Denkmalgeschützte Gebäude sanieren - worauf sollte beim Beleuchtungskonzept geachtet werden?

Bei der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude müssen bestimmte Vorgaben und Regeln eingehalten werden. In Deutschland stehen rund fünf Prozent aller Altbauten unter Denkmalschutz.

 

Dabei handelt es sich nicht nur um Kirchen, Schlösser oder Herrenhäuser, sondern meist um Gebäude, die aus künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen als erhaltungswürdig betrachtet werden. Der Erhalt ursprünglicher Werte zählt zu den wichtigsten Zielen beim Denkmalschutz.

Beleuchtung an die aktuelle Wohnsituation anpassen

Historische Fachwerkhäuser, Villen aus der Gründerzeit oder Gutshöfe sind häufig denkmalgeschützt. Bei der Sanierung und Instandhaltung einer solchen Immobilie sind viele Details zu beachten. Ein denkmalgeschütztes Haus zu restaurieren, ist eine umfangreiche Aufgabe, die Fachkenntnisse und handwerkliches Geschick erfordert. Meist beschränken sich die Maßnahmen nicht auf die Instandhaltung. Bei einer Immobilie unter Denkmalschutz muss oft auch das Beleuchtungskonzept an die aktuelle Wohnsituation angepasst werden. Aufgrund ihrer hohen Lichtausbeute kommen heutzutage häufig Leuchtdioden (LEDs) als Leuchtmittel zum Einsatz. Bei den als LEDs bekannten Lichtmitteln handelt es sich um Licht emittierende Dioden. Der Begriff Diode spezifiziert eine Eigenheit, die vom britischen Wissenschaftler Henry Round bei der Erforschung des Verhaltens anorganischer Stoffe unter dem Einfluss von Spannung festgestellt wurde. Die LED kann als Lichtmittel vielseitig eingesetzt werden. Da Leuchtdioden kaum Wärme abstrahlen, gelten diese als besonders energieeffizient. Zu den Merkmalen von LEDs zählt die lange Leuchtdauer, die bei einer LED-Lampe durchschnittlich 50.000 Leuchtstunden beträgt, während eine traditionelle Glühbirne meist nach etwa 1.000 Leuchtstunden ausgewechselt werden muss. Da es sich bei Dioden um Halbleiter handelt, fließt der Strom nur in eine Richtung. Im praktischen Einsatz bedeutet dies, dass für flackerfreies Licht Gleichstrom notwendig ist oder Leuchtdioden nur polarisiert genutzt werden können. LEDs strahlen im Unterschied zu Glühlampen ihr Licht selten rundherum ab. Bei LED-Modellen tritt das Licht gebündelt als Kegel aus, sodass die Leuchtkraft auf einen Punkt verstärkt wird. Je größer der Abstrahlwinkel ist, desto breiter ist der Lichtkegel. Eine LED, die als diffus gekennzeichnet ist, besitzt hingegen keinen Abstrahlwinkel. Da LEDs den meisten Leuchtmitteln hinsichtlich ihrer Lebensdauer weit überlegen sind, wird eine LED-Beleuchtung insbesondere in häufig genutzten Räumen oder für eine großflächige Beleuchtung eingesetzt.

Hohe Lichtausbeute und flackerfreies Licht

Zu den wichtigsten Kenngrößen der LEDs zählt der Lichtstrom in Lumen (lm), der anzeigt, wie hell das Lichtmittel strahlt. Anhand dieses Wertes kann die von der Strahlungsquelle ausgesandte, sichtbare Lichtleistung ermittelt werden. Je höher der Lumenwert ist, desto heller leuchtet die Lampe. Eine LED-Beleuchtung mit 810 Lumen entspricht der Helligkeit einer Glühbirne mit 60 Watt. Grundsätzlich können LED-Lampen eine Vielzahl von Farben ausstrahlen. So findet man Mehrfarbenlampen, die über mehr als 16 Millionen verschiedene Farbtöne verfügen. In Wohnräumen wird weißes Licht als besonders angenehm empfunden. Bei weißem Licht ist zwischen verschiedenen Ausführungen, die beispielsweise als Hellweiß, Warmweiß oder Kaltweiß bezeichnet werden, zu unterscheiden. Da nicht jede LED-Lampe gegen Staub und Wasser geschützt ist, empfiehlt es sich, den IP-Wert des Leuchtmittels zu beachten. Der Begriff IP bedeutet in der Lichttechnik Durchdringungsschutz (Ingress Protection) und gibt an, wie gut eine Leuchtquelle vor äußeren Einflüssen geschützt ist. Während bei einer LED-Innenbeleuchtung ein relativ niedriger IP-Wert ausreicht, sollte eine LED-Außenbeleuchtung, die vor Witterungseinflüssen aller Art geschützt werden muss, einen höheren IP-Wert aufweisen.

 


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