Neues „Kirchenbild“ in St. Johannis in Göttingen eingeweiht

Erster Eindruck den Förderern und Unterstützern vorbehalten

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellte im vergangenen Jahr dank der Lotterie GlücksSpirale 100.000 Euro für die Sanierung des Kirchenschiffs der Johanniskirche in Göttingen zur Verfügung, die unlängst begonnen haben. Nun lädt Pastor Gerhard Schridde am Freitag, den 14. Juni 2019 um 14.00 Uhr exklusiv die Förderer und Unterstützer in den Altarraum der Johanniskirche, um mit ihnen das neue „Kirchenbild“ einzuweihen.

Die Johanniskirche wurde als dreischiffige Hallenkirche aus Rotsandstein erbaut. Die ursprüngliche Bauidee ist trotz zahlreicher Umbauten und Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte weitgehend erhalten geblieben. Im Dach und im spätromanischen Portal der Nordfassade mit der ehemals grün-weiß-rot gefassten Archivolte sind Teile eines Vorgängerbaus wiederverwendet worden. Das Südportal mit Laubwerk wurde nachträglich eingefügt. Den nördlichen Turmaufsatz prägen gotische, den südlichen barocke Stilelemente. 1792 wurden die Chormauern um etwa drei Meter erniedrigt und die Gewölbe entfernt. Eine Regotisierung erfolgte von 1895 bis 1897. Dabei wurde der Chor durch das Einstellen eines Freipfeilerpaars als Umgangschor umgedeutet, die Fenstermaßwerke und das untere Kaffgesims erneuert. Die Rats- und Marktkirche in der Göttinger Altstadt soll künftig als Hauptkirche Göttingens verstärkt als städtische Kulturkirche dienen. Dazu soll der Innenraum denkmalgerecht saniert und die Kirche so umgebaut werden, dass sie künftig den Anforderungen an einen modernen Veranstaltungsraum genügt.

Von 1389 bis 2001 bewohnte zunächst ein Turmwächter, zuletzt Studenten den Nordturm der St. Johanniskirche. Die Wohnung war zeitweise Zwischenstation der weltweit ersten elektromagnetischen Verbindung, die die Professoren Weber und Gauß im 19. Jahrhundert zwischen der Sternwarte und dem physikalischen Institut spannten. Die die Stadtsilhouette prägende und zum Wahrzeichen Göttingens gewordene Johanniskirche gehört zu den über 400 Projekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Niedersachsen fördern konnte.

Pressemeldung vom 11.06.2019
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1
53113 Bonn
www.denkmalschutz.de




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