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Denkmalschutz

Was verbirgt sich hinter diesem Konzept und seiner Geschichte?

Der Begriff Denkmalschutz bezeichnet den aktiven Schutz von Kulturdenkmälern sowie kulturhistorisch relevanten Anlagen (hierfür ist auch der Begriff Ensembleschutz gebräuchlich). Alle notwendigen Arbeiten, die in der Regel von erfahrenen Restauratoren vorgenommen werden, dienen dem Ziel, Denkmäler langfristig zu erhalten. Ein Denkmal wird als schützenswert erachtet, da es für das kulturelle Erbe einer Gesellschaft steht.

 

In vielen Fällen handelt es sich um historisch bedeutsame Zeugnisse, denen für die Entwicklung des gesamten Landes oder einer Region eine Schlüsselrolle zukommt. Denkmalschutz verfolgt somit das engagierte Ziel, ein lebendiges Bild vergangener Epochen und Baustile aufrecht zu erhalten. Gut erhaltene Denkmäler zeigen uns, wo und wie Menschen früher gelebt haben.

Gesetzliche Grundlagen für den Denkmalschutz

Gesetzlich werden die Rahmenbedingungen in Deutschland durch das Denkmalrecht geregelt. Hierbei handelt es sich um Länderhoheit, sodass jedes Bundesland eine eigene Rechtsgrundlage mit teils abweichenden Details formuliert hat. Den Paragrafen ist zu entnehmen, welche Gebäude unter Denkmalschutz stehen und welche baulichen Maßnahmen im Rahmen einer professionellen Restaurierung überhaupt gesetzlich zulässig sind. Insofern handelt es sich beim Denkmalschutz durchaus um eine komplexe Materie, die fundiertes Fachwissen voraussetzt. Das ist der wichtigste Grund, warum nur ausgebildete Restauratoren mit erlaubten Arbeiten rund um den Denkmalschutz beauftragt werden sollten. Jedes Land in Europa und weltweit hat sein eigenes Denkmalrecht, sodass grenzüberschreitende Projekte auf jeden Fall in erfahrene Hände gelegt werden sollten. Auf romoe.com finden öffentliche, gewerbliche und privat Auftraggeber mit wenigen Klicks einen erfahrenen Experten für professionelle Restaurierung ganz in der Nähe.

Begriffliche Abgrenzung von Denkmalschutz und Denkmalpflege

Fälschlicherweise werden die Begriffe Denkmalschutz und Denkmalpflege für Synonyme gehalten, was aber nicht der Realität entspricht. Die Denkmalpflege wird in Paragraf 22 des Denkmalschutzgesetzes näher umrissen. Vereinfacht, aber durchaus zutreffend, lässt sich festhalten, dass die Denkmalpflege beratende und fördernde Tätigkeiten von Denkmalbehörden zusammenfasst. Zur Diskussion stehen alle Maßnahmen, die der Erhaltung von Denkmälern dienen können. Der Denkmalschutz repräsentiert die rechtliche Seite der Maßnahmen: Die gesetzlichen Grundlagen sollen sicherstellen, dass Denkmalpflege gewährleistet werden kann. Aufsichtsbehörden sind in dieser Hinsicht damit befasst, die Instandsetzung und eingeschränkte Veränderbarkeit von Baudenkmälern zu überwachen. Restauratoren übernehmen den anpackenden Teil in Form von Maßnahmen für die Denkmalpflege. Dabei müssen sie sich aber konsequent an den Denkmalschutz halten. Dieser gibt es den rechtlichen Rahmen für ihre handwerkliche Arbeitsweise vor.

Kurzer Abriss zum geschichtlichen Hintergrund

Die Idee des organisierten Denkmalschutzes ist noch relativ jung. Sie geht auf Karl Friedrich Schinkel zurück, seines Zeichens preußischer Baubeamter. Sein Konzept aus dem frühen 19. Jahrhundert richtete sich auf mittelalterliche Bauten wie Klöster, Kirchen und Herrenhäuser. Den Aufbruch in die Moderne des Denkmalschutzes, so wie wir ihn heute kennen, markiert jedoch erst das Jahr 1975: Das 'European Heritage Year' wurde im Deutschen mit 'Jahr des Denkmalschutzes' übersetzt und gebührend gefeiert. Der rasant voranschreitende Städtebau, dem viele historische Bauten/Villen zum Opfer fielen, forcierten die bewahrenden Anstrengungen. Um Historisches zu erhalten, verabschiedete ein Bundesland nach anderen ein Denkmalschutzgesetz. Auch in der DDR wurden zahlreiche Beschlüsse gefasst. Im Wesentlichen entstanden dabei Regelungen, die bis heute Gültigkeit haben. Die Anstrengungen lohnen sich sichtbar, denn Deutschland kann mit einem reichen architektonischen Erbe aufwarten. Heute stehen in Deutschland mehr als 1 Millionen Bauten unter Denkmalschutz.



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