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Das Marienkloster auf dem Münzenberg in Quedlinburg ist jetzt Teil der Straße der Romanik

Ministerbesuch im Museum

ST Quedlinburg St Marien auf dem Muenzenberg Museum Rossner 02430
Museum St. Marien auf dem Münzenberg in Quedlinburg
© Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz


Am Donnerstag, den 13. Juli 2017 um 10.30 Uhr überbringt der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Professor Dr. Armin Willingmann, für das Museum St. Marien auf dem Münzenberg in Quedlinburg das „Straße der Romanik“-Schild am Münzenberg 16 in 06484 Quedlinburg. Das Marienkloster wurde mit Beschluss der Landesregierung in die „Straße der Romanik“ aufgenommen. Es besteht aus der Apsis, der Krypta und Teilen des Kirchenschiffs der ehemaligen St. Marienkirche. Große Teile der Kirche befinden sich im Eigentum der Stiftung Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Anwesend ist neben dem Stifter Professor Siegfried Behrens auch Oberbürgermeister Frank Ruch und Claus Mangels, Ortskurator Magdeburg der DSD.

Quedlinburg ist seit über 25 Jahren ein wichtiger Förderschwerpunkt der in Bonn ansässigen Denkmalschutzstiftung in Sachsen-Anhalt. Mit der Erweiterung des Museums St. Marien auf dem Münzenberg um die Ostkrypta, deren Restaurierung die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ermöglicht und begleitet hat, ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Bau- und Kulturgeschichte Quedlinburgs wiedererstanden, der die Attraktivität der Stadt befördert. Möglich wurde dies durch das Engagement von Professor Dr. Siegfried Behrens, der für seinen Einsatz 2008 mit dem Romanikpreis des Landes ausgezeichnet wurde. Die Wiedereröffnung des Museums, das aus der Apsis, der Krypta und Teilen des Kirchenschiffs der ehemaligen St. Marienkirche besteht, fand 2015 statt.
Auf dem Münzenberg wurde 986 ein Benediktinerinnenkloster gegründet, das Ende der 1530er Jahre aufgegeben wurde. Mit dem Leerstand verfielen die Gebäude und wurden als Steinbruch genutzt. Ab Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Areal zur Besiedlung durch Handwerker, fahrende Leute, Musiker und Arme freigegeben. Es entstanden in den Ruinen der Klosteranlage kleine Häuser, die die erhaltenen Mauern und Gewölbe in ihre Wohnungen einbezogen.

Das Engagement zugunsten der Sichtbarmachung, Freilegung und Ausgestaltung der Baureste der ehemaligen Klosterkirche begann 1994. Durch den Aufkauf mehrerer Gebäude über dem Areal konnten wichtige Teile der ottonischen Basilika mit Apsis, Querhaus, dreischiffigem Langhaus und Westbau wieder erkennbar gemacht werden. 2006 wurde die treuhänderische Stiftung Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg in der DSD errichtet. Ihr übertrug Professor Behrens drei der genannten Häuser.
In einem Rundgang durch das Museum sind etwa der Westbau, der Vorraum zur ehemaligen Nonnenempore, der Innenhof, die Ostkrypta, das Untergeschoss des Südturms und eine Grablege zu besichtigen, in der sich zwei sogenannte Kopfnischengräber befinden. Der Haupteingang führt über das Haus Münzenberg 4. Das Gestaltungs- und Museumskonzept wurde von der DSD entwickelt.
Die Stiftung Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg ist eine von über 220 Stiftungen in der Obhut der privaten Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem effizienten Förderinstrument entwickelt haben, das aus der deutschen Denkmallandschaft bereits nicht mehr wegzudenken ist.

Spenden und Zustiftungen:
DSD Klosterkirche St. Marien auf dem Münzenberg
IBAN: DE43 3702 0500 0001 5306 00.  


Pressemitteilung
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
11.07.2017 - Sachsen-Anhalt




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