ICM - Integrated Contamination Management®

ICM - Integrated Contamination Management®

Teil hochkarätiger Restaurierung: Ökologische Schädlingsbekämpfung und Biozid-Dekontamination

Mit feuchtegeregelter Warmluft lassen sich zwei miteinander verzahnte Probleme lösen

 
ICM - Integrated Contamination Management - ist Teil eines Teams von hochqualifizierten Restauratoren (durchgehend mit Master Abschluss), die jeweils ein spezielles Fachgebiet in die IPARC Plattform einbringen. Die IPARC Restauratoren arbeiten an alten Meistern, moderner und zeitgenössischer Kunst, Holzobjekten und Möbeln, gefasster Skulptur, Stein, Metall, Textil, Papier sowie visuellen Medien.

Die Mutterfirma: IPARC

IPARC ist eine der größten Konservierungs- und Restaurierungsfirmen in Europa. Man hat sich bei der Gründung vor zehn Jahren bewusst für ein kooperatives Geschäftsmodell entschieden, um das Know-how und die Expertise seiner Gründungs-Partner bestmöglich zu nutzen und an die angestellten Restauratoren weiterzugeben. Die Restaurierung und Konservierung von Kunstwerken ist ein besonders intensiver Prozess, bei dem nicht nur Wissen und Erfahrung, ein methodischer Rahmen und die Berufsethik entscheidend sind, sondern eben auch die Ausbildung der nachfolgenden Generationen. Für die IPARC-Partner spielt aber auch die langfristige und kollektive Solidarität innerhalb des Unternehmens eine große Rolle.

Die verschiedenen restauratorischen Disziplinen werden jeweils von einem Partner mit mehr als 10 Jahren einschlägiger Berufserfahrung verantwortlich geleitet; die Entscheidungsfindung erfolgt jedoch auf der Grundlage von intensiver Diskussion und Gleichberechtigung aller Beteiligten. Darüber hinaus wird besonderer Wert auf Offenheit, Transparenz, Ehrlichkeit und soziale Verantwortung gelegt.

2018 wurde IPARC als SME Firma des Jahres  ausgezeichnet.

Werkstatt


Bei der Einrichtung der Werkstatt (ca. 700 m²) haben wir massiv in Sicherheit, Brandmeldetechnik, Klimatechnik und Absaugung investiert. Für die verschiedenen Fachbereiche gibt es getrennte Räumlichkeiten. Potenziell schädliche, staub-intensive und laute Arbeitsprozesse sind noch einmal extra abgetrennt. Die Werkstätten sind voll ausgestattet und so groß, so dass mehrere Objekte parallel restauriert werden können. IPARC verfügt über eine breite Palette an technischen Geräten, Staffeleien und Behandlungstischen, einschließlich Heiz-Unterdrucktischen und humidity domes. Bei der Einrichtung wurde besonderes Augenmerk auf Organisation und Inventarisierung von Materialien und Objekten gelegt.

Labor & kunsttechnologische Analyse

In-house verfügt IPARC über optische Mikroskopie, FTIR- und Rasterelektronenmikroskopie, ein Bruker Jetstream M6 Macro-XRF und weitere umfangreiche multispektrale Bildgebung (VIS,  RAK, UVF, UVR, IRR, IRFC, IRF, IRTR, VISTR, RTI/PTM, X Ray). Die Labore befinden sich in separaten Zonen mit direktem Zugang zur Digitalisierung über Kamera oder Computer.



 
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Kooperationsvereinbarung: Paz Laboratorien & ICM/IPARC arbeiten zusammen


Biozid-Dekontamination in Sammlungen - Grundlegende wissenschaftliche Forschung und Studien

Das letzte fehlende Puzzlestück für Lösungen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz für Museumsmitarbeiter und Sammlungen


Arbeitsschutz für Museen und Sammlungen

Die Paz Laboratorien (www.paz-lab.de) und ICM - Integrated Contamination Management - bieten jetzt Schadstoffanalyse und Dekontamination von Objekten und ganzen Sammlungen an. Das komplette Lösungspaket umfasst Gefährdungsbeurteilungen, Maßnahmenkataloge und Handlungsanweisungen sowie die „Entgiftung“ von Objekten mit der feuchtegeregelten ICM-Warmluftmethode.

Während in der Vergangenheit nur unzureichende Maßnahmen zur Verfügung standen, um Gesundheitsrisiken für das Museumspersonal durch kontaminierte Objekte und Stäube zu minimieren, haben Museen nun die Möglichkeit, belastete Kunst- und Kulturgüter so weit von Schadstoffen zu befreien, dass der Umgang damit wieder möglich ist.

Aus Sicht des Arbeitsschutzes ist das innovative und äußerst materialschonende Dekontaminationsverfahren das letzte fehlende Puzzlestück, um das Risiko einer ernsthaften Gefährdung der Museumsmitarbeiter zu reduzieren.

Auf der Heri-Tech-Konferenz, die zwischen dem 16. und 18.5.2022 stattfindet, werden die Ergebnisse eines zweijährigen Forschungsprojekts zur Dekontamination unterschiedlicher Objekte aus verschiedenen Materialgattungen mit dem ICM-Verfahren vorgestellt.

Toxische Konservierungsmittel

Nachweislich wurden seit dem 19. Jahrhundert Museumssammlungen mit einer Vielzahl von anorganischen und organischen Substanzen behandelt, um sie vor Insekten- und Pilzbefall zu schützen. Dabei handelt es sich in vielen Fällen um toxische Substanzen, aber auch KMR-Stoffe (karzinogen, mutagen, reproduktionstoxisch).

Stoffe wie DDT, PCP, Lindan, Permethrin, Quecksilberchlorid (HgCl2), Arsentrioxid (As2O3) und Zinkchlorid (ZnCl2) sind persistent (chemisch stabil) und bauen sich nur sehr langsam ab. Sie stellen ein hohes Gesundheitsrisiko für Museumsmitarbeiter wie Restauratoren, Konservatoren, Kuratoren, Depotverwalter oder Art Handler dar.

Das Thema ist besonders problematisch, wenn es um die Restitution von schadstoffbelasteten Kulturgütern geht. Beispielhaft hierfür steht die Rückgabe von afrikanischer Kunst oder auch die inneramerikanische Rückgabe von Kunst an die Ureinwohner Nordamerikas.

Einige Biozide haben auch eine destruktive Wirkung auf die Materialien; sie können Korrosion und Verfärbung verursachen, Fasern schwächen und zu Materialermüdung führen.

Die Anwendbarkeit des feuchtegeregelten Warmluftverfahrens ist unabhängig von der Größe und Geometrie der Objekte und eignet sich sowohl für die Entfernung toxischer anorganischer Metallsalze als auch organischer Kontaminationen.

Durch die erfolgreiche Dekontamination von Sammlungen können aufwändige Maßnahmen zur Abtrennung und Einhausung kontaminierter Objekte (Schutzbarrieren aus Folien und textilen Adsorptionsmitteln) sowie der Verbrauch persönlicher Schutzausrüstung (PSA) deutlich reduziert werden. Sie ist also auch im Hinblick auf die Vermeidung von Plastikmüll-Bergen sinnvoll.

Grundsätze der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes

Im gewerblichen Bereich gilt beim Arbeitsschutz das STOP-Prinzip, wobei das "S" für Substitution, also den Ersatz, steht. Bei Kunstwerken und Sammlungen ist das natürlich keine Option: Man kann sie nicht einfach entsorgen, sie sind unersetzlich! Also muss man sie - im Rahmen ihrer Erhaltung - dekontaminieren.

Museen, die wegen Schadstoffbelastungen ihre Lagerräume sperren müssen, oder in denen gesundheitliche Probleme beim Personal auftreten, können nun auf die kombinierte Expertise von den Paz Laboratorien und ICM zurückgreifen.

Lösungen für komplexe Problemstellungen werden in Form verschiedener Projektbausteine angeboten.
  1. Analyse von Schadstoffen in Sammlungen: nicht-invasive qualitative Analyse an den Objektoberflächen und quantitative Material-, Staub- und Raumluftanalyse zur Ermittlung des Kontaminationsgrades der Sammlungsobjekte sowie der Arbeits-, Ausstellungs- und Depoträume.
  2. Risikoanalyse einschließlich rechtlicher Rahmenbedingungen nach TRGS 524 und DGUV-R_101_004 (BGR 128).
  3. Arbeitssicherheitsplan auf der Grundlage von Tätigkeitsprofilen und Expositionszeiten
  4. Beratung zu Maßnahmen (TOP-Prinzip: Technische, Organisatorische und Persönliche Schutzmaßnahmen)
  5. Dekontaminationsbehandlungen in der ICM-Kammer mit Biozid-Filter, Erstellung wissenschaftlich fundierter Behandlungsprotokolle
  6. Erfolgskontrolle der TOP-Maßnahmen


Synergetische Zusammenarbeit

ICM und die Paz Laboratorien arbeiten von Berlin, Frankfurt, London und Brüssel aus. Die Partnerschaft hat noch einen weiteren synergetischen Effekt: Beide Firmen bringen umfangreiche Laborausstattungen- und Kapazitäten mit (bei ICM erfolgt das über die Mutterfirma IPARC).

Die Paz Laboratorien bieten wissenschaftliche Untersuchungen im Bereich der Archäometrie zur Klärung von Fragen zur Echtheit und Herkunft sowie des Alters von archäologisch und kunsthistorisch bedeutenden Objekten aus Glas, Keramik und Metall. Mit modernen tragbaren und stationären Analysemethoden (Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA), Raman-Spektroskopie, 3D-Mikroskopie (Keyence) und induktiv gekoppelte Plasma-Atomemissionsspektroskopie (ICP-OES)) werden auch konservierungswissenschaftliche Untersuchungen wie Oddy-Tests und Mörtel- und Salzanalysen durchgeführt.

IPARC verfügt über eigene Kapazitäten für multispektrale Bildgebung wie IR-IRR, UV, Röntgen, Macro XRF für Gemälde, polychrome Skulpturen und Zeichnungen. Öffentliche und private Auftraggeber können auf prompte und flexible Labordienstleistungen verlassen, wenn es um Themen wie Authentizität, Datierung oder Konservierung geht.

Über PAZ Laboratorien für Archäometrie

Die Paz Laboratorien für Archäometrie (www.paz-lab.de) wurden im Jahr 2011 gegründet. Dr. Boaz Paz hat sich mit seinem Unternehmen auf die wissenschaftliche Analyse von archäologischen Objekten spezialisiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Analyse von Schadstoffen in Museen, die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen und Handlungsanleitungen. Die Paz Laboratorien waren an zahlreichen Forschungsprojekten zur Erforschung von Dekontaminationsmethoden für biozidbelastete Kunst- und Kulturgüter beteiligt. Die Paz Laboratorien bieten High-End-Technologien für die zerstörungsfreie Analyse von Museumsobjekten durch die Kombination von zerstörungsfreien mobilen Methoden, wie die Röntgenfluoreszenzanalyse und Raman-Spektroskopie, die auch Messungen vor Ort ermöglichen.

"Die Büchse der Pandora" ist der Titel eines Weiterbildungsseminars, das Dr. Paz 2010 ins Leben gerufen hat und das seither sehr erfolgreich ist. Es richtet sich an Konservatoren, Restauratoren, Archivare und wissenschaftliche Mitarbeiter. Das Seminarprogramm besteht aus mehreren Modulen, die sich mit der Biozid Problematik in Museen und Sammlungen in Europa befassen.


Über ICM

ICM - Integrated Contamination Management (www.icm.works) - bietet Lösungen bei Schädlingsbefall sowie bei der Dekontamination von Biozid-belasteten Kunst- und Kulturgutsammlungen. Die feuchtegeregelte Warmluftbehandlung ist eine seit Jahrzehnten angewendete, umweltfreundliche Methode. Die ICM Technologie ist offiziell klimaneutral. ICM betreibt Servicezentren in London, Berlin und Brüssel. Außerdem gibt es eine mobile Anlage, mit der Sammlungen vor Ort behandelt werden können. Museen, Sammler oder Kunsttransportunternehmen können darüber hinaus Kammern für den Eigenbedarf mieten.

ICM ist über seine in Brüssel ansässige Muttergesellschaft IPARC (International Platform for Art Research & Conservation, www.iparc.eu) eng in die Restaurierung und Konservierung eingebunden. IPARC ist eines der führenden Restaurierungsunternehmen in Europa, das Museen und Sammler mit einem umfassenden Servicepaket rund um Konservierung, technische Kunstanalyse, Kunstlagerung und präventive Konservierung betreut.


Kontakt:
Dipl.-Restaurator Jörg Breitenfeldt M.A.
Mobil: +49 172 9790840
E-Mail: j.breitenfeldt@icm-deutschland.com
Web: https://www.icm.works/de/

Oder

Nikolaus Wilke
Leiter Internationale Geschäftsentwicklung ICM Europe
Mobil: +49 176 31 17 25 29
Email: nikolaus.wilke@iparc.eu



Merkmale

AkronymICM
RegionEuropa
ThemenSchädlingsbekämpfung, Schädlingsmanagement, IPM, Dekontaminierung
LinkedInwww.linkedin.com/company/international-platform-for-art-research-&-conservation-iparc-
Websitewww.icm.works

Produkte & Services

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Biologische Schädlinge, Insekten und Pilze, findet man in fast allen Sammlungen. Es ist so gut wie u...
Foto: Dr. Booaz Paz / Ausblühungen von DDT Kristallen
Dekontamination von biozid-belasteten Sammlungen und Objekten
Museen und Sammlungen weltweit haben teilweise massive Probleme
 
ICM - Integrated Contamination Management®

Lage

Kampenhout

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