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Stiftung für Schloss Freudenberg in Wiesbaden

Dauerhafte Hilfe durch "Pflegeversicherung" in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Am 14. Oktober 2008 unterzeichnen im Beisein von Dr. Helmut Müller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Beatrice Dastis Schenk und Matthias Schenk von der Gesellschaft Natur und Kunst e.V. und Professor Dr. Gottfried Kiesow, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, im Großen Saal in Schloss Freudenberg die Stiftungsurkunde zur Gründung der DenkmalStiftung Schloss Freudenberg in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Damit werden zukünftig aus den jährlichen Erträgnissen der DenkmalStiftung Schloss Freudenberg, quasi einer "Pflegeversicherung" für das Baudenkmal, dauerhaft denkmalpflegerische Maßnahmen am Schloss unterstützt.

1904 ließ sich der englische Maler James Pitcairn-Knowles gemeinsam mit der "geheimnisvollen Dame", seiner französischen Lebensgefährtin Marie Eugénie Victoire Guérinet, in Dotzheim ein Schloss bauen. Nach Plänen des Architekten Prof. Paul Schulze-Naumburg entstand inmitten eines Parks ein Bau im Stil des Neo-Klassizismus mit Elementen der deutschen Reformarchitektur.

Das Frühwerk des Architekten zeigt sich als villenartiger, dreigeschossiger Bau mit Hochparterre auf quadratischem Grundriss. Die Mittelrisalite, von Dreiecksgiebeln bekrönt, werden von Pilastern gegliedert. Neben dem Haupteingang im Nordosten öffnet sich das Schloss zusätzlich von der Südwest-Seite über einen Vorbau mit vier dorischen Säulen. Repräsentative Säle, Stuckaturen, und ein zentrales Treppenhaus mit einer reich geschnitzten Holztreppe unterstreichen den herrschaftlich-bürgerlichen Charakter dieses Baus mit seinen 50 Zimmern.

Nachdem der Bauherr das Schloss bereits 1908 an die Wiesbadener Palast-Hotel-Gesellschaft verkauft hatte, war es zwischenzeitlich Kindererholungsheim, Mütterheim und Sitz der Heeresverwaltung Wiesbaden, ehe es 1945 von den Amerikanern requiriert wurde. Seit 1993 bemüht sich die Gesellschaft Natur und Kunst e.V. sehr erfolgreich um das Schloss und entwickelte gemeinsam mit dem Landesdenkmalamt ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept. Das stark geschädigte Dach konnte so schrittweise gerettet und restauriert werden. Seither belebt ein umfangreiches Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm das Schloss schon während der Bauarbeiten, die auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz seit 1995 mit rund 140.000 Euro unterstützte. Nun soll mit Hilfe der Aufbaustiftung ein wichtiger Beitrag für die Zukunft von Schloss Freudenberg geleistet werden.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz betreut in ihrem Stiftungszentrum bereits über 190 derartiger Treuhandstiftungen, die inzwischen in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Instrument in der Denkmalpflege geworden sind. Die DSD fördert das Stiftungskonzept mit einem eigens eingerichteten Stiftungszentrum. Weitere Hilfe wird erbeten:

DenkmalStiftung Schloss Freudenberg
Konto. Nr. 10 277 582 66
SEB Bank Bonn, BLZ 38010111
(Verwendungszweck: Spende bzw. Zustiftung bitte angeben)


Bonn/Wiesbaden, den 10. Oktober 2008/Schi
Deutsche Stiftung Denkmalschutz - Presse


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