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Schellack - Kleelux Restaurierungsbedarf

Unser eigentlicher Schellacklieferant lebt in Süd- und Südostasien und ist als Larve nur 1/2 mm klein. Das parasitär lebende Lac-Insekt sticht die Rinde der Wirtsbäume an und ernährt sich von dem austretenden Saft. Zum Schutz der Brut sondern besonders die weiblichen Insekten ein Sekret ab, welches die Zweige umkrustet. Dieses harzige Sekret enthält alle wichtigen Bestandteile des späteren Schellacks. Erfahren sie hier mehr über die Schellackherstellung, Schmelzfiltrationsverfahren, Lösungsmittelextraktionsverfahren, Bleicheverfahren, Anwendungsgebiete ...

Der Naturrohstoff
Unser eigentlicher Schellacklieferant lebt in Süd- und Südostasien und ist als Larve nur 1/2 mm klein. Das parasitär lebende Lac-Insekt sticht die Rinde der Wirtsbäume an und ernährt sich von dem austretenden Saft. Zum Schutz der Brut sondern besonders die weiblichen Insekten ein Sekret ab, welches die Zweige umkrustet. Dieses harzige Sekret enthält alle wichtigen Bestandteile des späteren Schellacks. Vor der eigentlichen Erntezeit werden einige der von den Insekten bewohnten Zweige abgeschnitten und zur Vermehrung der Population auf neue Wirtsbäume aufgebracht. Nach dem Umsetzen dieses Brutlacks kann die eigentliche Ernte beginnen. Die wichtigsten Erzeugerländer für Lac, dem Schellack-Rohstoff, sind Indien, mit einer langen Tradition der Gewinnung und industriellen Verarbeitung, und Thailand, welches erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges mit der systematischen Kultivierung und Verarbeitung begann.

Die Schellackherstellung
Der Stocklack, als Rohstoff für die Schellackherstellung, wird in den Ursprungsländern zu Körnerlack weiterverarbeitet. Der Rohstoff wird vom Holz getrennt, gemahlen und gewaschen. Hierbei werden Holzrückstände weitgehend aus dem Lack entfernt und der größte Teil des im Harz enthaltenen wasserlöslichen Farbstoffes Lac Dye ausgewaschen. Abschließend wird der Körnerlack in der Sonne getrocknet. Mit dem Körnerlack steht ein Naturrohstoff mit hervorragenden umweltkonformen Eigenschaften als Ausgangsprodukt für die Schellackveredelung zur Verfügung: nachwachsend, biologisch abbaubar und physiologisch unbedenklich. Für die Bearbeitung dieses Rohstoffes kommen unterschiedliche Verfahren zur Anwendung.

Das Schmelzfiltrationsverfahren
In Indien wurde der Körnerlack seit Generationen in mühevoller Handarbeit zum Schellack veredelt. In langen, dichtgewebten Baumwollschläuchen eingeschlossen wird der Rohstoff über einem abgedeckten Feuer vorsichtig erwärmt. Der Lack wird durch den Baumwollstoff gepresst, Rückstände und Verunreinigungen bleiben im Gewebe zurück. Die Arbeiter greifen nun den gereinigten Lack mit Händen und Füßen und ziehen ihn zu großen "Fellen" auseinander, die nach dem Erkalten zu Blätterschellack zerbrochen werden.
Bei dem entsprechenden industriellen Verfahren wird der Körnerlack im geschmolzenen Zustand unter hohem Druck durch Filter gepresst und auf einem Abrollband zu einem dünnen Film ausgezogen, welcher nach dem Abkühlen in die typischen Blättchen zerbrochen wird. Durch Schmelzfiltration hergestellter Blätterlack hat einen natürlichen Wachsgehalt von 3 bis 5 Prozent und eignet sich daher vorzüglich für die Herstellung von Möbelpolituren, Holzgrundierungen, Dichtungsmassen etc.

Das Lösungsmittelextraktionsverfahren
Um einen entwachsten Schellack von hellerer Farbe zu erzeugen wird der Körnerlack in Alkohol gelöst, physikalisch entfärbt und durchläuft mehrere Filtrationsschritte. Hierbei wird er von Verunreinigungen gesäubert und das Wachs entzogen. Abschließend gewinnt man den Alkohol zurück, walzt den Schellack zu einem Film aus und bricht ihn zu Blättern. Dieses Verfahren hat gegenüber der Schmelzfiltration entscheidende Vorteile. Es ist schonender und es lässt sich Schellack von gleichbleibend hoher Qualität und mit garantierten Eigenschaften erzeugen, der den Anforderungen der weiterverarbeitenden Industrie gerecht wird.

Das Bleicheverfahren
Im Gegensatz zur physikalischen Entfärbung steht das Bleicheverfahren, durch das sich sehr heller Schellack gewinnen lässt. Der Körnerlack wird wässrig-alkalisch gelöst, entwachst, gefiltert und anschließend chemisch gebleicht. Nach dem Ausfällen, Waschen und Trocknen erhält man ein hellgelbes Pulver.

Anwendungsgebiete
Als umweltgerechte und multifunktionelle Alternative zu synthetischen Harzen bietet sich für Schellack ein breites Anwendungsspektrum. Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten dieses natürlichen und "nachwachsenden" Rohstoffes finden in verstärktem Maß Eingang in die Entwicklung neuer Produkte. Dieses betrifft nicht nur die bekannten Industrien, sondern auch völlig neue "alte" Bereiche, die sich mit dem gestiegenen Umweltbewusstsein der Verbraucher neuen Konzepten zuwenden. Als Beispiele seien hier nur die Lebensmittel- und Pharmaindustrie angeführt.
Druckfarben - Bindemittel, insbesondere für Flexodruckfarben u.a. für lebensmittelechten Verpackungsdruck.
Holzveredelung - Grundierungen, Polituren, Mattierungen u.a. für Bilderrahmen, Antikmöbel, Holzspielzeug.
Leder - Appreturen, Lederpflegemittel
Kosmetik - Bindemittel für Mascara, Nagellack-Additiv, Konditionier-Shampoo, Filmbildner für Haarspray, Mikroverkapselung von Duftstoffen
Lebensmittel - Fruchtcoatings, u.a. für Zitrusfrüchte und Äpfel, Trenn- und Glanzmittel für Süßwaren, Marzipan, Schokolade etc. Bindemittel. Magensaftresistente Coatings für Tabletten, Geruchssperre für Dragées Tempelfarben, u.a. für Käse und Eier, Barrierecoatings, Beschichtung von Saatgut und Futtermitteln.
Textil - Hutsteifen, Bindemittel für Tinten und Tuschen, Microverkapselung von Farbstoffen
Elektro - Isolierungen, Sockelkitte für Glühlampen; Schleifmittel - Bindemittel für Schleifscheiben



Ab € 200,00 Netto - Warenwert liefert KLEELUX frei Haus.
 
Kleelux

Neusserstr. 13; D-41065 Mönchengladbach
Tel.: (02161) 969740
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