte eine Rolle, die heute genauso aktuell sind wie im Mittelalter: Mobilität, Migration, Integration und Kulturaustausch. Mit „Unsichtbare Welten“ (22.5.2022 – 30.7.2023) steht im kommenden Jahr auch eine neue Mitmach-Ausstellung auf dem Programm. Kinder und Familien gehen auf eine spannende Entdeckungstour. Von den Weiten des Weltalls bis ins Innere unseres Körpers erkunden sie Dinge, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Auf eine fotografische Reise in die 1960er Jahre entführt  schließlich die  Schau „Die Welt am Oberrhein“ (30.9.2022 – 30.7.2023). Sie vereint eindrucksvolle Bilder des renommierten und vielfach ausgezeichneten Fotografen Robert Häusser. Die Präsentation ist Teil des trinationalen Projekts „Der Rhein", an dem sich zahlreiche Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz beteiligen.

Die Normannen waren Meister der Vernetzung und Wanderer zwischen den Kulturen. Auf diese Weise wurden aus einfachen Kriegern und kleinen Herren Kulturvermittler, mächtige Fürsten und Herrscher, die die Geschicke Europas – politisch wie kulturell – nachhaltig beeinflussten. Ihrer faszinierenden und facettenreichen Geschichte widmen die Reiss-Engelhorn-Museen vom 18. September 2022 bis 26. Februar 2023 erstmals eine umfassende museale Präsentation. Die Sonderausstellung „Die Normannen“ begleitet ihren Aufstieg vom 8. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts. Die „Männer aus dem Norden“ kamen als Eroberer. Auch wenn sie zunächst mit großer Brutalität vorgingen, um sich Land und gegebenenfalls eine Herrschaft zu sichern, verfolgten sie langfristigere Ziele. Sie integrierten sich in vorhandene Strukturen und verschmolzen gleichzeitig mit der lokalen Bevölkerung, veränderten diese aber auch. Ihr Erfolg basierte auf hoher Mobilität, kultureller Flexibilität und Adaptionsfähigkeit sowie dem Drang, zu neuen Ufern aufzubrechen. So verbinden die Normannen – Männer wie Frauen, Mächtige wie einfache Leute – das nördliche Europa mit Italien und dem gesamten Mittelmeerraum. Zugleich führte ihr Weg über die Ostsee und durch Osteuropa bis ans Schwarze Meer. Zahlreiche bedeutende Museen und Institutionen unterstützen das Projekt mit rund 300 kostbaren Leihgaben. Neben einzigartigen Handschriften, seltenen Textilien, Kunsthandwerk aus Gold und Elfenbein, Schmuck und Waffen machen sich unter anderem Pretiosen wie die Krone Rogers II., die Anglo-Saxon Chronicle und Teile des Schatzes von Gnezdowo auf den Weg nach Mannheim. Die Ausstellung steht in Kooperation mit dem Museumsverband „Réunion des Musées Métropolitains“ in Rouen und dem „Musée de Normandie“ in Caen.

Bereits ab nächstem Frühjahr lockt eine neue Mitmach-Ausstellung für Kinder und Familien. Die interaktive Schau „Unsichtbare Welten“ spürt vom 22. Mai 2022 bis 30. Juli 2023 einem faszinierenden Phänomen nach: Unsere Augen sind wunderbar, aber wir sehen damit längst nicht alles. Es gibt noch viel zu entdecken – in der Natur, im Weltall, in unserem Körper und sogar in unseren Gedanken. Acht Inseln zu den großen Themen „Ursprung“, „Leben“, „Wellen“, „Gedanken“, „Geheimnis“, „Erde“, „Gehirn“ und „Kosmos“ laden mit spannenden und vielfältigen Mitmach-Stationen zu einem besonderen Erlebnis ein. Hier probieren Groß und Klein, was alles sichtbar gemacht werden kann: zum Beispiel winzige Dinge, Töne oder Ideen. Die jungen Besucherinnen und Besucher erleben, wie eine Fledermaus ihren Weg in völliger Dunkelheit findet, und erkennen, wie das Gehirn funktioniert. Sie entdecken, wie winzige Partikel sich vor ihren Augen in Luft auflösen oder wie versteinerte Lebewesen früher ausgesehen haben und Kontinente wandern. Kinder werden selbst zu Forscherinnen und Forschern und probieren aus, was Natur und Menschen entwickelt und erfunden haben, um das Unsichtbare sichtbar zu machen. Gruppen und Schulklassen können zusätzliche Workshops buchen und ein Mobil voller Experimente ist als Botschafter der Ausstellung zu Gast an Grundschulen. Ermöglicht wird das Projekt durch die Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung.

Auch Fotografie-Liebhaber kommen 2022 in Mannheim auf ihre Kosten. Das Forum Internationale Photographie der Reiss-Engelhorn-Museen präsentiert vom 30. September 2022 bis 30. Juli 2023 die Sonderausstellung „Die Welt am Oberrhein“. Zu sehen sind rund 80 Arbeiten von Robert Häusser, der zu den wenigen international anerkannten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit gehört. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Hasselblad Award – dem Nobelpreis der Fotografie. Von 1961 bis 1965 arbeitete Robert Häusser für ein einmaliges Langzeitprojekt im Auftrag des Karlsruher Braun-Verlags. Entstanden sind eindrucksvolle Aufnahmen der Burgen, Schlösser, Städte, aber auch der Berufsstände oder des ländlichen und urbanen Alltagslebens entlang des Oberrheins. Häussers Bilder zeugen von der großen Bandbreite seines Könnens in der Architektur-, Landschafts-, Industrie- und Reportage-Fotografie. In seiner unverkennbaren Handschrift setzte er Motive in Szene, die er sowohl auf deutscher, als auch auf elsässischer und schweizerischer Seite wählte. Die analog hergestellten Bilder werden im digitalen Zeitalter zu einem einmaligen historischen Dokument und spiegeln nicht nur die Prosperität in Wirtschaft und Forschung der 1960er Jahre wider. Sie zeigen auch einen politischen und gesellschaftlichen Wandel, der Brücken für ein vereintes Europa langsam wachsen lässt. Die Ausstellung ist der Beitrag der Reiss-Engelhorn-Museen zum trinationalen Projekts „Der Rhein“ des Netzwerks Museen. An diesem im Jahr 2022 größten länderübergreifenden Kulturprojekt am Oberrhein beteiligen sich 35 Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Die Auftaktveranstaltung findet in Mannheim statt.

www.rem-mannheim.de
 

Die Normannen nehmen Kurs auf Mannheim


Die Normannen

18.9.2022 – 26.2.2023
Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
Museum Zeughaus C5

Ergebnisse wissenschaftlicher Tagung fließen in große Sonderausstellung ein

Die Vorbereitungen zur nächsten großen kulturhistorischen Sonderausstellung der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim nehmen an Fahrt auf. Ab Herbst 2022 widmet sich erstmals eine umfassende museale Präsentation der faszinierenden und facettenreichen Geschichte der Normannen. Anhand rund 300 hochkarätiger Exponate zeichnet die Schau „Die Normannen“ deren beispielslosen Aufstieg vom 8. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts nach. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse sollen in die Ausstellung einfließen. Die Reiss-Engelhorn-Museen haben deswegen ein Netzwerk mit renommierten Experten geknüpft und interdisziplinäre Forschungen in zahlreichen europäischen Ländern angestoßen.

Bei einer Tagung in Mannheim tauschten sich vom 15. bis zum 17. Oktober 2020 namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs Ländern und unterschiedlicher Fachrichtungen aus. In lebhaften Diskussionen – die Corona-bedingt vor Ort und via Zoom – ausgetragen wurden, beschäftigten sie sich mit Aspekten, die heute genauso aktuell sind wie im Mittelalter: Mobilität, Migration, Integration und Transkulturalität. Die Normannen waren Meister der Vernetzung und Wandler zwischen den Kulturen. Auf diese Weise wurden aus einfachen Kriegern und kleinen Herren Kulturvermittler, mächtige Fürsten und Herrscher, die die Geschichte Europas – politisch wie kulturell – nachhaltig beeinflussten. „So vielfältig wie die Normannen war auch das Programm der Tagung, deren Ergebnisse sowohl in einen wissenschaftlichen Essayband als auch in die weitere Entwicklung der Ausstellung einfließen. Das Projekt sorgt bereits jetzt europaweit für Aufsehen und stößt auf großes Interesse“, freut sich Projektleiterin Dr. Viola Skiba.

Mit dem Zerfall des Frankenreiches im 9. Jahrhundert und politischen sowie gesellschaftlichen Veränderungen in Skandinavien begannen unruhige Zeiten, die heute unter dem Begriff der „Wikingerzeit“ zusammengefasst werden. Seit dem ausgehenden 8. Jahrhundert hatten Gruppen von Skandinaviern, die durch ihre aktive Reise- und Handelstätigkeit mit dem geographischen Raum bestens vertraut waren, Raubzüge entlang der Küsten und Flüsse Europas unternommen. Neben schneller Beute waren die Wikinger aber auch an Handel und teilweise an Besiedelung interessiert und drangen weit nach Osteuropa, auf die Britischen Inseln und in das heutige Nordfrankreich vor. Aus ihnen – oder besser aus denen, die blieben und sich niederließen – gingen im Osten die Rus und im Westen die Normannen hervor. Diese sollten das Gesicht Europas auf Dauer prägen.

Die „Männer aus dem Norden“ kamen als Eroberer. Auch wenn sie zunächst mit großer Brutalität vorgingen, um sich Land und gegebenenfalls eine Herrschaft zu sichern, verfolgten sie langfristigere Ziele. Sie praktizierten eine Integration in vorhandene Strukturen und in die lokale Bevölkerung, mit der sie schnell verschmolzen, die sie aber auch veränderten.

Die Normannen nutzten dabei verschiedene Strategien, die gewährleisteten, dass sie sich binnen weniger Generationen nahezu vollständig integrierten. Was allerdings blieb, war eine hohe Mobilität, eine kulturelle Flexibilität und Adaptionsfähigkeit sowie der Drang, zu neuen Ufern aufzubrechen. So verbinden die Normannen mit ihrer Geschichte das nördliche Europa mit Italien und dem gesamten Mittelmeerraum. Zugleich lässt sich ihr Weg über die Ostsee sogar bis nach Weißrussland und ans Schwarze Meer verfolgen.

Zahlreiche bedeutende Museen und Institutionen unterstützen das Projekt mit kostbaren Leihgaben, darunter das British Museum in London, die Bibliothèque nationale de France in Paris, die Cappella Palatina in Palermo, die Biblioteca Apostolica Vaticana im Vatikan, die Eremitage in Sankt Petersburg sowie die Réunion des Musées Métropolitains in Rouen und das Musée de Normandie in Caen. Neben einzigartigen Handschriften, seltenen Textilien, Kunsthandwerk aus Gold und Elfenbein, Schmuck und Waffen machen sich unter anderem Pretiosen wie die Krone Rogers II. auf den Weg nach Mannheim.  

Die Reiss-Engelhorn-Museen entwickeln und präsentieren die Sonderausstellung „Die Normannen“ in Kooperation mit dem Museumsverband Réunion des Musées Métropolitains in Rouen und dem Musée de Normandie in Caen. Die Schau ist vom 18. September 2022 bis 26. Februar 2023 im Museum Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim zu sehen. Im Anschluss wird sie in Rouen, der Hauptstadt der Normandie, gezeigt.

www.normannen-ausstellung.de

 

Ägypten – Land der Unsterblichkeit


Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen D5

Mit der beliebten Sonderausstellung „Ägypten – Land der Unsterblichkeit“ entführen die Reiss-Engelhorn-Museen ins Reich der Pharaonen, Hieroglyphen und Mumien. Die Schau ist dauerhaft im Museum Weltkulturen D5 zu sehen.

Mit außergewöhnlichen Exponaten und aufwändigen Inszenierungen illustriert sie wichtige Aspekte wie das Alltagsleben an den fruchtbaren Ufern des Nils, die Stellung des Pharaos und seines Beamtenstaates, den aufwändigen Totenkult sowie die weitverzweigte Götterwelt. Sie  spannt den Bogen von den Anfängen im 4. Jahrtausend v. Chr. über das Alte, Mittlere und das Neue Reich, die ptolemäisch-römische Epoche bis zur koptischen Zeit im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr.

Besondere Publikumslieblinge sind die originalgetreue Inszenierung der reich verzierten Sargkammer des Sennefer sowie ein Entdecker-Raum mit Mitmach-Stationen für Kinder und Familien. Durch den Austausch von Exponaten und ergänzende Ausstellungen gibt es regelmäßig neue Kostbarkeiten zu bewundern.
 


Merkmale

Websitewww.rem-mannheim.de
Wikipediade.wikipedia.org/wiki/Reiss-Engelhorn-Museen
AkronymREM
LandDeutschland
RegionEuropa
ThemenMuseum, Forschung, Ausstellung, Ägyptologie, Archäologie, Archäometrie
TypisierungMuseum
 
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