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Spiegelrahmen wiederhergestellt

Schloss Schönhausen erhält zwei bedeutende Ausstattungsstücke zurück

Schloss Schoenhausen Spiegelrahmen
Bildhauer Bernhard Lankers bringt die Spiegelrahmen im
Gartensaal des Schlosses Schönhausen an. Foto: SPSG/Andreas Woche


Dank der großzügigen Unterstützung des Fördervereins Schloss und Garten Schönhausen e. V. und der GESOBAU kann die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) wieder zwei holzbildhauerisch ergänzte Spiegelrahmen im Gartensaal des Schlosses Schönhausen in Berlin präsentieren. Die Rahmen gehören zur Originalausstattung des Schlosses aus der Zeit um 1764. Die preußische Königin Elisabeth Christine (1715-1797), Gemahlin Friedrichs des Großen (1712-1786), hatte sie nach dem Umbau des Schlosses im neu entstandenen Gartensaal anbringen lassen.

Im 20. Jahrhundert wurden die Rahmen mehrfach überarbeitet, so dass unter den vielen Farbschichten, zuletzt einer Ölvergoldung, die filigranen und virtuosen Rokoko-Schnitzereien kaum noch zur Geltung kamen. Nach der 2010 erfolgten Freilegung wurden diese Details wieder sichtbar. Zugleich wurde deutlich, das Elemente der Blumengirlanden und des Blattwerkes verloren gegangen waren. Diese fehlenden Elemente konnten nun in fünfmonatiger Arbeit durch den Berliner Bildhauer Bernhard Lankers ergänzt werden.

Grundlage dafür war eine Fotografie aus den 1930er Jahren, die einen der beiden Spiegelrahmen zeigt, allerdings mit einigen undeutlichen Bereichen. Dank der Erfahrung des Bildhauers Bernhard Lankers und mithilfe von Vergleichsstücken war es möglich, die fehlenden größeren und kleineren Elemente zu rekonstruieren. Dafür wurden die Stücke zunächst modelliert und in Gips abgeformt, mit den Restauratoren abgestimmt und angepasst und erst im letzten Schritt in Lindenholz geschnitzt.

Schon der erste Blick auf die komplettierten Kunstwerke lässt die ursprüngliche Leichtigkeit und Detailgenauigkeit der Rahmen wieder lebendig werden. Die ergänzten Schnitzereien bleiben zunächst ohne Farbfassung, so dass sich das Holz langsam akklimatisieren kann. Zudem sind so die neuen Elemente gut erkennbar. Zukünftig ist eine angepasste Farbfassung vorgesehen, für die noch Spendengelder benötigt werden.

Weitere Informationen unter https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/schloss-schoenhausen/

Presse-Information
der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG)




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