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Einweihungsfeier in Kloster Aldersbach

Auf der Suche nach der Schwalbe
 
Für die Instandsetzung des Dachs über dem Bibliothekstrakt und die Restaurierung des Deckenbildes im Bibliothekssaal von Kloster Aldersbach bei Passau stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) vor drei Jahren 80.000 Euro zur Verfügung. Nun findet am Freitag, den 5. Mai 2017 um 18.00 Uhr gerade im Bibliothekssaal der offizielle Teil der Einweihungsfeier von Kloster Aldersbach statt. Um 17.00 Uhr beginnen die Feierlichkeiten im Kreuzgang mit einem Stehempfang. Im Anschluss an die Segnung der Räume klingt der Festakt mit einem Umtrunk aus. Die DSD beteiligte sich auch an der Dachinstandsetzung der Klostergebäude, für die sie 2015 und 2016 rund 100.000 Euro zur Verfügung stellte. Kloster Aldersbach, Ort der Bayerischen Landesausstellung 2016 „Bier in Bayern“, ist eines der über 370 Projekte, die die private Denkmalstiftung dank Spenden, Erträgen ihrer Treuhandstiftungen und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Aldersbach Kloster - Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe
Kloster Aldersbach © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

Bereits unter Bischof Engelmars von Passau (875-899) existierte in Aldersbach eine Kirche, ein Augustiner-Chorherrenstift ist für die Zeit um 1120 belegt. Wohl am 2. Juli 1146 übernahmen nach der Haustradition Zisterzienser aus dem Kloster Ebrach in Unterfranken das Anwesen. In den folgenden Jahrhunderten erarbeiteten sich die Mönche in monastischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht eine große Wertschätzung in der gesamten Region. Die 1760 erbaute Klosterbibliothek war in künstlerischer und wissenschaftlicher Hinsicht in Bayern unerreicht.

Der ausgedehnte Gebäudekomplex des Klosters wurde von Ende des 17. Jahrhunderts an bis um 1770 errichtet. 1720 entstand der Neubau der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt, die manchen als Bayerns schönste Marienkirche gilt. Die Innenraumgestaltung übernahmen die Gebrüder Asam, der Maler Cosmas Damian und der Stuckateur Egid Quirin. Besonders sehenswert und überregional bekannt ist das Fresko im Mittelschiff der Kirche, das die Weihnachtsgeschichte darstellt. Ein „Muss“ für alle Besucher ist die Suche nach der Schwalbe im Fresko, denn "wer die Schwalbe nicht gesehen hat, hat Aldersbach nicht gesehen".

Das Kloster wurde 1803 säkularisiert. Acht Jahre später kaufte die Familie des Freiherr von Aretin die Klostergebäude einschließlich der Ländereien und der Brauerei. Heute hat die ehemalige Klosteranlage Aldersbach drei Eigentümer. Die Kirche am Klosterhof ist in kirchlicher Hand, der rechts vom Hof gelegene große Gebäudeflügel mit den angrenzenden Räumen gehört der Brauerei und die zentral liegenden Gebäudeflügel sind im Eigentum des Förderkreises Kloster Aldersbach e.V.


Pressemitteilung vom 02.05.2017
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1
53113 Bonn
www.denkmalschutz.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Thomas Mertz, Leitung Pressestelle

Tel. 0228 9091 - 402
Fax 0228 9091 - 409





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