Romoe Newsletter - 2022-02

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Romoe Restauratoren - Newsletter 2022/02
Romoe Restauratoren Netzwerk

Romoe Restauratoren - Newsletter 2022/02

Unsere Themen: Faszination und Geschichte von Glasfenstern, Mundgeblasene Echt-Antikgläser in der Restaurierung, Schutzverglasung vs. Bewahrung des historischen Charakters – ein Widerspruch?, Restaurierung der Hofkirche Dresden

Hildesheimer Tag der Restaurierung, Erforschung und Restaurierung von Wandmalerei dank digitaler Techniken, Denkmalschutzgesetzentwurf


Hallo Guest,

dieser Newsletter steht bei uns ganz unter dem Schwerpunkt Glas-Restaurierung und der Glasmalerei sowie ihren Besonderheiten. Sie stellt Restauratoren und Restauratorinnen vor besondere Aufgaben. Im Folgenden konzentrieren wir uns hauptsächlich auf die mundgeblasene Verglasung. Hierbei handelt es sich um ein altes und vor allem anspruchsvolles Handwerk.

Faszination von Glasmalerei Faszination von Glasfenter

Die Faszination und Geschichte
von Glasfenstern

Glasfenster gibt es bereits seit der Antike, allerdings konnten sich nur Reiche das teure Material leisten. Davor und währenddessen dienten vorwiegend in Öl getauchte Tierhäute zum Schutz vor der Witterung. Diese Technik fand vor allem in Nord- und Mitteleuropa bis zum Mittelalter Anwendung, denn hier war das Wetter rauer. Auch Pergamente und Leinenstoffe halfen in Verbindung mit Fensterläden beim Schutz gegen das anspruchsvolle Klima.

Für die Glasscheiben nutzten bis ins 20. Jahrhundert die Hersteller größtenteils mundgeblasene Zylinder, die sie aufschnitten und flach walzten. Sie blieben allerdings eher uneben. Bei exklusiveren Bestellungen produzierten sie Glasplatten, die sie auf speziellen Tischen bearbeiteten. Anschließend schliffen und polierten sie die Platten. Da dieser Prozess viel Zeit in Anspruch nahm, waren diese Scheiben teuer und kamen hauptsächlich bei Sakralbauten zum Einsatz. Dabei verbanden die Hersteller kleine, unterschiedlich gefärbte Flächen aus Glas mit einzelnen Bleiruten. Diese hielten die jeweiligen Stücke an ihrem Platz.

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Mundgeblasene Echt-Antikgläser in der Restaurierung

Sollingglas setzt auf thermisches Vorspannen mundgeblasener Echt-Antikgläser im 2mm-Bereich für die Restaurierung historischer Bauwerke

Bis in die 1920er Jahre hinein wurde die Verglasung von Bauwerken mit mundgeblasenen Gläsern vorgenommen. Mundgeblasene Gläser werden in Handarbeit im Zylinderblasverfahren hergestellt und sind in der Regel kleinformatig und zwischen 2 und 3mm stark.

Glashütte Lamberts | Herstellung von mundgeblasenem Glas im Zylinderblasverfahren

Glashütte Lamberts | Herstellung von mundgeblasenem Glas im Zylinderblasverfahren

Sollingglas Bau & Veredelungs GmbH & Co. KG

Das ändert sich, als das Ziehverfahren – das bahnbrechende Prinzip zur Industrialisierung der Fensterglas Produktion – zum Standard wird. Durch das Ziehverfahren wird die Herstellung von größeren und stärkeren Gläsern möglich.

Zu diesem Zeitpunkt der Industrialisierung fanden die Auswirkungen des Klimawandels in der Glasproduktion noch keine Berücksichtigung.

Durch die Weiterentwicklung der Herstellungsverfahren bis zum heutigen industriell anwendbaren Floatglas Verfahren, das in den 1960er Jahren entwickelt wurde, wurde es dann unter anderem möglich, Glas für unterschiedliche klimatische Bedingungen durch weitere Veredelungsverfahren anzupassen.

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Sicherheitsglas - Sollingglas Antik
Sicherheitsglas - Sollingglas Antik Detail
Sicherheitsglas -
Sollingglas Antik
Sicherheitsglas - Sollingglas Restauro
Sicherheitsglas -
Sollingglas Restauro

Schutzverglasung vs. Bewahrung des historischen Charakters – ein Widerspruch?

Die Weiterverarbeitung von Floatglas zu Verglasungen zum Schutz vor Wärme und Sonneneinstrahlung sowie zur Einbruchhemmung, führte dazu, dass dieses Glas häufig auch in historischen Gebäuden zum Einsatz kam und die mundgeblasenen Gläser ersetzte.

Dadurch konnten zwar alte Exponate und Malereien innerhalb von Gebäuden geschützt werden, aber gleichzeitig ging – zum Leidwesen von Denkmalschützern, Historikern und Glasliebhabern der äußerliche historische Charakter des Bauwerks verloren.

Das änderte sich erst wieder mit der Entwicklung von thermischen Vorspannverfahren für mundgeblasene Gläser durch den Glasveredler Sollingglas.

2015 gelang es Sollingglas – nach vielen Versuchsreihen - auch mundgeblasenes Echt-Antikglas vorzuspannen und damit widerstandsfähiger zu machen.

In intensiver Zusammenarbeit mit der Glashütte Lamberts startete Sollingglas Ende 2014 die ersten Versuche, mundgeblasenes Restaurierungsglas und Antikglas vorzuspannen. Unzählige Versuchsreihen später und die Beharrlichkeit alle Beteiligten, führten schließlich 2015 zum Erfolg.

Restaurierungsglas und mundgeblasenes Glas werden heute bei Sollingglas entsprechend der individuellen Anforderungen thermisch vorgespannt und finden Anwendung als Sicherheitsglas in vielen historischen Bauwerken.

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Hofkirche Dresden
Hofkirche Dresden Hofkirche Dresden
Hofkirche Dresden

Thermisches Vorspannverfahren für mundgeblasenes Glas kommt bei der Restaurierung der Hofkirche Dresden zum Einsatz

In der Hofkirche Dresden waren ursprünglich einfache mundgeblasene Gläser verbaut.

Im Rahmen der Restaurierung sind neue Anforderungen definiert worden.

Baulich gefordert war ein Isolierglas mit antikem Charakter und ein außenseitiges Verbundglas, das moderne Anforderungen an die Sicherheit und in den entsprechenden Bereichen auch an Wärmeschutz erfüllt.

Mit dem eigens entwickelten thermischen Vorspannverfahren war Sollingglas in der Lage die mundgeblasenen Gläser vorzuspannen und so die Biegeelastizität, die Temperaturbeständigkeit und die Bruchfestigkeit zu erhöhen.

Bei der anschließenden Laminierung zu Sicherheitsglas, galt es die unregelmäßigen Strukturen des Antikglases auszugleichen. Das fertige Verbundglas wurde dann mit einer Wärmeschutzscheibe – mit metallisch bedampfter Innenseite – zu Isolierglas weiterverarbeitet. Die Bedampfung sorgt dafür, dass der Wärmedurchgang von innen nach außen reduziert wird.

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Hildesheimer Tag der Restaurierung

Weitere Neuigkeiten kurz zusammengefasst:

Hildesheimer Tag der Restaurierung, am 4. März

Die Konservierungs- und Restaurierungs-Studiengänge der Fakultät Bauen und Erhalten laden zu ausgewählten Vorträgen ihrer Absolventinnen und Absolventen ein.

Mehr zum Event ...

Hornemann Institut

Nicht invasiv! Neue Perspektiven in der Erforschung und Restaurierung von Wandmalerei dank digitaler Techniken

Interdisziplinäre Tagung der HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen (Fakultät Bauen und Erhalten und Hornemann Institut) in Kooperation mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum sowie dem Domstift Brandenburg

Mehr über die Tagung ...
Denkmalschutzgesetzentwurf - NRW

Neuer Denkmalschutzgesetzentwurf -
Ein Opfer des Zeitgeistes

Werden wirtschaftliche Interessen künftig über den Erhalt oder Abriss wertvoller Baudenkmäler entscheiden?

Dem Entwurf des neuen NRW-Denkmalschutzgesetzes zufolge steht dies zu befürchten.

Jetzt mehr erfahren ...



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