Glasmaler-Restaurator IER Martin Halter

Person

Atelier für Glasmalkunst Martin Halter Bern
Inhaber u. Geschäftsführer
Klösterlistutz 10
CH-3013 Bern
Switzerland, Bern
+41 31 331 42 66

(for members only)
https://www.glasmalkunst.ch
Route planner


Berns älteste Glasmaler-Familientradition der Gegenwart - gegründet 1916

Martin Halter führt in 3. Generation, das von seinem Grossvater 1916 in Bern gegründete Atelier für Glasmalkunst. Die neu gestaltete Webseite http://www.glasmalkunst.ch informiert Sie aktuell über unsere Aktivitäten. Ab 10.10.2016 erscheint das Buch (Monografie "Farbglaswelten" im Handel über das Schaffen des drei Generationen-Ateliers Halter, unter dem Arbeitstitel "Farbglaswelten - ein ausserordentliches Kunsthandwerk" (Haupt-Verlag Bern).
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Atelier Halter. Das von Louis, Eugen und Martin Halter entstandene glasmalerische Schaffen wird in seiner historischen Entwicklung als auch im Kontext der europäischen Glasmalerei und Glaskunst betrachtet und verortet. Der Blick richtet sich dabei nicht nur auf den Berufsalltag eines seit drei Generationen geführten Familienbetriebs, sondern auch auf einen vom Verschwinden bedrohten Berufszweig. Drei Kapitel liefern wichtige technische Aspekte zu Schutz, Erhalt und Restauration. Das Buch ist reich bebildert und bietet einen facettenreichen Einblick in ein aussergewöhnliches Kunsthandwerk und ein Stück Berner Kulturgeschichte.< Online-Bestellungen via http://www.haupt.ch/verlag/oxid.php/cl/details/anid/9783258601571
Glasmalerei-Restaurierung /-Restauration

Vorderhand betreibt Martin Halter dieses Atelier weiter und er sieht das Ganze als persönliche Zugabe. Allenfalls bei Interesse dieses Atelier zu übernehmen, besteht durchaus eine Möglichkeit, sich über eine oder mehrere Optionen zu unterhalten. Kontaktaufnahme via info@glasmalkunst.ch

Weitere Anmerkungen zu unserer bisherigen Arbeitsphilosophie:
Eines der wichtigsten Arbeitsgebiete beinhaltet die Erhaltung und Pflege von Glasmalereien sämtlicher Stilepochen. Der Anspruch auf qualitativ hochstehende Arbeit beginnt hier, mit der respektvollen Einstellung zu diesem immer seltener werdenden Kunsthandwerk. Das Atelier-Team bemüht sich selbst bei der Verrichtung einfachster Reparaturen um handwerklich in jeder Beziehung korrekte Arbeit.

Alle Restaurierungsarbeiten werden genauestens dokumentiert: Vorzustand, nachvollziehbare Stationen einzelner Überarbeitungsphasen, Endresultat (die Originale / inkl. Film-Negative werden jeweils bei den zuständigen Aemtern der Denkmalpflege hinterlegt).

Interessenten haben Gelegenheit sich als Gruppe (max. bis 25 Personen pro Gruppe) für eine Atelierführung anzumelden. Die Führung mit Martin Halter, kann sich auf die jeweiligen Interesse einer Gruppe ausrichten (sich auf ein Schwerpunkt-Themenbereich beschränken oder mehrere in Kombination zur Diskussion stellen...).

Glasmalerei Glasmalkunst Martin Halter /ART IN MARTIN

Die Faszination der gläsernen Farbenwelt inspiriert das Schaffen des ganzen Atelier-Teams, sich als gelernte Glasmaler und Kunstglaser, auch mit neuen Ideen für die gestalterische und technische Weiterentwicklung einzubringen. Die Voraussetzungen sich als Urheber mit neuen Schöpfungen profilieren zu können, beruhen vor allem auf unsere fundierte Kenntnisse über die Geschichte der Glasmalerei, einer jahrzehntelanger Erfahrung und die uneingeschränkte Beherrschung sensibler Verarbeitungstechniken. Neben unserem Engagement für die Erhaltung und Pflege der Glasmalerei - als wichtiges Kulturerbe, setzen wir uns auch für die aktuelle Glaskunst im Bau ein.

Denn farbige Glaskunst steigert die Identität in einem Raumbehältnis. Der reine energieökonomische Funktionalismus von Isolierglasfächen kann /soll punktuell oder ganz unterbrochen werden. Eigentlich kann heute ebenso wie ehemals, mit dem Einsatz von farbiger Glaskunst, die technik-ästhetische Architektursprache weiterentwickelt werden, die der zeitgenössischen Forderung nach einer dynamisch-kommunikativen Architektur Rechnung tragen sollte.

Selbstverständlich kann sich der Auftraggeber selbst als treibende Kraft in die Phase der Projektentwicklung einbringen, indem er seine Bedürfnisse oder Berührungspunkte kommuniziert. Seit längerer Zeit verfügen wir über eigens entwickelte flexible und raffinierte Montage-Systeme. Das heisst für die Praxis: überall an Fenstern (auch Dachfenstern), Türen oder Metallbaukonstruktionen einsetzbar. Mit garantierter Bediener-Freundlichkeit (betr.Reparaturausführung /Reinigung u.s.w.). Dabei bleibt das bereits bestehnde Isolierglas-Element unangetastet (keine kostspieligen u. baulichen Veränderungen). Lassen Sie sich beraten in welchem Umfang die Systeme in der Architektur einsetzbar sind. Eine erste Info-Übersicht finden Sie auf unserer Homepage.

Martin Halter: Führungen durch seine Glasmalerei /sein Atelier (nach Voranmeldung)

Bis zu 25 Personen (pro Gruppe) können sich für eine Atelierführung anmelden /auf Wunsch im Anschluss des Vortrages mit Apéro

- Am Anfang werden die geschichtlichen Hintergründe und Entwicklungen in der Glasmalerei besprochen und mit entsprechendem Anschauungsmaterial visualisiert - bis hin zur Gegenwart.
- Beispiele aktueller Glasmalkunst, Glaskunst präsentiert
- die Vorstellung des wichtigsten Materials: wie entsteht mundgeblasenes "Echt"-Antikglas - geschichtliche Zusammenhänge bis heute
- die einzelnen, verarbeitungstechnischen Stationen für die Herstellung einer fertigen Glasmalerei (vom Entwurf bis zum fertigen Erzeugnis)
- Vorstellung des aktuellen Angebots aus dem Atelier Halter: dokumentierte Beispiele von Restaurierungsaufträgen, verschiedene Arbeitsfelder: Heraldik/Wappenscheibe, Decor-Spiegelbearbeitungen,
Lampen /Beleuchtungskörper, spezielle Kundenwünsche, freie Glasbildkompositionen, architekturorientierte Glaskunst der Gegenwart > Glaskunst im /am Bau (Integration mit flexiblen Montage-Systemen)
Glaskunst-Accessoires (zum Wünschen und Schenken)

Kulturgüterschutz: 'Praxisbezogene Anmerkungen betr. Glasmalerei in Sicherheit bringen'

Zur Demontage im Notfall, der im öffentlichen Bau befindlicher Farbfenster /Historische Glasmalerei
(kein Anspruch auf Vollständigkeit - weitere Informationen > Beratung bei Martin Halter Bern
- historische Glasmalereien werden bereits ab 50 Jahren, nach ihrer Enstehung als solche registriert /bezeichnet
- im Zusammenhang mit der Sicherstellung von Glasmalereien, bestehen weitestgehende Richtlinien (siehe Corpus Vitrearum /Europa)
- Analog dazu müssten die für den Kulturgüterschutz zugeteilten Personen, über die schützenswerten Farb-Glasfenstern im öffentl. Raum, kontinuierlich über die Eigenschaften dieses Kulturgutes
im Wesentlichen, besser orientiert und informiert sein. Eine allgemein gehaltene Sensibilisierung dient in erster Linie zum Zweck, dass die Verantwortlichen im Notfall, nicht durch Missverständnisse,
unnötigerweise die schützenswerten Substanzen gefährden und ihr eher unbeabsichtigt beliebig Schäden zufügen.
- Eine seriöse Aufklärung ist unabdingbar: - müssen Farbfenster-Einlagen im/am Bau aus dringenden Sicherheitsmassnahmen entfernt und ausgelagert werden und zu einem im Voraus bestimmten
Standort transportiert und dort gleichzeitig sicher einlagert werden, sind zweckdienliche Hinweise oder Anleitungen sehr wichtig.
- Erstens sollte vor dem eigentlichen Ausbau, über die Ist-Situation eine einfache, aber nutzbringende Dokumentation erstellt werden (sofern keine vorhanden ist od. unauffindbar bleibt). Dazu sollte
ein Aufriss-Plan (Skizze reicht aus) über das betr. Fenster erstellt werden (Aufteilung der Feldeinheiten /Masswerk). Für die Bezeichnung der einzelnen Felder gibt es offizielle Richtlinien (siehe Corpus
Vitrearum /Europa). Aus welchen Gründen auch immer (aus zeitl. Bedrängnis, etc.), kann man sich behelfsmässig auf seinen eigenen Menschenverstand abstützen, indem man sich bemüht eine
nachvollziehbare Nummerierung auf die Felder der Plan-Skizze überträgt, um einer Drittperson für den späteren Wiedereinbau, eine verbindliche Orientierungshilfe zu leisten.
- Sofern die Feldeinheiten (bestückt mit Glasmalerei) in mobile Metall- oder Holzrahmenprofile auf die Fenster-Sprossenstruktur rückversetzt montiert sind und demnach mechan. abnehmbar bleiben, ist
es möglich, dass ausgebildete Personen der Kulturgüterschutz-Truppe die Rahmenelemente demontieren können (vorher ist am Rahmen-Rand die Etikettierung mit der Bezeichn. anzubringen ...

Besondere Konstellationen bedrohen zusätzlich das Glasmaler-Kulturerbe im europäischen Raum

Martin Halter, gelernter Glasmaler /Kunstglaser EFZ und Glasmaler-Restaurator IER, mit über 50-jähriger Berufspräsenz an vorderster Front (seit 1965)

Heute vergrössert sich die Distanz zum eigentlichen Glasmaler-Handwerk immer augenfälliger. Ein immer selten werdendes Kunsthandwerk bangt um seinen Nachwuchs, weil inzwischen die Auszubildenden keine ganzheitliche Vermittlung in dieser Grundausbildung in Erfahrung bringen können. Viele Einflüsse durch die Umstände falsch interpretierender Ausbildungsziele, verbunden mit unverantwortlichen Sozialisierungsmethoden bei der Ausbildung, helfen mit, diesen Beruf des Glasmalers und Kunstglaser zusehends mehr einer Auffassung praxisfremder Experimente zu überlassen. Niemand will sich bewusst werden, wie dieser Berufszweig entsprechend unbemerkt dem Verlust zugeführt wird.

Die eigentlichen Macher, also die gelernten Glasmaler und Kunstglaser, welche sich noch auf eine seriöse Ausbildungszeit abstützen könnten, werden in der Zwischenzeit, vermehrt aus ihrer verantwortungsbewussten Rolle gedrängt. Das heisst, sie werden mancherorts bloss noch als Befehlsempfänger geduldet. Dadurch wird eine praxisbezogene Professionalität bewusst ausgesetzt.

Die Restauration oder Instandsetzung durch Glasbruch geschädigte Glasmalereien, können durchaus wieder der ursprünglichen Originalität zugeführt werden. Allerdings müssten entsprechende Voraussetzungen erfüllt sein, um nicht das Risiko eingehen zu müssen, dass letztlich durch einen unsensiblen Eingriff, die Originalsubstanz darunter noch zusätzlich zu leiden hätte. – Sicherlich braucht es eine langjährige Erfahrung und eine entsprechend intensive Berufspraxis als Glasmaler und Kunstglaser. Ein weiterer Vorteil begünstigt eine seriöse Reparaturvornahme, insofern der/die betr. Restaurator(in) über eine äusserst sensible Feinmotorik bei der Ausübung seiner/ihrer Verarbeitungstechnik verfügt. Nachhaltige (nicht mehr zu verschiebende) Reparatur-Eingriffe an Glasmalereien /Kirchenfenster bringen dem Kulturerbe weitaus mehr Vorteile als Nachteile.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie man nicht selten mit unprofessionell ausgeführten Glasmalerei-Reparaturen konfrontiert wird. Vielfach muss man dadurch in einer ersten Phase, eine unzulängliche  Reparatur soweit als möglich neutralisieren. Erst in einer zweiten Phase wird es möglich sein, mit der eigentlichen Erfüllung einer Restaurationsaufgabe zu beginnen. 

Die Kunstform der ursprünglichen Glasmalerei beinhaltet eine in weiten Teilen ausgeprägte Bediener-Freundlichkeit. Was andererseits bei den heutigen Glasprojekt-Ausrichtungen eher selten zu erwarten sein würde. Die in Bleiprofilen eingefassten Einzel-Glasteile, können jeweils individuell einzeln, einem örtlich begrenzten Reparatur-Eingriff unterzogen werden.
Leider vertritt die heutige Denkmalpflege den Anspruch, sich möglichst restriktiv in Zurückhaltung zu üben, sobald Schäden an Glasmalereien lokalisiert werden. Heute will man sich einzig auf Konservierungsmass-nahmen beschränken. Aber keiner will sich der Verantwortung bewusst werden, dass sich dadurch für die Zukunft eine ausbleibende Nachhaltigkeit ergeben wird.

Insbesondere, ab wann die Erneuerung von zweckgebundenen Bleiprofilen gefordert sind. Kunstgeschichtliche Bedenken können nicht massgebend sein, da das Bleinetz als rein technisches Hilfsmittel nur solange Recht auf Konservierung hat, als es seinen Zweck die Einzel-Glasteile zu halten und festzufügen erfüllt. Dies wurde bereits in einem Fachbuch über das Glasmaler-Kulturerbe im Jahre 1912 vermerkt.

Es klingt vielleicht komisch, aber die Luft ist in gewisser Hinsicht sauberer als früher. Es gibt viel weniger Schwefeldioxid in der Luft. Und das reagiert mit Bleioxid zu Bleisulfat. Und Bleisulfat ist die Schutzschicht, die man auf alten Bleiprofilen vorfindet. Weniger Schwefeldioxid in der Luft – das ist gut für die Natur, aber ungünstig für die Bleiprofile. Dieses Manko liesse sich eigentlich ausgleichen. Untersuchungen hätten ergeben, sobald man frisches Blei mit Schwefelsäure behandelt, konnte danach festgestellt werden, dass eine Korrosion weitestgehend verhindert werden konnte. Jedoch aktivierte Bleiprofile beinhalten auch Lötstellen mittels Zinnlegierungen verarbeitet (oder komplett verzinnte Bleiprofile). Da müssten weitergehende Analysen erbracht werden, wie und wann Bleiprofile mittels Schwefelsäure zu behandeln wären.

Zu bedenken gilt: andererseits haben sich schon zwei wichtige Traditions-Unternehmen für die Herstellung von Blei-Bruchprofilen vom Markt verabschiedet. Wie lange sich die jeweiligen Nachfolge-Firmen auf dem Markt behaupten können, bleibt völlig ungewiss. Denn, die heute geltende Doktrin der Denkmalpflege-Stellen hält sich zu restriktiv an den Passus einer unqualifizierten Berührungsangst. In den letzten Jahren ging dadurch der Verbrauch von neuen Bleiprofil-Bestellungen für Fenster-Sanierungen massiv zurück. 

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